Um diese Studierenden angemessen zu unterstützen, benötigen Lehrkräfte spezifische Kompetenzen. Genau hier setzt das Erasmus+ Projekt STEP (Supporting Trauma-Informed Teaching in Higher Education) an. Ziel des zweijährigen Projektes ist es, die Kompetenzen der Lehrkräfte im Umgang mit traumainformierten Ansätzen zu stärken und die Einführung traumainformierter Lehrmethoden zu fördern, damit die Lernumgebung für alle Studierenden psychologisch sicher und wirklich inklusiv wird.
Das Projekt wurde durch die im Rahmen der EU4Dual-Hochschulallianz entstandenen Netzwerke und ersten fachlichen Austauschprozesse initiiert und vereint 20 Expert:innen für Trauma, psychische Gesundheit und Pädagogik aus fünf europäischen Organisationen:
- Savonia University of Applied Sciences (SUAS; Finnland),
- Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW; Deutschland),
- FH JOANNEUM (Österreich),
- Institute for Migration Research (Kroatien)
- Khmelnytskyi National University (Ukraine).
Den Auftakt des Projekts bildete ein gemeinsames Kick-off-Meeting am 30. und 31. Oktober an der Savonia University of Applied Sciences (SUAS) in Kuopio, bei dem die FH JOANNEUM durch Sabine Hötzl und Elena Stuhlpfarrer, Hochschullektorinnen am Institut für Soziale Arbeit vertreten war. Bei diesem Meeting hatte das Projektteam Gelegenheit sich kennen zu lernen und die nächsten Schritte zu planen.
Geplante Maßnahmen und Ergebnisse
Die Projektaktivitäten beginnen mit einer Bestandsaufnahme der bestehenden Forschung sowie einer quantitativen Umfrage in allen fünf Partnerländern. Auf dieser Grundlage wird ein Train-the-Trainer-Programm entwickelt, das einen Lehrplan, einen Leitfaden und frei zugängliche Lernmaterialien beinhaltet. Durch die nachhaltige Verankerung traumainformierter Prinzipien in den Strukturen der Hochschulen und der Lehrendenausbildung soll das Wohlbefinden der Studierenden gestärkt, Inklusion gefördert und langfristig die europäische Bildungspolitik beeinflusst werden. Ein solcher Ansatz erhöht die psychologische Sicherheit im Lernumfeld und unterstützt insbesondere den akademischen Erfolg von Studierenden mit Migrations- oder Fluchterfahrung.