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Abenteuer Helsinki: Mut, Mobilität, Mehrwert

Elena Loigge, 06. Februar 2026

Elena Loigge verbrachte das 5. Semester des Bachelorstudiums Wirtschaftsinformatik an der Metropolia University of Applied Sciences in Helsinki, Finnland und berichtet von ihren Erfahrungen.

Ich durfte von 13. August bis 19. Dezember 2025 im Rahmen meines Auslandssemesters an der Metropolia University of Applied Sciences in Helsinki, Finnland studieren. Ich bin bewusst alleine angereist – ohne bereits bekannte Personen vor Ort. Um gut anzukommen, bin ich eine Woche früher angereist und habe meinen Aufenthalt um eine weitere Woche verlängert, um noch einige Städtetrips zu unternehmen.

Der Hauptgrund für mein Auslandssemester war meine Neugier auf ein neues Land und dessen Kultur sowie der Wunsch nach persönlicher Weiterentwicklung. Ich wollte mutiger und offener werden, meine Englischkenntnisse verbessern, neue Lebensweisen kennenlernen und die Möglichkeit nutzen, während dieser Zeit viel zu reisen. Finnland hat mich besonders durch seine moderne Gesellschaft, das innovative Bildungssystem und die beeindruckende Natur angesprochen.

Das Studium im Bereich ICT an der Metropolia UAS war für mich sehr spannend und lehrreich. Der Fokus lag stark auf projektbasiertem Arbeiten und einem praxisnahen Zugang. Besonders positiv habe ich die Lehrhaltung erlebt: Statt Leistungsdruck stand eine motivierende, unterstützende Lernumgebung im Vordergrund. Hervorheben möchte ich auch das ausgezeichnete Tutoring-System. Mit über 150 Tutor:innen wurden wir Austauschstudierenden vom ersten Tag an begleitet – von der Ankunft bis zum Semesterende. Zudem herrscht ein sehr respektvoller und lockerer Umgang miteinander, der  zu einer offenen und angenehmen Lernatmosphäre beiträgt.

Ein prägendes Element der finnischen Studierendenkultur sind die farbigen Overalls, die je nach Studiengang variieren und bei nahezu allen studentischen Veranstaltungen getragen werden. Dazu gehört auch das Sammeln und Aufnähen von Patches, die man bei Events, in Cafés, Restaurants oder auf Reisen erhält. Diese Tradition schafft ein starkes Gemeinschaftsgefühl und macht Studierende auch im Stadtbild gut erkennbar. Gleichzeitig entsteht ein sehr persönliches Erinnerungsstück, da jeder Patch eine eigene Geschichte erzählt.

Neben dem Studium habe ich die Zeit intensiv genutzt, um den Norden Europas zu erkunden. Ich konnte nicht nur Finnland, sondern auch Norwegen, Schweden und Estland bereisen und zahlreiche Eindrücke sammeln, die mir noch lange in Erinnerung bleiben werden. Ein absolutes Highlight meines Auslandssemesters war ein Trip nach Lappland. Die rund 24-stündige Busfahrt pro Strecke war zwar lang, hat sich aber mehr als gelohnt. Dort durfte ich eine Husky-Schlittenfahrt bei Sonnenuntergang erleben – ein Ausflug, der für mich unvergesslich bleibt. Zusätzlich konnten wir Nordlichter beobachten, eine Snowmobile-Tour machen, Rentiere füttern und streicheln, Schneeschuhwandern, Eisfischen und das Santa Claus Village besuchen.

Elena (2. in der zweiten Reihe von hinten rechts) und internationale Studienkolleg:innen

Wanderung zum Kvalvika Beach Strand auf den Lofoten (Norwegen)

Nordlichter

Santa Claus Village in Rovaniemi

Tagesausflug nach Tallinn

Elena glücklich im Schnee

Mein Tipp

Nehmt an allen Willkommens- und Kennenlernveranstaltungen teil, auch wenn es anfangs Überwindung kostet. Gerade dort entstehen die ersten Freundschaften. Die Menschen, die ich zu Beginn kennengelernt habe, haben mich durch mein gesamtes Auslandssemester begleitet. Außerdem empfehle ich, sich möglichst früh um eine Unterkunft zu kümmern. Für Helsinki ist die Organisation HOAS sehr empfehlenswert – die verfügbaren Plätze sind jedoch schnell vergeben.

Rückblickend war mein Auslandssemester in Finnland eine unglaublich bereichernde Erfahrung – sowohl fachlich als auch persönlich. Diese Entscheidung würde ich jederzeit wieder treffen und kann allen Studierenden nur empfehlen, den Schritt ins Auslandssemester zu wagen.

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