Geleitet wird das Projekt CROSSRISK, das von 1. Juni 2018 bis 31. Mai 2021 läuft, von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Partner sind die Länder Steiermark und Kärnten, die FH JOANNEUM, die Slowenische Akademie der Wissenschaften, die Universität Maribor und Sloweniens Ministerium für Umwelt und Raumplanung. Fördergeber ist das EU-Programm Interreg Slowenien-Österreich.
Verbesserung der Radarmesstechnik
Ein Ziel des Forschungsvorhabens ist die Verbesserung der Radarmesstechnik hinsichtlich Sicherheit der Datenübertragung, Kompaktheit und Zuverlässigkeit des Geräts sowie der Stromversorgung. Hierfür wurden bereits neue Ansätze implementiert, wie etwa die Datenübertragung via Mobilfunk ins Internet und von dort direkt zum Server.
Online-Darstellung der Messdaten
Weitere Ziele sind die Online-Darstellung der Messdaten in Echtzeit und deren Verknüpfung mit anderen, konventionell gewonnenen Messdaten durch die Projektpartner. Die Messdaten werden in Echtzeit vom jeweiligen Aufstellungsort der Geräte geliefert und können so Informationen auch aus exponierten, oftmals nicht zugänglichen oder einsehbaren Lagen (auch direkt aus Lawinenhängen) zur Verfügung stellen. So lassen sich zeitliche Veränderungen der Schneeoberfläche und der internen Schneeschichten auf einzelnen Lawinenhängen gut verfolgen und eine genauere Erhebung der lokalen Schneemengen und Schneestabilität wird möglich.
Aus diesen Daten kann eine Situationsbewertung durch Lawinenkommissionen und Wetterdienste sowie gegebenenfalls eine Vorhersage erfolgen. Das Radarsystem soll effektiv dabei helfen, die potenziellen Schäden einer Lawine möglichst früh abschätzen und eventuelle Schutzmaßnahmen einleiten zu können.