Bei ihrem Treffen im Seepark Wörthersee Resort zogen Ada Pellert, Vorsitzende der Kärntner Hochschulkonferenz und Rektorin der Universität Klagenfurt, sowie Corinna Engelhardt-Nowitzki, Vorsitzende der Steirischen Hochschulkonferenz und Rektorin (FH) der FH JOANNEUM, Resümee über die bisherigen Fortschritte und berieten die nächsten gemeinsamen Schritte.
Die Sitzung knüpfte unmittelbar an das Treffen vom März 2026 an. Damals hatten die Hochschulen die Bedeutung einer nachhaltigen Hochschulfinanzierung hervorgehoben und sich dafür ausgesprochen, Forschung, Lehre und Innovation in der Region gezielt auszubauen. Die nun vertieften Themenfelder sollen die vorhandenen Kompetenzen der beteiligten Institutionen noch stärker miteinander verbinden und neue hochschulübergreifende Initiativen ermöglichen.
Ein Schwerpunkt lag auf den neuen Gesundheitsberufen und den damit verbundenen Anforderungen an Ausbildung, Forschung und Versorgung. Die Hochschulen wollen ihre unterschiedlichen fachlichen Stärken bündeln, um auf den wachsenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften und auf die Veränderungen im Gesundheitswesen koordiniert reagieren zu können.
Auch in den Bereichen Green Tech und Nachhaltigkeit soll die Zusammenarbeit weiter intensiviert werden. Die Hochschulen verstehen sich dabei als zentrale Partnerinnen für die ökologische und technologische Transformation der Region. Durch gemeinsame Forschungs- und Bildungsaktivitäten sollen wissenschaftliche Erkenntnisse rascher in Wirtschaft und Gesellschaft wirksam werden.
Als weiteren Schritt wurde die Möglichkeit einer abgestimmten Öffentlichkeitsarbeit beraten.
Darüber hinaus tauschten sich die Hochschulen über Aktivitäten in den Bereichen Start-ups und Entrepreneurship aus. Bestehende Angebote und Netzwerke sollen stärker miteinander verbunden werden, um Studierende und Forschende bei der Entwicklung innovativer Ideen, bei Spin-offs und beim Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis bestmöglich zu unterstützen. Hier wurden die steirischen Aktivitäten gebündelt. Im nächsten Schritt sollen die Kärntner Initiativen verknüpft werden.
Auch Corinna Engelhardt-Nowitzki unterstrich beim Treffen der 13 Hochschulen die Bedeutung der länderübergreifenden Zusammenarbeit: „Die Steiermark und Kärnten verbindet bereits eine gute Zusammenarbeit auf Hochschulebene. Mit der Koralmbahn sind unsere Regionen noch näher zusammengerückt – das schafft zusätzliche Möglichkeiten für den Austausch zwischen unseren Hochschulen und insbesondere für unsere Studierenden. Diesen Schwung wollen wir nutzen, um bestehende Kooperationen weiterzuentwickeln und gemeinsame Themen wie Green Tech, Nachhaltigkeit sowie Start-ups und Entrepreneurship voranzubringen.“
Mit der Fortführung ihres regelmäßigen Austauschs bekräftigen die Kärntner und die Steirische Hochschulkonferenz ihr gemeinsames Ziel: Ressourcen und Kompetenzen zu bündeln, Synergien zu nutzen und den Süden Österreichs als international sichtbaren Bildungs-, Wissenschafts- und Innovationsraum nachhaltig zu stärken.
Starke Hochschulen, starke Regionen
Der Kärntner Hochschulkonferenz gehören die Universität Klagenfurt, die Carinthia University of Applied Sciences | CU Hochschule Kärnten, die Pädagogische Hochschule Kärnten – Viktor Frankl Hochschule und die Gustav Mahler Privatuniversität für Musik an.
In der Steirischen Hochschulkonferenz sind die Universität Graz, die Technische Universität Graz, die Medizinische Universität Graz, die Montanuniversität Leoben, die Universität für Musik und darstellende Kunst Graz, die FH JOANNEUM, die FH CAMPUS 02, die Pädagogische Hochschule Steiermark und die Private Pädagogische Hochschule Augustinum vertreten.