Während derzeit weltweit mit den Fußballstars bei der WM mitgefiebert wird, widmeten sich die Physiotherapie-Studentinnen Linda Krausler, Adelina Kuntner, Silvia Lechner, Emma Pfau, Marie-Christin Steinkleiber und Elisabeth Stocker im Rahmen ihres Abschlussprojekts „Her Game. Her Plan.“ der Verletzungsprävention im Fußball.
Da bestehende Präventionsprogramme häufig auf männliche Athleten ausgerichtet sind und Frauen davon weniger profitieren, wählten sei eine Kooperation mit der Damenmannschaft des SV Gratwein-Straßengel, um gezielt auf die Bedürfnisse im Frauenfußball einzugehen.
Fußball stellt hohe Anforderungen an Ausdauer, Muskulatur und Bewegungsapparat. Insbesondere die untere Extremität ist erheblichen biomechanischen Belastungen ausgesetzt, wodurch Überlastungen und Verletzungen begünstigt werden können. Deshalb entwickelten die Studentinnen individuelle Maßnahmen zur Belastungssteuerung und Prävention, abgestimmt auf das jeweilige Leistungsniveau der Spielerinnen.
Im Rahmen von zwei Interventionstagen wurden unter anderem Laktattestungen mittels Shuttle-Run sowie funktionelle Kniestabilitätstests durchgeführt. Auf Basis der Ergebnisse erhielt jede Spielerin einen maßgeschneiderten Ausdauertrainingsplan für die Sommermonate sowie ein individuelles Übungsprogramm, um bestehende Risikofaktoren gezielt zu reduzieren.
Die Zusammenarbeit erwies sich für alle Beteiligten als großer Erfolg. Sowohl die Spielerinnen als auch das Trainerteam des SV Gratwein-Straßengel zeigten sich begeistert von der Expertise der angehenden Physiotherapeutinnen. Das Projekt war nicht nur informativ und lehrreich, sondern auch von großer Begeisterung und Teamgeist geprägt. Das Konzept lässt sich darüber hinaus ebenso erfolgreich auf Herrenmannschaften übertragen.
Mit „Her Game. Her Plan.“ zeigen die Studentinnen, wie wissenschaftliche Evidenz und praxisnahe Projektarbeit für die Erhaltung der Gesundheit eingesetzt wird.
Anfragen zum Projekt können Sie an brigitte.swonar@fh-joanneum.at richten.