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Porträt

Julia Kloiber, BA MA

Wie können neue Technologien uns als Gesellschaft nützen? Julia Kloiber ist Managing Director von Superrr Lab und Partnerin von Ashoka Deutschland und widmet sich in ihren Projekten und Vorträgen sozialen digitalen Innovationen.
Julia Kloiber, BA

Jobbezeichnung: Managing Director & Partner
Unternehmen: Superrr Lab GmbH & Ashoka Deutschland
Ich arbeite in: Berlin, Deutschland
Ich arbeite hier seit: 2019, davor war ich bei der Mozilla Foundation und der Open Knowledge Foundation tätig

Mein Kontakt: mail@juliakloiber.com
Ich im Web: www.juliakloiber.com

Was ich mache:

Ich beschäftige mich damit, wie neue Technologien uns als Gesellschaft nützen können. Dabei steht im Idealfall nicht die Technologie im Zentrum, sondern eine gesellschaftliche Frage- oder Problemstellung. Um das Potenzial neuer Technologien zu erforschen, konzipiere ich Programme wie das Förderprogramm Prototype Fund oder baue Netzwerke auf wie die Community Code for Germany. Neben den Chancen von Technologie interessieren mich aber auch Bereiche, in denen wir Herausforderungen begegnen. Da geht es dann um Themen wie ethische Richtlinien beim Einsatz von künstlicher Intelligenz oder Smart Citys, von denen nicht nur Unternehmen profitieren, sondern auch Bürgerinnen und Bürger.

Warum ich meinen Job liebe:

Ich liebe die Freiheit, neue Ideen auszuprobieren – für mich ist der Sprung ins kalte Wasser ein Privileg. Für meinen Job bin ich oft auf Reisen und finde es spannend zu sehen, wie unterschiedlich Themen wie Privatsphäre oder Datenschutz in anderen Ländern und Kulturen aufgefasst werden. Außerdem liebe ich es, in interdisziplinären Teams zu arbeiten und von meinen Kolleginnen und Kollegen Neues zu lernen.

Wichtige Fähigkeiten in meinem Job:

  • Neugierde
  • Teamgeist
  • eine Prise Ungeduld

Mein bisher größter Erfolg in meiner Karriere:

2015 war ich so frustriert mit den Fördermöglichkeiten für digitale soziale Innovationen, dass ich ein Jahr lang an einem Antrag für ein neues Programm gefeilt habe. Herausgekommen ist ein acht Millionen Euro Fund für Open Source Projekte, der Prototype Fund. Besonders stolz bin ich darauf, dass das Programm zwar gemeinsam mit einem Ministerium entwickelt wurde, sich aber im Look & Feel und durch die geringe Bürokratie klar von klassischen Förderprogrammen der öffentlichen Hand abhebt.

So bin ich zu meinem Job gekommen:

Meinen ersten Job in Berlin habe ich 2008 auf einer Exkursion mit der FH JOANNEUM gefunden. Das war die Kommunikationsagentur Platoon. Begonnen hat alles mit einem Praktikum, bis ich dann später eigene Projekte geleitet habe. Nach drei Jahren habe ich nach neuen Herausforderungen gesucht, einen Master in den Niederlanden gemacht und mich auf Technologieentwicklung und soziale Themen spezialisiert. Darauf folgten Jobs in Non-Profit-Organisationen und 2019 meine erste Gründung.

Das habe ich im Studium fürs Berufsleben gelernt:

Ich habe viele großartige Menschen kennengelernt, mit denen ich noch heute arbeite, mich austausche und befreundet bin. Skills, die mir fachlich immer zugutegekommen sind, egal ob Kommunikationsagentur oder Non-Profit Organisation, waren Storytelling und ein Gespür für Trends und Gestaltung. Auch die Fähigkeit, Konzepte schnell in visuelle Prototypen übertragen zu können, ist Gold wert. Bis heute haben alle meine Projekte ein starkes visuelles Design, ein Design, das Spaß macht und Aufmerksamkeit erregt – so werden selbst die trockensten Themen greifbar und man erreicht Menschen damit.

Die Jobchancen in meinem Bereich:

Im Bereich von sozialen digitalen Innovationen gibt es großes Potenzial und viele Wachstumsmöglichkeiten. Der Bereich ist vielleicht noch nicht so etabliert und klar abgesteckt wie andere Bereiche, aber das sehe ich für Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger eher als Chance. Gerade für Menschen, sie sich nicht auf eine Fachrichtung oder ein ganz konkretes Themengebiet fokussieren möchten, sondern gerne in mehreren Gebieten zu Hause sind und Querschnittskompetenzen besitzen.

Ich bin …

… jemand, der kreative Lösungen liebt, immer in Bewegung ist und lieber im Team als alleine arbeitet.

Ich über meinen Job:

Ich fand es schon immer interessant, mich in komplexe Themen einzuarbeiten und diese für andere zu übersetzen. Das mache ich über Vorträge auf Konferenzen oder über meine Projekte. Einer der wichtigsten Fähigkeiten in diesem Zusammenhang sind gute Kommunikationsskills. Das gilt sowohl für die Kommunikation nach außen als auch nach innen, wenn es zum Beispiel darum geht, Teams zu führen. Ich wusste immer, dass Kommunikation wichtig ist, aber wie wichtig und wie alles umfassend, das wurde mir erst im Laufe der Jahre klar. Um die eigene Kommunikation zu verbessern und zu lernen, wie man auf andere wirkt, haben mir Coachings geholfen.

Ich studierte weiter weil:

Ich habe zwischen Bachelor und Master drei Jahre gearbeitet und wollte mich beruflich weiterentwickeln und neu positionieren. Dafür wollte ich nach dem praxisorientierten Informationsdesign-Bachelor, tiefer in theoretische Disziplinen einsteigen. So habe ich einen Master an der Universität Utrecht, Studiengang New Media and Digital Culture, absolviert.

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