Mein Herz schlägt für globales Marketing und Networking 2
Anna Prechtl erzählt von ihrem Auslandsaufenthalt, ihrem Management-Studium und dem Buddy-Programm. Foto: FH JOANNEUM

Mein Herz schlägt für globales Marketing und Networking

Linda Schwarz,

Andere Länder entdecken ist für viele Menschen ein fixer Bestandteil im Leben. Auch für die Oberösterreicherin Anna Prechtl war das Auslandssemester ein ausschlaggebender Punkt für die Wahl des Bachelorstudienganges „Management internationaler Geschäftsprozesse“. Sie erzählt uns, was Sprachen damit zu tun haben und warum sie im Studium Freunde fürs Leben gefunden hat.

Begonnen hat die Reise für Anna Prechtl bereits 2017, als sie direkt nach der Matura nach Graz kam, um Sprachen an der Karl-Franzens-Universität zu studieren. Doch der ursprüngliche Weg war nicht ganz der richtige. Über eine Freundin ist sie auf das Bachelorstudium „Management internationaler Geschäftsprozesse“ an der FH JOANNEUM gestoßen. Besonders der wirtschaftliche Aspekt und das Auslandssemester haben es ihr angetan. Heute ist sie fast am Ziel ihrer abenteuerlichen Ausbildung angelangt. Sie studiert bereits im sechsten Semester und freut sich auf die Chancen und Möglichkeiten nach dem Abschluss.

Aller Anfang ist nicht immer schwer

Wovor sich die meisten Studierenden fürchten, ist der Aufnahmetest. Anna Prechtl war eine davon. „Im Nachhinein ist er eigentlich gar nicht so tragisch, wie man am Anfang gedacht hätte“, sagt sie. Nach einem Vorbereitungskurs in Graz war der Test aber „super chillig und ziemlich lustig“. Auch die Tatsache, dass sie bereits vor dem Studienbeginn erste Freundschaften mit Mitstudierenden geknüpft hat, hat Anna motiviert. Diese Freundschaften halten sich bis heute: Ob gemeinsame Spritzerstände, lernen bis spät in die Nacht oder das Buddy-Programm – dem Institut International Management ist es wichtig, dass die Studierenden stets untereinander networken und sich austauschen können.

Das verpflichtende Auslandssemester ist dabei nur ein besonderes Highlight des Studiums. Auch Anna begab sich im vierten Semester, kurz vor Beginn der Corona-Pandemie 2020, in das Abenteuer Auslandssemester. Ihr Ziel war Tarragona (Spanien), circa eineinhalb Stunden südlich von Barcelona. „Unser Studium ist international aufgebaut. Der Unterricht ist teils auf Deutsch teils auf Englisch. Zusätzlich erlernen wir eine dritte Sprache. Wir können zwischen Französisch, Spanisch, Chinesisch und Russisch wählen. Ich habe mich für Spanisch entschieden und deshalb fiel meine Wahl auch auf Tarragona“, erzählt sie. Leider lief ihr Plan nicht so, wie sie sich das vorgestellt hätte. Mit Beginn des ersten Lockdowns, am 13. März 2020, flog sie prompt zurück nach Hause. „Leider hatte die Partnerhochschule einige Probleme mit der Online-Lehre. Die FH JOANNEUM hat aber sehr schnell reagiert und uns eine Alternative mit dem Global Business Program angeboten, das ich auch annahm“, sagt sie. Die sozialen Kontakte kamen trotz des Online-Unterrichts aber nicht zu kurz. Auch wenn es manchmal schwierig war, Termine zu koordinieren, so lernte sie durch Projekte in Gruppen mit Auslandsstudierenden viele neue Gesichter kennen.

Anna musste ihr Auslandssemester wie die meisten anderen Studierenden online absolvieren.
Foto: FH JOANNEUM
Anna musste ihr Auslandssemester wie die meisten anderen Studierenden online absolvieren.

Networken, networken und nochmal networken

Wer sich in der Managementwelt gut zurechtfinden will, braucht gute Kontakte und muss gut vernetzt sein. Deshalb dreht sich im Bachelorstudium auch alles darum. Im ersten Semester lernen die Studierenden alles rund um Management und Marketing, wie beispielsweise Business-to-Customer- (B2C) und Business-to-Business-Marketing (B2B). Gleichzeitig gibt es auch Einführungen in das Finanzwesen sowie die Rechtslehre. „Einige Prüfungen waren herausfordernd, aber das Teamwork hat sich immer ausgezahlt. Oft haben wir uns am Samstagvormittag an der FH getroffen und einen Lerntag eingelegt oder sind nach einer Vorlesung bis spät abends geblieben, um den Unterrichtsstoff durchzugehen“, sagt sie.
Auch der Austausch mit den Lehrenden aus aller Welt, zählt für sie zu den Highlights. „Ich kann mich an einen Vortragenden aus Hawaii erinnern. Der hatte extrem viel praktisches Wissen, das er mit uns teilte. Dass er immer Hawaii-Hemden trug und uns mit „Aloha“ begrüßte, machte die Vorlesung dann noch besser“, sagt sie. Der Aufbau eines sozialen und internationalen Netzwerks erfolgte aber nicht nur im Unterricht, sondern auch außerhalb.

Die „Migler“ (kurz für die „Management internationaler Geschäftsprozesse“-Studierenden) veranstalten regelmäßig Spritzerstände und pflegen ein Buddy-Programm. „Erstsemestrige Studierende bekommen einen Buddy aus einem höheren Semester zugeteilt: Das ist super, um Bücher und Unterlagen auszutauschen und gleichzeitig Wissen und Erfahrungen“, erzählt Anna. Auch wenn die Migler teilweise auf der ganzen Welt, wie Finnland, China, Amerika, England, Spanien oder Singapur, verstreut sind, so halten sie doch immer zusammen. Diese Verbindungen sind nämlich auch später für die Arbeitswelt von großer Bedeutung.

Alt-Bewährtes und Neu-Entdecktes

Neben der Pflege von Freundschaften im Studium hat Anna schon seit der Kindheit ein kreatives Hobby, das sie zwischenzeitlich ruhen hat lassen, jetzt aber wieder in Angriff genommen hat: das Malen. „Ich habe früher, wie ich jünger war, mit 12 oder sowas, mit meiner Oma immer gemalt“, sagt sie. Vor allem durch den Lockdown hat sie wieder zum Pinsel gegriffen. Neben dem Zeichnen sportelt die Oberösterreicherin gerne. Neu entdeckt hat sie Yoga oder ausgedehnte Spaziergänge in der Natur. Ihre Eltern brachten sie zu einer weiteren Leidenschaft – die Musik. Im Laufe der Jahre tauschte sie die Klarinette gegen die Gitarre. „Wenn ich mich nicht mehr richtig konzentrieren kann, beim Bachelorarbeit schreiben zum Beispiel, dann nehme ich einfach meine Gitarre in die Hand und spiele eine halbe Stunde und singe ein bisschen dazu“, erzählt sie.

Apropos Bachelorarbeit: Anna ist gerade im sechsten Semester und steht kurz vor ihrem Abschluss. Durch ihr Berufspraktikum ist ihr bewusst geworden, in welche Richtung sie gehen möchte: Social-Media-Marketing. Zu diesem Thema schrieb sie auch ihre erste Bachelorarbeit.

Das Malen ist für Anna ein Ausgleich zum Schreiben der Bachelorarbeit.
Foto: FH JOANNEUM
Das Malen ist für Anna ein Ausgleich zum Schreiben der Bachelorarbeit.

Schritte in die Zukunft

Die Liebe zu Social Media, vor allem Instagram, hat sie auch in ihrem Studium bestärkt. Auch deswegen, weil gerade im Studiengang Marketing eine zentrale Rolle spielt, kann Anna das gut mit Ausblick in die Zukunft verwirklichen. Auf die Frage, wo sie sich in der Zukunft sieht, antwortet sie: „Wenn wir jetzt mal vom Wunschdenken ausgehen, sehe ich mich irgendwo in einer internationalen Fashion-Marketing-Firma.“ Gerade in den vergangenen Jahren sind die Authentizität und Realität auf Instagram in den Fokus gerückt. Das sei auch der Hauptaspekt, warum ihr das so „tauge“. Der Master ist der nächste Schritt auf ihrem weiteren Weg in die Zukunft, doch vorerst gilt: Bachelorabschluss und rein in das Abenteuer „Beruf“.

Tipp:

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