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Natalia studiert IT-Recht und Management: Von der Biotechnologie zur digitalen Zukunftsgestalterin

Sophie Kappel, 09. Februar 2026

Natalia Trudova studiert IT- Recht und Management am Campus Kapfenberg – berufsbegleitend, als Mutter von zwei Kindern. Die gebürtige Russin bringt bereits einen Bachelor in Biotechnologie und einen Master in Projektmanagement mit. Im Interview erzählt sie, warum Interdisziplinarität für sie der Schlüssel zum Erfolg ist, wie berufsbegleitendes Studieren mit Familie funktioniert und wie sie in Österreich eine offene Studiengemeinschaft erlebte. Ihr Lebensmotto fasst ihre Herangehensweise perfekt zusammen: „Setze dir große Ziele – sie sind schwerer zu verfehlen.”

Wenn Europa ruft: Neustart mit Familie

Nach ihrem Umzug nach Österreich war für Natalia klar: Sie möchte eine gute europäische Ausbildung. „Im Heimatland hatte ich schon einen Bachelor in Biotechnologie und einen Master in Projektmanagement”, erzählt sie. Doch die IT-Branche faszinierte sie schon immer. „In meinem Bekanntenkreis waren immer Menschen, die sich technisch tief mit IT beschäftigen. Ich war immer neugierig und habe gerne mit Fotos, Videos, sozialen Medien und Webdesign experimentiert.”

Zunächst wählte sie Digital Entrepreneurship, um einen allgemeinen Überblick über Business in Österreich zu bekommen. Danach entschied sie sich für IT-Recht und Management – wegen der einzigartigen Mischung. „Diese Interdisziplinarität – technisch, rechtlich und wirtschaftlich – finde ich ganz spannend”, erklärt Natalia. Besonders die juristischen Aspekte überzeugten sie. „Wenn ich als Projektmanagerin auch rechtliche Aspekte gut verstehe, zusammen mit technischen Aspekten, dann habe ich einen sehr allgemeinen und tiefen Einblick.”

Studieren mit Familie: Abends und am Wochenende

Als berufstätige Mutter zweier Kinder war die Studienorganisation entscheidend. „Ich arbeite fast Vollzeit und habe Familie. Deswegen war es sehr wichtig, dass ich am Abend und am Wochenende studieren kann”, sagt Natalia. Die FH JOANNEUM bot genau das – plus einen stabilen Studienplan. „Ich habe fixe Zeiten, wann ich an der FH sein muss, und kann rundherum meine Familienpläne aufbauen.”

Der Campus in Kapfenberg ist perfekt erreichbar – nur eine Stunde von Graz entfernt. „Das ist ideal. Ich kann in Graz wohnen und bin trotzdem schnell am Campus”, sagt Natalia. Die Praxisorientierung der FH war ein weiterer wichtiger Faktor. „Ich wollte eher eine praktische als theoretische Ausbildung.”

Von der Schule zur Technikerin mit Organisationstalent

Natalias Bildungsweg begann am Realgymnasium mit Schwerpunkt Chemie und Mathematik. „Wir hatten auch Entrepreneurship als Freifach – das war schon 2004. Das hat mich inspiriert, mich immer weiterzuentwickeln”, erzählt sie. „Ich bin wahrscheinlich eher Technikerin mit Managementtalent”, lacht Natalia. „Meine Bekannten sagen, dass ich sehr gut und ordentlich organisieren kann.” Tiefe Informatikkenntnisse erwarb sie erst im aktuellen Masterstudium. „Ich habe mein Studium im Heimatland 2011 abgeschlossen und dann meine Kinder bekommen. Die Welt hat sich sehr stark geändert. Deswegen finde ich es sehr wichtig, sich weiterzuentwickeln und technisches Know-how aufzubauen.”

Integration durch offene Menschen

Eine Frage stellte sich Natalia zu Beginn: Wie wird sie als internationale Studierende aufgenommen? „Was mir besonders wichtig ist: Ich wurde gut in der Gruppe integriert”, betont sie. Die Studiengruppe besteht aus etwa 20 Personen – alle mit Berufserfahrung, viele mit Familie. „Wir sind auf einem ähnlichen Niveau. Wir können Erfahrungen teilen. Die Jurist:innen haben ihre eigene Meinung, die Techniker:innen verstehen die technische Umsetzung, und Projektmanagement sammelt alles.” Die Gemeinschaft beschreibt sie als sehr freundlich, hilfsbereit und offen. „Wir haben unterschiedliche Lebenserfahrungen und kulturelle Hintergründe, aber wir helfen uns immer gegenseitig.”

Von KI-Projekten zu praktischen Lösungen

Besonders begeistert ist Natalia vom Projekt “RADIUS” über Künstliche Intelligenz für Klein- und Mittelunternehmen. „Das Projekt ist ganz spannend – aktuell, innovativ und von vielen Seiten interessant. Da können wir wirklich etwas Nützliches machen, Lösungen für Unternehmen entwickeln”, erklärt sie.

Ihre größte Herausforderung? „Das Masterarbeitsthema zu wählen. Ich habe schon einen Master – nur ein Diplom zu haben, war nicht das Ziel. Ich wollte etwas Sinnvolles, Aktuelles, Innovatives schreiben.” Die Suche nach einem Thema, das sowohl praktisch als auch innovativ ist, war für sie besonders wichtig.Die FH bietet Natalia vielfältige Unterstützung. „Wir  bekommen nicht nur theoretische Kenntnisse. Die Vortragenden teilen ihre Berufserfahrung und praktischen Kenntnisse. Wir können wirklich selbst gründen, Unterstützung für alle Aspekte haben und auch Forschung machen.”

Große Ziele setzen

Das Studium hat Natalia gestärkt und inspiriert. „Es inspiriert mich, neue Projekte zu starten, mutiger zu sein und keine Angst zu haben, Neues zu probieren. Durch die vielen Präsentationen bin ich selbstbewusster geworden”, sagt sie. Auch ihre Sprachkenntnisse haben sich verbessert – ein Prozess, der nie aufhört.

Ihr Motto? „Setze dir große Ziele – sie sind schwerer zu verfehlen.” Diese Einstellung prägt auch ihre beruflichen Pläne. Kurzfristig möchte sie ihre Masterarbeit erfolgreich abschließen und bei ihrem aktuellen Arbeitgeber größere Projekte übernehmen. „Mein Arbeitgeber macht für mich ganz viel und ich bin zufrieden mit meinen Tätigkeiten. Ich möchte mehrere große Projekte machen”, erklärt sie.

Zum Abschalten verbringt Natalia gerne Zeit mit ihrer Familie – beim Radfahren, Skifahren oder Schwimmen. Als Hobby spielt sie in einer kleinen russischen Theatergruppe in Graz. „Als Mutter habe ich nicht besonders viel Freizeit”, lacht sie. Doch das Studium zeigt ihr: Mit guter Organisation ist vieles möglich. Inspiriert wird sie von Menschen, die Mut haben, zielstrebig sind und andere motivieren können.

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In unserem Blog teilen Studierende ihre Erfahrungen an der FH JOANNEUM – authentisch und praxisnah. Von Projektarbeiten über Auslandsaufenthalte bis zum Campusleben.

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