🎓Das habe ich studiert:
- Bachelorstudium Umweltmanagement
- Masterstudium Energy and Transport Management
💻 Mein Job: Verkehrsplaner und Mobilitätsforscher bei verkehrplus ZT GmbH in Graz, Österreich
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🎓Das habe ich studiert:
💻 Mein Job: Verkehrsplaner und Mobilitätsforscher bei verkehrplus ZT GmbH in Graz, Österreich
Hier habe ich mein Auslandssemester verbracht: Breda, Niederlande
In meiner Freizeit engagiere ich mich für / interessiere ich mich für: Sport
Nach den Lehrveranstaltungen habe ich meine Zeit häufig in der Eisenbahn verbracht.
Das beste Essen am Campus: gabs früher bei der Bäckerei Köck
Mein persönlicher Lieblingsort am Campus: die MET-Lobby
So habe ich meinen Studienabschluss gefeiert: mit Glühwein – es gab gerade den Glühweinstand am Tag meiner Prüfung
Sag uns, was dein Job ist, ohne uns zu sagen was dein Job ist: Ich helfe Menschen dabei, aktiv mobil zu sein.
Das lernt man im Studium garantiert: Projekte in einer Gruppe zu bearbeiten
Die beste Lehrveranstaltung war: Integration of Renewable Energy Systems (Master)
Mit dieser Lehrveranstaltung hatte ich etwas zu kämpfen: Elektrische Maschinen (Bakk.)
Das habe ich mir aus dem Studium für den Job mitgenommen: Vor allem die Lehrveranstaltung und Gruppenübungen rund um Raumplanung sowie die Erfahrungsberichte externer Expertinnen und Experten weckten mein Interesse, die Zusammenhänge zwischen Raum und Verkehr, aber auch Entscheidungsprozesse verstehen zu wollen. Das Auslandssemester in den Niederlanden vertiefte mein Verständnis zum Thema Radfahren als Mobilitätswerkzeug im Alltag.
Mitdenken und -diskutieren ist die Basis für das Mitgestalten der Zukunft.
Ich bin Verkehrsplaner und Mobilitätsforscher. Als Verkehrsplaner unterstütze ich Gebietskörperschaften wie Gemeinden oder aber auch Verkehrsunternehmen in der Entscheidung warum, wo, wann und für wen bestimmte Infrastrukturen oder Verkehrsdienstleistungen angeboten werden sollen. Ich persönlich arbeite hauptsächlich im Team Multimodalität und Radverkehr. Wir entwickeln Radverkehrsnetze zur Förderung des Fahrrads als Alltagsverkehrsmittel, errechnen die optimale räumliche Lage für Bus- oder Bahnhaltestellen, die optimale Bedienungshäufigkeit mit dem öffentlichen Verkehr oder erarbeiten mit Raumplanerinnen und Raumplanern Vorgaben für die Erschließung von Gebieten. Vor allem die Schnittstellen der einzelnen Verkehrsmittel im Sinne einer multimodalen Mobilitätsabwicklung ist ein wesentlicher Faktor.
Als Mobilitätsforscher beschäftige ich mich mit Verhaltensweisen von Menschen im Kontext der Mobilität. Ich untersuche empirische Erhebungen oder historische Entwicklungen in Bezug auf Raum und Verkehr oder arbeite in Workshops mit unterschiedlichen Akteurinnen, Akteuren und Interessensvertretungen, um Herausforderungen und Stolpersteine für eine Transition der Mobilität herauszufiltern. Idealerweise entwickle ich auch Lösungen oder zeige Lösungswege auf. Konkret arbeite ich an einer Dissertation zum Thema „Radverkehr an der Schnittstelle der Disziplinen Verkehrsplanung und Städtebau“ zu Fragestellungen der Transition des öffentlichen Raums in kleinen und mittelgroßen Städten und seine Wirkungen.
Die Karriere als Verkehrsplaner wurde erst durch das Studium ermöglicht. Vor dem Studium habe ich im Sozialbereich und im Maschinen- und Anlagenbau gearbeitet. Nach dem Pflichtpraktikum bekam ich die Chance im Büro weiterzuarbeiten. Diese habe ich genutzt und seither viele Projekte bis zur Umsetzung begleitet und dabei viel Neues gelernt.
Am besten gefällt mir an meinem Job, dass ich beobachten kann, wie wir es als Team schaffen, kleine Schritte in Richtung Mobilitätswende vorauszugehen und in den Gemeinden diese Transition auf den Boden zu bringen. Wenn von uns geplante multimodale Knoten oder Radwege und sogar Brücken umgesetzt werden und die Menschen zum Denken anregen, dass es Alternativen zum eigenen Auto gibt, dann bewegt (!) das. Die Herausforderung liegt in der Natur der Individualität des Menschen begraben. Nicht jeder Mensch sieht Bedarf darin, Verkehr und Mobilität verändern zu müssen, um die Herausforderungen der Zukunft in puncto Lebensqualität zu adressieren. Diese Menschen mitzunehmen ist die Herausforderung.
In meinem Job kommt es neben einer genauen, strukturierten und methodischen Arbeitsweise auch auf das eigene Management an. Wie in vielen Berufen ist es auch in der Verkehrsplanung so, dass man mit und für viele Menschen arbeitet. Abstimmungen, Prozesse und Zeitläufe müssen im Auge behalten werden. Außerdem ist es in beratenden Positionen sicherlich auch hilfreich, wenn man seiner Umgebung mit positiver Energie entgegentritt. All das funktioniert von selbst, wenn die gebotene Qualität stimmt. Die Qualität stimmt dann, wenn man selbst Interesse daran hat, dass das entwickelte Projekt auch für einen selbst einen Sinn hat. Und das geht wiederum nur, wenn man macht, wofür man sich auch interessiert.
Ich wünsche mir für die Zukunft mein Fahrrad, Vorstellungskraft und Mut. Dann läuft’s.