Vom sozialwissenschaftlichen Gymnasium in die Energietechnologien
Nach ihrem Bachelor in Energie- und Ressourcenmanagement wollte Jana mehr: technischer werden, näher an der Praxis arbeiten und das Gefühl haben, an einer nachhaltigen Transformation mitwirken zu können. „Ich wollte etwas, das sich wirklich sinnstiftend anfühlt“, erklärt sie. Der Masterstudiengang Energy Technologies an der FH JOANNEUM hat inhaltlich genau gepasst – und dass sie in Graz wohnen und nach Kapfenberg pendeln kann, war dabei ein zusätzliches Argument.
Von der Wirtschaft in die Technik – mit Rückenwind
Wer mit einem wirtschaftlich orientierten Bachelor in einen technischen Masterstudiengang einsteigt, hat manchmal anfänglich Respekt davor. Jana auch. Doch die FH JOANNEUM hat vorgebaut: Noch vor Studienbeginn schickten ihr die Lehrenden Unterlagen aus dem Bachelor, damit sie sich einlesen konnte. „Ich bin die Folien durchgegangen und habe gemerkt: Das kommt mir doch alles bekannt vor.“
Besonders geprägt hat sie ein Projekt aus dem ersten Semester, bei dem die Gruppe ein fiktives Energiekonzept für eine Stadt unter realen Szenarien entwickeln musste. „Am Anfang war es chaotisch, weil wir uns noch nicht kannten und erst herausfinden mussten, wer was kann.“ Genau darin lag das Lernpotenzial. Am Ende hatten alle verstanden, wie echte Planung im Energiebereich funktioniert – und wie man als Gruppe produktiv zusammenwächst.
Kleine Gruppe, große Atmosphäre
Energy Technologies ist ein kleiner Studiengang – und das spielt dem Lernen direkt in die Hände. Die Lehrenden kennen ihre Studierenden beim Namen, Fragen finden immer Gehör, und der Jahrgang entwickelt schnell ein echtes Zusammengehörigkeitsgefühl. Dazu kommen internationale Studierende mit unterschiedlichen Hintergründen – eine Bereicherung, die auch inhaltlich wirkt: Wer im Studium mit Studienkolleg:innen aus anderen Ländern zusammenarbeitet, bekommt direkte Einblicke darin, wie Energiemärkte außerhalb Österreichs funktionieren und welche Lösungsansätze anderswo bereits erfolgreich umgesetzt werden.