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IT+ Coding Week 2026

an der FH JOANNEUM in Graz und Kapfenberg
IT+ Coding Week an der FH JOANNEUM 2026

Im Rahmen der sommerlichen IT+ Coding Week an der FH JOANNEUM konnten Kinder auch in diesem Jahr mehrere Tage lang in die Welt des Programmierens, der Technik und der digitalen Kreativität eintauchen. Das Programm fand in Graz und Kapfenberg statt und richtete sich an Kinder im Alter von etwa 10 bis 14 Jahren.

Während der Woche lernten die Teilnehmenden den micro:bit kennen, schrieben ihre ersten Programme, experimentierten mit Sensoren, beschäftigten sich mit Netzwerkgrundlagen und entwickelten eigene Mini-Games in MakeCode Arcade. Im Mittelpunkt stand dabei eine einfache Idee: Programmieren bedeutet Kreativität, Experimentieren, Teamarbeit und die Möglichkeit, die Ergebnisse der eigenen Ideen schnell sichtbar zu machen.

In Graz und Kapfenberg konnte sich die Reihenfolge einzelner Programmpunkte leicht unterscheiden, die zentralen Themen blieben jedoch gleich. Jeder Tag verband praktische Arbeit am Computer mit spielerischen Aufgaben, aktiven Pausen im Freien und einer gemeinsamen Mittagspause. Auch die Pausenspiele griffen zentrale Kompetenzen wie Logik, Aufmerksamkeit, Teamarbeit und algorithmisches Denken auf.

 

IT+ Coding Week Tag 1: Erste Schritte mit dem micro:bit

Der erste Tag stand ganz im Zeichen des Kennenlernens des micro:bit. Die Teilnehmenden erfuhren, was dieser kleine Computer kann, welche Tasten, LEDs, Sensoren und Anschlüsse er besitzt und welche Möglichkeiten er für kleine interaktive Projekte bietet.

Nach einer kurzen Einführung ging es direkt in die Praxis. Die Kinder schrieben ihre ersten Programme, ließen Namen, Alter, Symbole und Zahlen am LED-Display erscheinen, steuerten die LED-Matrix und ergänzten einfache Sounds. Bereits in den ersten Stunden entstanden erste eigene Projekte, zum Beispiel ein Kompass oder ein digitaler Würfel. Diese kleinen Programme entwickelten die Kinder selbstständig weiter und ergänzten sie Schritt für Schritt mit eigenen Ideen.

Besonders gut kam die Arbeit mit dem micro:bit im Team an. Die Kinder übertrugen reale Gegenstände und Spielideen in die digitale Welt, entwickelten einfache interaktive Spiele, nutzten Tasten und Sensoren und probierten auch die Kommunikation zwischen mehreren micro:bits über Funk aus. So wurde schnell sichtbar, dass schon wenige Befehle zu einem greifbaren Ergebnis führen können.

 

 

Photo: (c) FH JOANNEUM

IT+ Coding Week 2026 an der FH JOANNEUM

IT+ Coding Week Tag 2: Sensoren, Pflanzen und Messwerte

Am zweiten Tag tauchten die Teilnehmenden tiefer in das Thema Sensoren und Messwerte mit dem micro:bit ein. Im Mittelpunkt standen einfache Experimente mit der Umgebung. Eines der Hauptprojekte war der „Pflanzen-Retter“, ein kleiner Feuchtigkeitssensor für Erde.

Mit micro:bit, zwei Nägeln und Krokodilklemmen untersuchten die Kinder, wie gut Erde ein elektrisches Signal leitet. Dabei wurde deutlich, dass feuchte und trockene Erde unterschiedliche Messwerte liefern können. Bei ausreichend feuchter Erde zeigte der micro:bit ein fröhliches Gesicht, bei trockener Erde ein trauriges.

Während der Arbeit lernten die Kinder den Unterschied zwischen digitalen und analogen Werten kennen. Sie sahen, dass ein digitales Signal nur ein- oder ausgeschaltet sein kann, während ein analoger Wert viele Abstufungen annehmen kann, zum Beispiel von 0 bis 1023.

Neben dem Pflanzenprojekt probierten die Teilnehmenden weitere Ideen aus: Lichtmessung, Nachtlicht, Kompass und kleine Projekte mit Funksignalen. So wurde klar, dass der micro:bit nicht nur Bilder anzeigen kann, sondern auch misst, reagiert und Informationen überträgt.

 

 

IT+ Coding Week 2026 an der FH JOANNEUM in Graz und Kapfenberg

IT+ Coding Week 2026 an der FH JOANNEUM. (c) FH JOANNEUM

IT+ Coding Week 2026 an der FH JOANNEUM in Graz und Kapfenberg

IT+ Coding Week 2026 an der FH JOANNEUM. (c) FH JOANNEUM

Tag 3: Jeder hat eine Rolle im Netzwerk

Am dritten Tag legten die Teilnehmenden die Computer kurz zur Seite und beschäftigten sich damit, wie Computer miteinander kommunizieren. Im Spiel „Jeder hat eine Rolle im Netzwerk“ übernahm jedes Kind eine Rolle im Computernetzwerk: Netzwerkkarte, Switch beziehungsweise Brücke oder Router beziehungsweise Vermittler.

Die Kinder arbeiteten mit Netzwerkgruppen, Symbolen, Informationskarten und Umschlägen. Dabei lernten sie, Nachrichten korrekt zu adressieren: Netzwerkkarten erkennen sich über Symbole, und die Empfängerin oder der Empfänger vergleicht das eigene Symbol mit dem Adressfeld auf dem Umschlag. Stimmen die Symbole überein, ist die Nachricht angekommen.

Später wurde das Spiel erweitert: Nachrichten wurden nicht mehr nur innerhalb einer Gruppe, sondern auch zwischen verschiedenen Netzwerken verschickt. Dafür kamen Vermittler beziehungsweise Router zum Einsatz, die die Gruppen verbinden und Nachrichten weiterleiten. Ein besonderer spielerischer Bestandteil war der „Zuckerlserver“: Richtig adressierte Anfragen wurden dort mit einer Antwort in Form von Süßigkeiten belohnt.

So erlebten die Kinder praktisch, dass ein Netzwerk aus verschiedenen Geräten besteht, die jeweils eine eigene Aufgabe haben: senden und empfangen, Geräte innerhalb eines Netzwerks verbinden oder Nachrichten zwischen Netzwerken weiterleiten.

IT+ Coding Week 2026 an der FH JOANNEUM in Graz und Kapfenberg

IT+ Coding Week 2026 an der FH JOANNEUM. (c) FH JOANNEUM

IT+ Coding Week 2026 an der FH JOANNEUM in Graz und Kapfenberg

IT+ Coding Week 2026 an der FH JOANNEUM. (c) FH JOANNEUM

Tag 4: MakeCode Arcade und erste eigene Spiele

Am vierten Tag wechselten die Teilnehmenden zu MakeCode Arcade und begannen, eigene Spielobjekte zu erstellen. Zunächst zeichneten sie Bilder mit Code: aus Rechtecken, Linien und einzelnen Pixeln. Dabei lernten sie das Koordinatensystem kennen und sahen, wie Zahlenwerte im Code zu sichtbaren Bildern am Bildschirm werden.

So entstanden erste Figuren und Charaktere wie Quadrat, Blume, Creeper und weitere Objekte. Die Kinder verstanden, dass ein Bild in einem Spiel aus Pixeln besteht und dass jedes Objekt Schritt für Schritt aufgebaut werden kann: zuerst als Bild, dann als Sprite und schließlich als Element auf dem Bildschirm.

Anschließend entwickelten die Teilnehmenden ein eigenes Spiel im Stil eines Catcher-Games. Die Spielerin oder der Spieler steuert eine Plattform und versucht, fallende Objekte aufzufangen. Wird ein Objekt gefangen, gibt es einen Punkt; fällt es nach unten, geht ein Leben verloren.

Dabei lernten die Kinder zentrale Mechaniken der Spieleentwicklung kennen: Steuerung, Koordinaten, Kollisionen, Punktestand, Leben und Objektgeschwindigkeit. Schon am Ende des Tages waren viele Mini-Games spielbar und konnten getestet und verbessert werden.

Photo: (c) FH JOANNEUM

IT+ Coding Week 2026 an der FH JOANNEUM

IT+ Coding Week Tag 5: Spielverbesserungen, Kreativität und Abschluss

Am letzten Tag verbesserten die Kinder ihre Projekte weiter. Sie ergänzten neue Elemente wie schlechte Objekte, Beschleunigung, zusätzliche Regeln sowie eigene Bilder und Animationen über Assets.

Im Catcher-Spiel brachten gute Objekte Punkte, schlechte Objekte kosteten Leben und mit der Zeit wurde das Spiel schneller und schwieriger. Einige Teilnehmende gestalteten eigene Bilder, Hintergründe, Luftballons, Geburtstags-Elemente und kleine Animationen.

Der Abschlusstag stand nicht nur im Zeichen des Programmierens, sondern auch der Präsentation. Die Kinder konnten ihre Projekte zeigen, erklären, wie ihr Spiel funktioniert, welche Regeln sie eingebaut haben und worauf sie besonders stolz waren.

Zum Abschluss erhielten die Teilnehmenden ihre Urkunden und machten ein gemeinsames Foto. Damit ging die Coding Week mit vielen Spielen, Ergebnissen und neuen Ideen zu Ende.

Photo: (c) FH JOANNEUM

IT+ Coding Week 2026 an der FH JOANNEUM

Fazit und Ausblick

Die IT+ Coding Week 2026 an der FH JOANNEUM war eine abwechslungsreiche Woche, in der die Kinder nicht nur programmierten, sondern auch experimentierten, im Team arbeiteten und kreative Lösungen entwickelten.

Innerhalb weniger Tage lernten die Teilnehmenden den micro:bit, Sensoren, Netzwerkgrundlagen und die Entwicklung eigener Spiele in MakeCode Arcade kennen. Sie erlebten, wie aus einer einfachen Idee Schritt für Schritt ein kleines eigenes Projekt entstehen kann: von der ersten Codezeile bis zum Spiel mit Regeln, Figuren, Punkten und Animationen.

Besonders schön war zu sehen, wie schnell die Kinder begannen, Projekte an ihre eigenen Ideen anzupassen: Sie erfanden eigene Objekte, verbesserten ihre Spiele und experimentierten mit neuen Funktionen.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Teilnehmenden, Helfer:innen und Organisator:innen für diese aktive und kreative Woche. Wir freuen uns schon auf die nächste Coding Week.

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