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Neue Studie von Josef Obergantschnig: KENFO, der deutsche Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung

Wöchentlicher Börsenbrief von Josef Obergantschnig 1

(c) FH JOANNEUM / Marion Luttenberger

In seiner Reihe „30 Investmentstrategien aus 30 Jahren“ ist die dritte Studie fertig:

der KENFO, der deutsche Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung, 25,6 Mrd. Euro per 31. Dezember 2025

LinkedIn | Dr. Josef Obergantschnig

 

Die Betreiber der Kernkraftwerke haben im Juli 2017 einmalig 24,1 Mrd. Euro eingezahlt. Seither erstattet der Fonds dem Bund die Kosten der Zwischen- und Endlagerung, ohne zu wissen, wann und in welcher Höhe die nächste Rechnung kommt.

Meine wichtigsten Ergebnisse:

→ Der Fonds erfüllt seinen Zweck. Aus 24,1 Mrd. Euro wurden bis Ende 2025 zusammen 30,8 Mrd. Euro: 25,6 Mrd. Euro im Portfolio und 5,2 Mrd. Euro an den Bund erstattet.
→ Von 2019 bis 2025 hat der KENFO 5,90 % pro Jahr erwirtschaftet. Sechs von sieben Jahren waren positiv.
→ Drei Sätze im Gesetz von 2017 bestimmen das Portfolio: Erstattung statt Ausschüttung, ein Kreditverbot und keine Nachschusspflicht der Betreiber mehr.
→ Weil der Fonds jederzeit zahlen können muss, liegt das Ziel für nicht börsennotierte Anlagen bei rund 30 %. Ende 2025 waren es 14,3 %.
→ Die Schwachstelle ist das Berichtswesen: Renditen ohne Trennung nach brutto und netto, keine ausgewiesene Kostenquote. Wer den Fonds von außen beurteilen will, muss selbst rechnen.

 

Für die Lehre finde ich den Fall besonders ergiebig:
Er zeigt, wie stark ein Gesetzestext eine Anlagestrategie prägt und was Liquidität kostet, wenn der Zahlungsplan offen ist.

 

Kurzvideo zur Studie

Analyse auf e-fundresearch

Kompaktfassung mit Executive Summary und Term Sheet

Überblick über alle Publikationen der Reihe „30 Investmentstrategien aus 30 Jahren“