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James Dyson Austria Award 2025

Foto: FH JOANNEUM / Industrial Design

Eva Steinz, Masterstudierende am Institut Industrial Design der FH JOANNEM, ist die Gewinnerin des nationalen James Dyson Award 2025. Sie überzeugte die Jury mit ihrem Konzept einer multifunktionalen Schwimmweste. Der zweite Platz ging ebenso an das Institut: Bachelorstudierende Metka Antolic sicherte sich mit dem Konzept eines modularen Arbeitstisches für die pflanzenbasierte Ernährungslehre die begehrte Auszeichnung.

Eva Steinz will mit ihrem Designkonzept Vitapack, so der Name der Schwimmweste, Flüchtenden eine sicherere Reise ermöglichen – unabhängig von Geschlecht und Alter. Warum sich die Jungdesignerin mit dem Thema beschäftigt hat: „Seit ich mich erinnern kann, gehören Nachrichten über Migranten, die auf See ertrinken, zum Alltag. Während ich über den Tod dieser Menschen erschüttert war, hatten andere Angst davor, dass sie tatsächlich die andere Seite des Meeres erreichen könnten. Aber für mich geht es hier nicht um Politik, sondern darum, Leben zu retten. Meine Forschung konzentrierte sich auf die gefährlichsten Abschnitte der Migrationsroute. Mehr als die Hälfte der Menschen, die ums Leben kommen, ertrinken, andere werden Opfer von Gewalt, Unfällen, Erschöpfung, Krankheit oder rauen Umweltbedingungen. Mit meinem Entwurf habe ich versucht, so viele dieser Probleme wie möglich anzugehen und dabei die Erschwinglichkeit in den Vordergrund zu stellen, damit NGOs diese Westen zu niedrigen Kosten verteilen können”, so Eva Steinz.

Vitapack kommt ohne komplizierte Technik aus und ist individuell anpassbar. Zusätzlich enthält die Schwimmweste eine Notration an Nahrung, Kohletabletten und ein Erste-Hilfe-Set.

Metka Antolic hat mit ihrer Bachelorarbeit Sprout einen modularen Pflanztisch für den Schulunterricht entworfen. Der Tisch soll die Ernährungserziehung durch einfache Lebensmittelherstellungsprozesse bereichern: Durch die Beobachtung natürlicher Phänomene und die Interaktion mit Zutaten schaffen die Schulkinder positive Erinnerungen und bauen Selbstvertrauen und Bewusstsein auf.
Über ihre Motivation sagt Metka Antolic: „Als ich Schulen in ganz Deutschland besuchte, stellte ich fest, dass viele Kinder nicht wussten, dass Pommes frites aus Kartoffeln hergestellt werden. Da die Verbindung zur Natur zunehmend vernachlässigt wird, sah ich darin eine Chance. Kinder sind neugierig und wissbegierig, deshalb wollte ich sie für die natürlichen Phänomene der Lebensmittelproduktion begeistern. Mein Ziel war es, sie zum Staunen anzuregen, Fragen zu stellen und eine positive Beziehung zu Lebensmitteln aufzubauen.”

Beide Gewinnerinnen nehmen nun an der internationalen Entscheidung um den James Dyson Award teil.

Wir gratulieren den beiden Designerinnen herzlich! 

Der James Dyson Award ist ein internationaler Designpreis, der die nächste Generation von Fachleuten in Designtechnik prämiert, ermutigt und inspiriert. Er steht derzeitigen und ehemaligen Studierenden der Fachrichtung Design offen und wird von der James Dyson Foundation durchgeführt, der gemeinnützigen Stiftung von James Dyson, und ist Teil der Mission, junge Menschen für Design und Technik zu begeistern.

Modularer Pflanztisch Sprout. Foto: FH JOANNEUM / Industrial Design

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