What design can do
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What design can do

Sigrid Bürstmayr,

„What Design can do“ ist ein internationales Festival, das sich mit Themen wie der Humanisierung von Einwanderern, der widerstandsfähigen Stadt, der Schaffung kultureller Identität und dem Designaktivismus beschäftigt.

Auch nach Wochen zurück in Graz, bin ich immer noch von der Konferenz "What design can do" in Mexico City überwältigt.

Die Begeisterung aller TeilnehmerInnen - Vortragenden, BesucherInnen und OrganisatorInnen - durch soziales und nachhaltiges Design eine bessere Welt zu schaffen, war eine großartige und motivierende Erfahrung und weist darauf hin, dass immer mehr Menschen das Bewusstsein für Gesellschaft und Umwelt gewinnen.

Von der widerstandsfähigen Stadt bis hin zu Design Aktivismus

Die Hauptthemen des Festivals waren unter anderem: Humanisierung der Einwanderer, die widerstandsfähige Stadt, Schaffung kultureller Identität und Design Aktivismus. Um nur einige wichtige ReferentInnen zu nennen: Richard van der Laken, Leiter der Festivalorganisation, sprach über die positiven Auswirkungen von Design. Cameron Sinclair, der bei Airbnb für soziale Innovationen arbeitet und entwickelt Umsiedlungsprojekte und die ländliche Revitalisierung. Joséphine Goube, CEO von Techfugees, einer gemeinnützigen Organisation, welche die Bedürfnisse von Flüchtlingen, Asylbewerbern und Vertriebenen in der internationalen Tech Community koordiniert. Nadya Tolokonnikova, eine russische Künstlerin und politische Aktivistin, gab einen Einblick in ihre Aktivitäten und hatte einen kraftvollen Auftritt mit ihrer Band "Pussy Riot" bei der Eröffnungsgala des Festivals.

Das Ziel von Anna van Nunen, der Gründerin von Innofest, ist es, jede Art von Festival innovativ und nachhaltig zu gestalten. Ein Festival ist wie ein Dorf und braucht die gleiche Infrastruktur für Wasser, Nahrung, Energie und Abfall. Wasserversorgung aus Abwasser, intelligente und praktische Behälter für Zigarettenkippen sind nur einige der Erfindungen, die sie gemacht hat.

Breakout Session

Karl Stocker und ich hatten die Ehre, am zweiten Tag eine Breakout Session zu leiten - einen Workshop mit 55 TeilnehmerInnen zur Entwicklung von Visionen und einem Prototyp für eine verbesserte World Life Balance. Designer müssen Teil der sozialen und nachhaltigen Bewegung sein und sich der Ungleichheiten in unseren Gesellschaften und auf der ganzen Welt bewusst sein. Im Workshop ging es um die Beiträge des Designs zur Veränderung der Ungleichheiten in der Welt.

Die nachhaltige Konferenz

Im Rahmen der Veranstaltung wurden auch die GewinnerInnen der Clean Energy Challenge mit 452 Projekten von Einreichern aus 52 Ländern bekannt gegeben. Die Projekte und GewinnerInnen sind auf der Website der Konferenz aufgelistet.

Natürlich stand auch die Konferenz "What design can do" selbst im Zeichen der Nachhaltigkeit, z.B. in Bezug auf Energieverbrauch und Catering. Der Leiter dieser Herausforderung, Dagan Cohen, hat auch ein weiteres großes Projekt durchgeführt - die Datenerfassung des CO2-Fußabdrucks des gesamten Festivals. Gemessen wurden die Mobilität, die Sanitärversorgung und der Konsum von Speisen und Getränken der Teilnehmer sowie der Energieverbrauch der Konferenz. 198.378 kg CO2 müssen durch 9.017 Bäume kompensiert werden, die in Mexiko gepflanzt werden sollen.

Liebe OrganisatorInnen, bitte lädt weiterhin so großartige Menschen ein, die die Welt durch Design verändern wollen! Ich freue mich darauf, Ende dieses Jahres an der nächsten Konferenz "What design can do" in Amsterdam teilzunehmen.

Literatur zum Themen Design-Aktivismus erhalten Sie im Online-Shop "What design can do".