Direkt zum Inhalt wechseln

Musikmaschine der FH JOANNEUM beim Festival Ars Electronica ausgezeichnet

Studierender Meric Öztürk, Astrid Drechsler, Studierende Mahtab Miandehi. Foto: David Kleinl

Die von Design-Studierenden der FH JOANNEUM entwickelte „Musikmaschine“ überzeugte bei der Ars Electronica Campus Exhibition und gewann den GRAND PRIZE Campus Award 2026. Das interaktive Klangobjekt verbindet traditionelle Instrumente wie Zither und Hackbrett mit zeitgenössischer elektronischer Musik und macht Besucher:innen selbst zu Musiker:innen.

Unter dem Titel „NEGOTIATING HUMANITY“ widmete sich die Studierenden-Ausstellung der Frage, was es heute bedeutet, Mensch zu sein. Die „Musikmaschine“, ein Projekt von Studierenden der Masterstudienrichtungen Sound Design und Interaction Design am Institut Design und Kommunikation der FH JOANNEUM, griff diese Auseinandersetzung auf spielerische Weise auf: Wo endet menschliche Kreativität – und wo beginnt die Eigenständigkeit einer Maschine? Die Antwort lieferte das Klangobjekt nicht als fertige These. Vielmehr lud es dazu ein, diese Frage selbst auszuprobieren. Denn sobald Besucher:innen die Musikmaschine bedienen, wird aus Technologie ein Instrument – und aus dem Publikum ein Teil des künstlerischen Prozesses. Diese Herangehensweise überzeugte auch die Ars Electronica-Jury. Die „Musikmaschine“ setzte sich gegen mehr als 80 künstlerische Arbeiten von 45 Hochschulen aus aller Welt durch und holte den Hauptpreis, den GRAND PRIZE Campus Award, an die FH JOANNEUM. Die Jury würdigte insbesondere die durchdachte Neuinterpretation von Kulturgut und die Zugänglichkeit der „Musikmaschine“ für eine breite Gruppe von Besucher:innen.

Astrid Drechsler, Leiterin der Studienrichtung Sound Design an der FH JOANNEUM: „Für uns ist die ‚Musikmaschine‘ vor allem ein Experiment: Was passiert, wenn wir Technik, traditionelle Musik und Interaktion miteinander verbinden? Uns ging es darum, ein Instrument zu bauen, mit dem alle Menschen Musik machen können. Die Auszeichnung bei der Ars Electronica zeigt, dass gerade das Experimentieren und das Überschreiten von Disziplingrenzen spannende neue Perspektiven eröffnen können.“ Das Festival Ars Electronica fand von 9. bis 13. September 2026 in Linz statt.

Interdisziplinäres Studierendenprojekt auf internationaler Bühne

Mit der Auszeichnung zeigt die FH JOANNEUM, wie aus einem studentischen Experiment ein Projekt mit internationaler Strahlkraft entstehen kann. Entstanden ist die „Musikmaschine“ ursprünglich im Rahmen der Europäischen Kulturhauptstadt Salzkammergut 2024. In der Weiterentwicklung wurde daraus ein interaktives Klangobjekt, das nun auf internationaler Ebene präsentiert und ausgezeichnet wird. Unter anderem war das Projekt bereits im Centre Pompidou in Paris ausgestellt. Neben Astrid Drechsler ist Daniel Fabry, Leiter des Instituts Design und Kommunikation der FH JOANNEUM, für die „Musikmaschine“ hauptverantwortlich. Eine Kurzdoku über die „Musikmaschine” finden Sie hier.

 

Musikmaschinen-Performance bei der Ars Electronica. Photo: vog.photo

Foto: Daniel Fabry

Musikmaschine in Bad Ischl 2024. Foto: Astrid Drechsler

This site is registered on wpml.org as a development site. Switch to a production site key to remove this banner.