Ziele
Die Forschung im Bereich der digitalen Gesundheit nutzt zunehmend Wearables zur kontinuierlichen Überwachung von Patientinnen und Patienten, beispielsweise im Rahmen des LETHE-Projekts [1].
Ziel dieser Masterarbeit war die Konzeption und Entwicklung einer modularen Schnittstelle, die folgende Anforderungen erfüllt:
- Unterstützung einer „Bring Your Own Device“ (BYOD)-Strategie in Forschungsprojekten, sodass Teilnehmende ihre eigenen Wearables verwenden können
- Integration unterschiedlicher Wearable-Geräte über Programmierschnittstellen (APIs)
- Vereinheitlichung herstellerspezifischer Daten in einem gemeinsamen internen Datenmodell
- Bereitstellung einer benutzerfreundlichen Konfiguration sowie eines Import- und Exportprozesses
- Gewährleistung einer einfachen Erweiterbarkeit, um künftig weitere Wearable-Geräte integrieren zu können
Methoden
Es wurde eine modulare Systemarchitektur entwickelt, die die Kommunikation mit den Programmierschnittstellen (APIs), die Datenverarbeitung sowie die Ausgabe der Ergebnisse klar voneinander trennt. Herstellerspezifische Verfahren zur Authentifizierung und zum Abruf der Daten wurden implementiert. Anschließend werden die Daten automatisch in ein einheitliches internes Datenmodell überführt. Dieses Datenmodell ist flexibel konfigurierbar, sodass die Struktur der Ausgabedaten an unterschiedliche Anwendungsanforderungen angepasst werden kann.
Zu den Stärken der entwickelten Architektur gehören:
- Vorverarbeitung der Rohdaten
- automatische Erkennung herstellerspezifischer Datenparser
- konfigurierbare Zuordnung (Mapping) der Daten für Patienten- und Produktivsysteme
- konfigurierbare Harmonisierung der Daten
- konfigurierbare Transformation der Daten
Ausblick
Die entwickelte Schnittstelle ermöglicht eine einfache, interoperable und skalierbare Integration von Daten unterschiedlicher Wearable-Geräte und unterstützt deren Einsatz in verschiedenen E-Health-Anwendungen.
Ergebnisse
Die entwickelte Schnittstelle ermöglicht eine geräteunabhängige Erfassung von Daten. Informationen verschiedener Wearable-Hersteller werden in ein einheitliches internes Datenmodell überführt, wodurch eine hersteller- und geräteübergreifende Vergleichbarkeit der Daten ermöglicht wird. Gleichzeitig reduziert das System den manuellen Aufwand bei der Datenvorverarbeitung und erleichtert die skalierbare Integration weiterer Geräte und Hersteller.
Literatur
[1] Loukas, V. et al. Deliverable 4.3 – LETHE Sensing Ecosystem. Horizon 2020 Project LETHE, 2022. https://www.lethe-project.eu