Lernen durch reale Problemstellungen: Design Thinking im Einsatz
Im 2. Semester des Masterstudiums Software Engineering arbeiten die Studierenden in der Lehrveranstaltung IFIAD (Interface and Interaction Design) an realen Problemstellungen aus der Praxis. In Kleinteams entwickeln sie innerhalb eines Semesters prototypische Lösungen und wenden dabei konsequent Methoden wie Design Thinking und User-Centered Design an.
Im Fokus stehen dabei zentrale Kompetenzen moderner IT- und Produktentwicklung: Usability, Interaction Design, Interface Design, CI/CD-Pipelines sowie professionelle Präsentations- und Kommunikationsformate. Neben der Softwareentwicklung entstehen auch Social-Media-Content, Videos, Präsentationen und Texte – ein ganzheitlicher Zugang zur digitalen Produktentwicklung.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt aktuell auf der kritischen Auseinandersetzung mit KI-gestützten Tools und Workflows sowie den damit verbundenen Fragen rund um Urheberrecht, Ethik und verantwortungsvolle Anwendung.
Präsentation am Nachhaltigkeitstag: Austausch mit Besucher:innen und Wirtschaft
Am Nachhaltigkeitstag präsentierten die Studierenden aus dem Bereich Software Engineering (SWE) ihre Projektstände in Form von Postern und Prototypen und diskutierten ihre Ansätze mit Besucher:innen aus Hochschule, Praxis und Öffentlichkeit.
Besonderes Feedback erhielt das Team auch von Martin Heppner, Managing Director von Zuugle, das als konstruktiv und wertschätzend hervorgehoben wurde.
Auch aus der Hochschulorganisation kam fachlicher Input und Unterstützung durch Harald Wipfler, der den Nachhaltigkeitstag im Kontext der hochschulweiten Nachhaltigkeitsinitiativen einbettete.
Die Projekte im Überblick:
Projekt „Lexi“
Die Studierenden entwickelten eine interaktive Plattform für rechtliche Orientierung im Umgang mit KI-Anwendungen im Hochschulkontext. Gerade im Zusammenhang mit EU AI Act, DSGVO und weiteren regulatorischen Rahmenbedingungen unterstützt „Lexi“ Studierende und Lehrende durch Checklisten, Beratungsfunktionen und Diskussionsmöglichkeiten bei der sicheren und reflektierten Anwendung von KI in Forschung und Lehre.
Projekt „Arriv0“
„Arriv0“ richtet sich an neu ankommende Studierende und Incoming Students in Graz. Die Plattform unterstützt beim Ankommen in der Stadt und legt einen besonderen Fokus auf nachhaltige Lebensstile. Ziel ist es, Orientierung zu bieten und nachhaltige Entscheidungen im Studienalltag zu erleichtern.
Projekt „PackageMatch“
Mit „PackageMatch“ entwickeln die Studierenden ein Konzept für die gemeinschaftliche Nutzung von Transportwegen für kleinere Pakete. Die Idee: Personen, die ohnehin ähnliche Strecken zurücklegen, können Pakete mitnehmen und so zusätzliche Lieferfahrten sowie CO₂-Emissionen reduzieren.
Die präsentierten Projekte zeigen eindrucksvoll, wie Studierende der FH JOANNEUM technologische Innovation, gesellschaftliche Relevanz und nachhaltige Entwicklung miteinander verbinden. Der Nachhaltigkeitstag bot dafür die ideale Bühne – und machte sichtbar, welches Potenzial in interdisziplinärer, praxisnaher IT-Ausbildung steckt.
Warum Software and Digital Experience Engineering überzeugt?
Das Masterstudium Software and Digital Experience Engineering verbindet klassische Softwareentwicklung mit modernen Methoden aus UX/UI Design, Prototyping und digitaler Produktgestaltung. Studierende lernen nicht nur Programmierung und technische Architektur, sondern entwickeln auch ein tiefes Verständnis für Nutzer:innen, Interfaces und digitale Erlebnisse.
Besonders relevant ist dabei die Verbindung von Technik und Gestaltung: Lösungen werden nicht nur funktional gedacht, sondern konsequent aus Sicht der späteren Nutzer:innen entwickelt. Durch projektbasiertes Arbeiten, reale Problemstellungen und den Einsatz aktueller Technologien – inklusive KI-gestützter Entwicklungswerkzeuge – entsteht ein praxisnahes und zukunftsorientiertes Kompetenzprofil.
Gerade diese Kombination macht das Studium zu einer idealen Ausbildung für alle, die digitale Produkte nicht nur entwickeln, sondern aktiv gestalten wollen – verantwortungsvoll, nutzer:innenzentriert und mit Blick auf gesellschaftliche Herausforderungen wie Nachhaltigkeit und Regulierung.