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Felix studiert Elektronik und Computer Engineering: Vom Lokführer zum Ingenieur

Sophie Kappel, 09. März 2026

Felix Feistritzer studiert Elektronik und Computer Engineering im sechsten Semester an der FH JOANNEUM in Graz. Fast fünf Jahre fuhr er Züge für die ÖBB – bis ihn ein Freund mit Erzählungen über Projekte, Labore und ein selbstgebautes Auto so sehr begeisterte, dass er den Schritt ins Studium wagte. Im Interview erzählt er, warum Praxis für ihn keine Ergänzung zur Theorie ist, sondern der eigentliche Kern des Lernens.

Ein Freund, eine Geschichte, eine Entscheidung

Felix war schon immer technikbegeistert. Den Weg ins Studium fand er schließlich durch Menschen, die ihn inspirierten. Ein Freund studierte Elektronik und Computer Engineering und erzählte ihm immer wieder von seinen Projekten. „Ich hab mir dann immer gedacht: Das ist richtig cool, das würde ich auch gern machen.” Irgendwann wurde aus dem Gedanken Ernst.

Die Entscheidung für die FH JOANNEUM fiel ihm leicht. Der Praxisbezug war das ausschlaggebende Argument: „Mit dem rein Wissenschaftlichen tue ich mir ein bisschen schwer. Aber zu verstehen, wie etwas funktioniert – das hat mich schon immer fasziniert.” Felix besuchte das Bundesrealgymnasium Kepler in Graz mit IT-Schwerpunkt – und startete damit gut vorbereitet ins Studium. Wer keinen technischen Schulhintergrund mitbringt, muss sich keine Gedanken machen: „Im ersten Semester werden alle dort abgeholt, wo sie stehen.”

Wenn das Auto erst geradeaus in die Wand fährt

Das Projekt, das Felix am meisten in Erinnerung geblieben ist: „Crazy Car” im dritten Semester – ein selbstgebautes, selbstprogrammiertes, autonom fahrendes Auto, das am Ende eines Semesters ein Rennen fährt. „Man braucht zwei Monate, bis überhaupt irgendwas fährt – und dann fährt es nur geradeaus in die Wand.” Er lacht. „Einen Monat vor dem Rennen schafft man die erste Kurve, dann die zweite.”

Die letzten Wochen vor dem Renntag verbrachte das Team gemeinsam tüftelnd und optimierend. Das Ergebnis: der dritte Platz – vor der Konkurrenz von der HTL. „Man baut es wirklich von Grund auf selbst, programmiert es – und dann fährt es zum Schluss. Das ist ein unglaublich cooles Gefühl.” Genau das beschreibt, was Felix am Studium schätzt: „Alles, was man im Hörsaal lernt, wendet man im Labor auch praktisch an. Nur in der Theorie zu bleiben – das wäre mir zu wenig.”

Eine Gemeinschaft, die trägt

Was Felix neben den Projekten besonders bestärkt hat, ist der Zusammenhalt im Jahrgang. „Wir sind wie eine Klasse. Man trifft jeden Tag die gleichen Leute, sitzt zusammen im Labor, geht durch die gleichen herausfordernden Phasen.” Die Lehrenden sind direkt erreichbar und immer ansprechbar. „Man kann einfach kurz vorbeikommen, nachfragen, und auch persönlich gut reden.”

Die Zukunft: Technik und Eisenbahn

Nach dem Bachelor plant Felix den Master an der FH JOANNEUM. Seine Idee: das, was er als Lokführer gelernt hat, mit dem verbinden, was er als Ingenieur können wird. Die Eisenbahn ist eine wachsende Branche – und er möchte aktiv an ihrer technischen Entwicklung mitarbeiten. „Man lernt im Studium ja nicht nur Technik. Auch Soft Skills, den Umgang mit Menschen, Projekte – es gehört viel mehr dazu.” Für Felix ist genau das die Stärke seines Studiums – und der Grund, warum er diesen Weg gehen wollte.

Mehr Geschichten aus dem Studienalltag

In unserem Blog teilen Studierende ihre Erfahrungen an der FH JOANNEUM – authentisch und praxisnah. Von Projektarbeiten über Auslandsaufenthalte bis zum Campusleben. Du möchtest noch mehr über das Leben an der FH JOANNEUM erfahren? Hier findest du weitere inspirierende Beiträge aus der Reihe:

➡️Anika studiert Industrial Management

➡️ Selina und Valerie studieren Design

➡️ Natalia studiert IT-Recht und Management

➡️Elektronik und Computer Engineering: Alle Infos zum Studiengang

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