Wenn Europa ruft: Neustart mit Familie
Nach ihrem Umzug nach Österreich war für Natalia klar: Sie möchte eine gute europäische Ausbildung. „Im Heimatland hatte ich schon einen Bachelor in Biotechnologie und einen Master in Projektmanagement”, erzählt sie. Doch die IT-Branche faszinierte sie schon immer. „In meinem Bekanntenkreis waren immer Menschen, die sich technisch tief mit IT beschäftigen. Ich war immer neugierig und habe gerne mit Fotos, Videos, sozialen Medien und Webdesign experimentiert.”
Zunächst wählte sie Digital Entrepreneurship, um einen allgemeinen Überblick über Business in Österreich zu bekommen. Danach entschied sie sich für IT-Recht und Management – wegen der einzigartigen Mischung. „Diese Interdisziplinarität – technisch, rechtlich und wirtschaftlich – finde ich ganz spannend”, erklärt Natalia. Besonders die juristischen Aspekte überzeugten sie. „Wenn ich als Projektmanagerin auch rechtliche Aspekte gut verstehe, zusammen mit technischen Aspekten, dann habe ich einen sehr allgemeinen und tiefen Einblick.”
Studieren mit Familie: Abends und am Wochenende
Als berufstätige Mutter zweier Kinder war die Studienorganisation entscheidend. „Ich arbeite fast Vollzeit und habe Familie. Deswegen war es sehr wichtig, dass ich am Abend und am Wochenende studieren kann”, sagt Natalia. Die FH JOANNEUM bot genau das – plus einen stabilen Studienplan. „Ich habe fixe Zeiten, wann ich an der FH sein muss, und kann rundherum meine Familienpläne aufbauen.”
Der Campus in Kapfenberg ist perfekt erreichbar – nur eine Stunde von Graz entfernt. „Das ist ideal. Ich kann in Graz wohnen und bin trotzdem schnell am Campus”, sagt Natalia. Die Praxisorientierung der FH war ein weiterer wichtiger Faktor. „Ich wollte eher eine praktische als theoretische Ausbildung.”
Von der Schule zur Technikerin mit Organisationstalent
Natalias Bildungsweg begann am Realgymnasium mit Schwerpunkt Chemie und Mathematik. „Wir hatten auch Entrepreneurship als Freifach – das war schon 2004. Das hat mich inspiriert, mich immer weiterzuentwickeln”, erzählt sie. „Ich bin wahrscheinlich eher Technikerin mit Managementtalent”, lacht Natalia. „Meine Bekannten sagen, dass ich sehr gut und ordentlich organisieren kann.” Tiefe Informatikkenntnisse erwarb sie erst im aktuellen Masterstudium. „Ich habe mein Studium im Heimatland 2011 abgeschlossen und dann meine Kinder bekommen. Die Welt hat sich sehr stark geändert. Deswegen finde ich es sehr wichtig, sich weiterzuentwickeln und technisches Know-how aufzubauen.”