Erfahrungsbericht: California Lutheran University
Durch die Unterstützung des Betreuers meiner Masterarbeit FH-Prof. Dipl.-Ing. Werner Fritz sowie des International Office der FH JOANNEUM Graz und der Austrian Marshall Plan Foundation hatte ich die Möglichkeit vom 24. April 2025 bis 24. Juli 2025 drei Monate als Visiting Scholar an der California Lutheran University in Thousand Oaks, Kalifornien, zu verbringen. Der Titel meiner Masterarbeit ist: “Disruption in Finance through Blockchain Startups: A Comparative Analysis of Technological, Financial and Strategic Factors in Austria and California”.
Ich wohnte am Campus der CLU, was es mir ermöglichte, das Universitätsleben in seiner Gesamtheit zu erfahren und Teil des täglichen Rhythmus akademischer und sozialer Aktivitäten zu sein. Die unmittelbare Nähe zu Lehrenden, Studierenden und Veranstaltungen bot eine ideale Umgebung sowohl für meine Forschung als auch für meine persönliche Weiterentwicklung und legte die Grundlage für einen unvergesslichen und äußerst wertvollen Forschungsaufenthalt im Ausland.
Allgemeiner Eindruck meines Forschungsaufenthaltes im Ausland
Mein dreimonatiger Forschungsaufenthalt an der California Lutheran University war sowohl akademisch produktiv als auch persönlich bereichernd. Ich erlebte ein offenes und kooperatives Umfeld, das Neugier und den Austausch von Ideen förderte und mir gleichzeitig die notwendige Struktur und die Ressourcen bot, um meine Masterarbeit voranzutreiben. Über die Forschung hinaus erhielt ich wertvolle Einblicke in das akademische Leben und die Unternehmenskultur der USA, insbesondere im kalifornischen Kontext, was meine bisherigen Studien in Österreich hervorragend ergänzte. Besonders prägend war die Möglichkeit, Beziehungen innerhalb der vielfältigen Campusgemeinschaft aufzubauen. Der Austausch mit Studierenden, Lehrenden und Mitarbeitenden vermittelte mir Einblicke in die Kultur sowohl der California Lutheran University als auch Kaliforniens insgesamt, während die Teilnahme an universitären Veranstaltungen und Aktivitäten mir half, mich vollständig in das Campusleben zu integrieren.
Qualität der Gastinstitution
Die California Lutheran University bietet ein starkes akademisches Umfeld, insbesondere durch die School of Management. Die Universität verbindet theoretisches Studium mit einer praxisorientierten Ausrichtung auf Innovation und Unternehmertum, was meine Forschung in hohem Maße unterstützte. Die Infrastruktur und die Ressourcen für Gastwissenschaftler:innen waren ausgezeichnet, von Datenbank- und Forschungsmaterialzugang bis hin zu gut organisierten Veranstaltungen, die den Austausch mit Lehrenden und Studierenden förderten. Besonders schätzte ich den internationalen Fokus der Universität, der eine offene und einladende Atmosphäre für Forschende aus dem Ausland wie mich schuf. Darüber hinaus boten die außercurricularen Angebote der Universität, von akademischen Banketten bis zu kulturellen Ausflügen, Raum sowohl für berufliches Networking als auch für persönliche Weiterentwicklung.
Kontakte innerhalb der Gastinstitution und Integration in die Organisation
Ich hatte das große Glück, Unterstützung und Einbindung durch mehrere zentrale Mitglieder der Universität zu erfahren. Dean Gerhard Apfelthaler vermittelte mir sowohl akademische als auch strategische Einblicke in meine Forschung, insbesondere zu den vergleichenden Aspekten des Startup-Ökosystems in Österreich und Kalifornien. Michael Panesis, Executive Director des Steven Dorfman Center for Innovation and Entrepreneurship, teilte wertvolle Perspektiven aus dem unternehmerischen Umfeld und half mir, Kontakte zu Branchenvertreter:innen herzustellen. Meine betreuende Professorin and der VLU, Carmina Bech-Segarra, unterstützte mich während meines gesamten Aufenthaltes und stellte sicher, dass ich gut in das akademische Umfeld integriert und mit der Universitätsgemeinschaft verbunden blieb. Darüber hinaus halfen mir diese Professor:innen und Mitarbeitenden, Kontakte zu Blockchain-Startups und Unternehmen zu knüpfen, was mir ermöglichte, eine Reihe von Interviews zu führen, welche die Grundlage meiner Masterarbeit bildeten. Die erlebte Integration ging weit über die Forschung hinaus. Ich wurde zum School of Management Graduation Banquet eingeladen, nahm an der Global Engagement Exkursion nach Solvang teil und spielte regelmäßig Basketball mit Studierenden und Einheimischen – all das stärkte mein Zugehörigkeitsgefühl zur CLU.
Empfehlungen für zukünftige Marshall-Plan-Stipendiat:innen
Zukünftige Marshall-Plan-Stipendiat:innen sollten das breite Netzwerk und die offene Kommunikationskultur an der CLU aktiv nutzen. Es lohnt sich, gezielt auf Professor:innen und Mitarbeiter:innen zuzugehen, da die Universitätsgemeinschaft Gastwissenschaftler:innen sehr unterstützt. Ebenso wertvoll ist die Teilnahme an außercurricularen Aktivitäten und Veranstaltungen, da diese kulturellen Austausch ermöglichen und helfen, ein soziales Netzwerk jenseits des Forschungsumfelds aufzubauen. Gespräche mit Mitstudierenden entwickelten sich oft zu informellen kulturellen Austauschen, bei denen ich österreichische Traditionen, den Alltag und regionale Unterschiede vorstellen konnte, während ich gleichzeitig mehr über die US-amerikanische und kalifornische Kultur lernte. Ich empfehle außerdem, die Nähe zum regionalen Startup-Ökosystem Südkaliforniens zu nutzen, das einzigartige Einblicke in die Schnittstellen von Technologie, Finanzen und Unternehmertum bietet. Schließlich kann es für jene, die während der Sommermonate an der CLU sind, hilfreich sein, proaktiv soziale Aktivitäten zu suchen, da das Campusleben während der Sommerpause ruhiger wird.