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Projekt

Entangled in Democracy

Über Wandel, Kontrolle und digitale Realitäten – Studierende der Studienrichtung Ausstellungsdesign entwickelten im Zuge des Projekts Entangled in Democracy eine gleichnamige Ausstellung im ESC Medienkunstlabor in Graz.

Das Internet hat grundlegend verändert, wie wir uns vernetzen, kommunizieren und organisieren. Es ermöglicht globale Communitys, beflügelt weltweite Bewegungen wie den Arabischen Frühling, die Klimastreiks, Black Lives Matter oder MeToo – und eröffnet zugleich neue Formen politischer Manipulation und Einflussnahme.
Soziale Medien verfügen heute über enorme Macht in Bezug auf öffentliche Diskurse, Daten und Transparenz. Doch was bedeutet das für die Demokratie?

Während sich unsere digitale soziale Realität rasant weiterentwickelt, verändern sich politische Systeme deutlich langsamer. Halten unsere bestehenden demokratischen Strukturen dieser Dynamik stand – oder ist es an der Zeit, Demokratie, soziale Medien oder beides neu zu denken?
Die Ausstellung Entangled in Democracy widmet sich den drängenden Herausforderungen unserer Gegenwart: dem Verlust einer geteilten Wirklichkeit, der Ungleichverteilung von Macht und Aufmerksamkeit sowie der schleichenden Erosion demokratischer Werte.

Die Ausstellung entstand in Kooperation mit der Forschungsgruppe Complex Social & Computational Systems (CS)² am IDea_Lab der Universität Graz.

Aufbau der Ausstellung

1. Partizipativer Einstieg

Der erste Raum führt in das zentrale Konzept ein, indem er sichtbar macht, wie individuelle Entscheidungen und kollektive Werte durch Daten miteinander verflochten sind. Besucher:innen beeinflussen ein dynamisches Wort-Mosaik und erleben, wie demokratische Begriffe durch Beteiligung wachsen, konkurrieren und sich verändern.

2. Fragmente der Realität

Kleine Vorlieben und alltägliche Gewohnheiten können völlig unterschiedliche Nachrichtenrealitäten erzeugen. Ein großformatiges Bodendiagramm zeigt, wie selbst scheinbar unpolitische Daten radikal personalisierte Informationsströme hervorbringen. Die Besucher:innen betreten fünf voneinander getrennte „Mikro-Welten“, in denen sich gemeinsame Wirklichkeiten auflösen.

3. Ungleichheit der Aufmerksamkeit

Dieser Raum vermittelt eine faktenbasierte Perspektive auf strukturelle Ungleichheiten im digitalen Raum. Eine analoge Stoffinstallation lädt dazu ein, verborgene Daten freizulegen und sichtbar zu machen, wie ungleich Aufmerksamkeit verteilt ist – und was der Gini-Koeffizient über dieses Ungleichgewicht aussagt.

4. Kritische Auseinandersetzung mit Demokratie

Der letzte Raum bildet den dramaturgischen Höhepunkt der Ausstellung. Videos, Fotografien, Texte, Klänge und Stimmen verschmelzen zu einer vielschichtigen, collageartigen Komposition. Diese immersive Umgebung verdichtet die Themen der Ausstellung und lädt dazu ein, eigene Verbindungen innerhalb der dichten audiovisuellen Landschaft herzustellen.

Betreut wurde das Projekt von Anke Strittmatter, Sigrid Bürstmayr, Christoph Neuhold, Lucia Jarosova & Brian Luque Marcos.

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@FH JOANNEUM

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