Von einer Idee zum Produkt - Teil 1

Von einer IT-Idee zum Produkt – Teil 1

Jasmin Koller,

In dieser Blogreihe geben wir euch einen Überblick, wie in der Informatik aus einer Idee ein vollständiges Produkt wird. Zu Beginn hier eine kurze Einleitung zum Projekt, das uns als Beispiel dient.

Worum geht es in diesem Projekt?

Das Ziel, das wir uns mit der BBG Baugeräte GmbH Ende 2017 gesetzt hatten, war die Anfertigung eines ausgereiften Konzepts zur Erstellung einer mobilen Applikation. Die App, welche aus dem Konzept entsteht, sollte den Prinzipien des Human-Computer-Interaction-Bereichs entsprechen. Die einzelnen Arbeitsschritte wurden unter drei Studierenden des Bachelorstudiengangs „Internettechnik“ aufgeteilt:

  • Der erste Arbeitsschritt befasste sich mit der Generierung des Konzepts im Teilbereich „User Research“ – hierzu zählt die genaue Analyse der Zielgruppe sowie der Erstellung zugehöriger Personas (also beispielhafter Userprofile) und Benutzungsszenarien.
  • Der zweite Teil gehörte ebenfalls zur Ausarbeitung des Konzepts und behandelte die Gestaltung des Papier-Prototypen, welcher die wichtigsten Aspekte einer benutzerfreundlichen Applikation betrachtet. In weiterer Folge wurden die Bereiche Evaluierung und Usability-Inspektion miteinbezogen.
  • Der dritte Part beschäftigte sich mit dem Working-Prototyp und stellt sozusagen die erste Implementierung dar, wobei mit dem Framework Ionic der erste lauffähige App-Prototyp umgesetzt wurde.

Was sind die Ziele dieses Projekts?

Nach dem ersten Kick-off-Meeting mit dem Unternehmen war klar, dass durch das Projekt der Bereich der Außendienstmitarbeiterinnen und -mitarbeiter unterstützt werden soll, da derzeit nur zwei aktive Außenmitarbeiter beschäftigt sind. Daher ergibt sich das Problem, dass eine solche Arbeitskraft einen immens großen Aufgabenbereich zu bearbeiten hat und somit nur maximal zwei- bis dreimal jährlich einen Kundenbesuch verrichten kann. Mithilfe der mobilen Applikation sollen Kundinnen und Kunden über neue Produkte informiert und bei der Wahl eines Produkts unterstützt werden.

Ziel dieses Projekts ist es, ein „Smart Manual“ zu implementieren, worauf die Endkundinnen und Endkunden sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zugreifen können, um Informationen über die unterschiedlichsten Bohrhämmer der BBG Baugeräte GmbH zu bekommen.

Wer ist die Zielgruppe der mobilen Applikation?

Zum einen besteht die Zielgruppe aus Großhandelsfirmen, zum anderen aber auch aus Endkundinnen und -kunden. Der größte Teil des Verkaufs erfolgt jedoch über den Großhandel. Daher wurde dieser im Projekt fokussiert.

Welche Features soll die App beinhalten?

Eines der wichtigsten Features ist die Produktinformation beziehungsweise das Katalogsystem, auch „Smart Manual“ genannt, welches für beide Zielgruppen ein essenzieller Bestandteil ist. Die Großhändler und Endkundinnen beziehungsweise Endkunden sollen über das vorliegende und / oder gewünschte Produkt ausreichend informiert werden. Diese Dokumente sollen der Zielgruppe als PDF-Dokument zur Verfügung gestellt werden.

Bei der Kommunikation geht es im Wesentlichen darum, dass die Zielgruppe bei Problemen oder Fragen nicht die E-Mail-Adresse oder die Telefonnummer suchen muss, sondern direkt über die mobile Applikation ein Formular ausfüllen kann, welches an die richtige Abteilung weitergeleitet wird oder durch einen Klick direkt den Telefonsupport erreicht. Der sogenannte „Troubleshooter“ soll der Kundin beziehungsweise dem Kunden durch einen gezielten Frage-Antwort-Algorithmus zum gewünschten Produkt beziehungsweise zur Problembehebung verhelfen. Hierbei werden Probleme und / oder Produkte eingegrenzt.

Weitere Features, welche die App beinhalten soll, sind der QR-Code-Scanner, der Live-Chat mit der Zentrale sowie die Übersetzung in Deutsch, Englisch und Spanisch.

Hinweis:

Im nächsten Teil der Blogreihe „Von einer IT-Idee zum Produkt“ berichten wir über den Teilbereich „User Research“ und die damit verbundenen Aufgabenstellungen.