Ein Freund, eine Geschichte, eine Entscheidung
Felix war schon immer technikbegeistert. Den Weg ins Studium fand er schließlich durch Menschen, die ihn inspirierten. Ein Freund studierte Elektronik und Computer Engineering und erzählte ihm immer wieder von seinen Projekten. „Ich hab mir dann immer gedacht: Das ist richtig cool, das würde ich auch gern machen.” Irgendwann wurde aus dem Gedanken Ernst.
Die Entscheidung für die FH JOANNEUM fiel ihm leicht. Der Praxisbezug war das ausschlaggebende Argument: „Mit dem rein Wissenschaftlichen tue ich mir ein bisschen schwer. Aber zu verstehen, wie etwas funktioniert – das hat mich schon immer fasziniert.” Felix besuchte das Bundesrealgymnasium Kepler in Graz mit IT-Schwerpunkt – und startete damit gut vorbereitet ins Studium. Wer keinen technischen Schulhintergrund mitbringt, muss sich keine Gedanken machen: „Im ersten Semester werden alle dort abgeholt, wo sie stehen.”
Wenn das Auto erst geradeaus in die Wand fährt
Das Projekt, das Felix am meisten in Erinnerung geblieben ist: „Crazy Car” im dritten Semester – ein selbstgebautes, selbstprogrammiertes, autonom fahrendes Auto, das am Ende eines Semesters ein Rennen fährt. „Man braucht zwei Monate, bis überhaupt irgendwas fährt – und dann fährt es nur geradeaus in die Wand.” Er lacht. „Einen Monat vor dem Rennen schafft man die erste Kurve, dann die zweite.”
Die letzten Wochen vor dem Renntag verbrachte das Team gemeinsam tüftelnd und optimierend. Das Ergebnis: der dritte Platz – vor der Konkurrenz von der HTL. „Man baut es wirklich von Grund auf selbst, programmiert es – und dann fährt es zum Schluss. Das ist ein unglaublich cooles Gefühl.” Genau das beschreibt, was Felix am Studium schätzt: „Alles, was man im Hörsaal lernt, wendet man im Labor auch praktisch an. Nur in der Theorie zu bleiben – das wäre mir zu wenig.”