Der Tag brachte Menschen zusammen, die sich für den Schutz von Meeren, Flüssen und Seen engagieren. Von 13:00 bis 18:00 Uhr erwartete die Besucher:innen ein vielfältiges Programm aus Kunst, Design, Bildung und interaktiven Erlebnissen.
Ein besonderes visuelles Erlebnis boten die animierten Poster unserer Informationsdesign Studierenden (Jahrgang IND25). Präsentiert auf großen Bildschirmen in eigens gestalteten Ozean-Rahmen, verbanden sie Kunst, Bewegung und Umweltbotschaften und zogen zahlreiche Besucher:innen in ihren Bann.
Als Teil der Ausstellung wurde außerdem der Animationsfilm Who Owns the Sea? von den beiden Informationsdesign Alumna Angelina Djukic und Rahel Schuiki präsentiert. Der Kurzfilm beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Bedeutungen und Nutzungsformen des Meeres – als Lebensraum, Erholungsort, Energiequelle, Eigentum, Grenze und zunehmend auch als Schauplatz menschlicher Eingriffe.
Zu sehen waren unter anderem Arbeiten der Künstlerin Lea Dora Fricke sowie der Biologin und Illustratorin Elena Turac. Fotografien und Cyanotypien von Algen eröffneten neue Perspektiven auf die Schönheit und Bedeutung aquatischer Lebensräume. Für spielerische Unterhaltung sorgte das Conservation-Computerspiel von Christian Fuchs. Bei einem virtuellen Tauchgang sammelten die Spieler:innen Müll vom Meeresboden, ohne dabei Meerestiere zu berühren oder den Sauerstoffvorrat zu erschöpfen. Der Highscore zeigte am Ende des Tages, wer am erfolgreichsten zur virtuellen Meeresreinigung beigetragen hatte.
Zahlreiche Organisationen präsentierten ihre Arbeit und luden zum Austausch ein:
Seen Blue Conservation, die veranstaltende Organisation des Festivals, stellte ihre aktuelle Kampagne Beaches & Beyond vor. Interaktive Stationen vermittelten Wissen über Küstenlebensräume und zeigten Möglichkeiten auf, sich aktiv für den Schutz von Gewässern einzusetzen. Ergänzt wurde das Angebot durch Filme, Geschichten, Podcasts, Kunst und Mitmachaktionen.
- MareMundi, eine österreichische Meeresschutzorganisation mit Schwerpunkt auf Forschung, Bildung und Artenschutz, präsentierte ihre Projekte und machte ihre Arbeit durch interaktive Formate erlebbar.
- Die Sustainable Ocean Alliance Austria zeigte, wie junge Menschen weltweit und in Österreich innovative Lösungen für den Schutz der Ozeane entwickeln und umsetzen.
- Sharkproject International informierte über die ökologische Bedeutung von Haien und die Herausforderungen ihres Schutzes.
- Die Mediterranean Education and Research Association (MERA) brachte ihr Projekt Sea You mit und zeigte, wie Bildung und Forschung zum Schutz mariner Ökosysteme beitragen können.
- OceanBlue präsentierte Naturschutz- und Cleanup-Projekte und machte deutlich, wie gemeinschaftliches Engagement positive Veränderungen bewirken kann.
- NaturDive ermöglichte virtuelle Tauchgänge durch Seegraswiesen im Mittelmeer und zeigte am Abend einen eindrucksvollen Dokumentarfilm über diese wertvollen Lebensräume.
Filmprogramm und Podiumsdiskussion
Von 18:00 bis 20:00 Uhr stand der Ocean & Water Day ganz im Zeichen bewegender Geschichten aus Natur- und Meeresschutz.
Gezeigt wurde Where Devils Return von Jasmine Corbett. Der Film führt an einen der wenigen Orte weltweit, an denen sich die bedrohten Sichelflossenrochen saisonal versammeln, und macht auf die Schutzbedürftigkeit dieser außergewöhnlichen Tiere aufmerksam.
Im Film She for the Sea von Sabine M. Probst Saavedra stehen Frauen im Mittelpunkt, die sich auf vielfältige Weise für den Schutz der Ozeane einsetzen und dabei inspirierende Perspektiven auf Umweltengagement eröffnen.
Beavers About Town von Yaz Ellis und Jack Mifflin erzählt die Geschichte der bemerkenswerten europäischen Biber, die Wien als Lebensraum für sich entdeckt haben, und zeigt ihre erstaunliche Anpassungsfähigkeit an urbane Umgebungen.
Mit One Million Leaves Under the Sea von Ioana Stoicescu tauchte das Publikum in die Welt eines Unterwassergartens und seiner engagierten Hüter:innen ein.
Zwischen den Filmvorführungen fand eine Podiumsdiskussion zum Thema „Wie können Social Media, Film, Podcasts und digitale Medien für den Meereschutz genutzt werden?“ statt. Gemeinsam diskutierten Sabine M. Probst Saavedra und Rasa’s Welt darüber, wie moderne Medien Menschen erreichen, Bewusstsein schaffen und konkretes Handeln für den Schutz unserer Gewässer fördern können.
Der Ocean & Water Day 2026 zeigte eindrucksvoll, wie Kunst, Wissenschaft, Bildung und zivilgesellschaftliches Engagement zusammenwirken können. Das Festival schuf Raum für Begegnungen, Austausch und Inspiration und machte deutlich, dass der Schutz von Meeren, Flüssen und Seen eine gemeinsame Aufgabe ist.