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Selina und Valerie studieren Design: Zwei Wege, ein kreatives Ziel

Sophie Kappel, 21. Januar 2026

Selina Pichler und Valerie Schwarz studieren Design an der FH JOANNEUM in Graz – Selina mit Schwerpunkt Communication Design, Valerie mit Schwerpunkt Media Design. Beide kommen aus unterschiedlichen Welten – die eine von der Ortweinschule, die andere von Biomedical Engineering. Im Interview erzählen sie, wie sie das Imposter-Syndrom überwanden, warum ihre Projekte bei Klanglicht tausende Menschen begeisterten – und weshalb die FH-Community wie eine Familie ist.

Zwei Wege, ein Ziel

Selina wusste früh, wo sie hinwill. „Nach der Matura habe ich ein Pausenjahr gemacht, wo ich mich mit etwas komplett anderem beschäftigt habe. Aber dann habe ich gemerkt, dass mir Design total abgeht”, erzählt die Absolventin der Ortweinschule. Nach dem Bachelor Informationsdesign war für sie klar: Sie macht den Master mit Vertiefung Communication Design. „An der FH gefällt mir, dass man viele Leute aus der Praxis hat. Man merkt, wenn sich Sachen am Arbeitsmarkt verändern, dass die schnell auch bei uns im Unterricht ankommen.”

Valeries Weg war anders. Nach dem Sprachengymnasium studierte sie vier Jahre Biomedical Engineering – und war unglücklich. „Der Inhalt war interessant, aber der Arbeitsalltag war einfach nicht meins. Ich wusste eigentlich immer schon, ich würde gerne irgendwas Kreatives studieren.” Ein Auslandssemester in Kanada wurde zum Wendepunkt. „Ich habe Content für meine Uni gemacht, Videos gefilmt und geschnitten. Ich habe gemerkt, wie viel richtiger sich das anfühlt.”

Die FH JOANNEUM bot genau das, was sie suchte. „Was die FH mit Media Design anbietet, habe ich so nirgends anders gefunden. Und ich konnte in Graz bleiben.” Der Quereinstieg? „Es war eine steile Lernkurve, aber es war rundherum sehr viel Unterstützung da. Sobald jemand sagte: ‘Ich hab keine Ahnung von dem Programm’, gab es einen Crashkurs.”

Das Imposter-Syndrom überwinden

Beide kennen das Imposter-Syndrom – das Gefühl, nicht gut genug zu sein. „Dieser Moment, wenn man merkt, die anderen können bestimmte Sachen so viel besser”, beschreibt Selina. Sie sah Studienkolleg:innen, die in 3D-Programmen außergewöhnlich talentiert waren. „Ich war einfach extrem schlecht darin. Dann dachte ich: Die sind alle so viel besser.” Die Erkenntnis kam durch Gruppenarbeiten. „Wenn alle was Unterschiedliches mitbringen und sich gegenseitig austauschen – das ist sehr inspirierend. So viel wie andere an den Tisch mitbringen, bringe ich ja auch mit.” Valerie erlebte Ähnliches. „Ich dachte: Wow, alle anderen können das so viel besser.” Die Umstellung? „Von ‘ich bin eingeschüchtert’ zu ‘ich lasse mich inspirieren’. Nicht: Die können das besser, also brauche ich es nicht probieren. Sondern: Die können das besser – ich kann von denen lernen.” Ihre Programmierkenntnisse aus dem Bachelor halfen im Kurs “Designing with Code”. „Da habe ich gemerkt: Ich kann auch was zurückgeben.”

Eine familiäre Community entdecken

Für Valerie war der Wechsel an die FH eine neue Erfahrung. „An der FH war es so erfrischend. Es war richtig von Anfang an so ein bisschen ein Gruppengefühl”, erzählt sie. „Die Lehrenden sind alle per Du, es ist sehr auf Augenhöhe. Das ist viel angenehmer fürs Lernen – für mich persönlich genau das Richtige.”

Selina beschreibt die Atmosphäre ähnlich: „An der FH ist alles sehr eng verwachsen. Die Professoren sind oft per Du. Das macht das Ganze sehr persönlich. Es ist sehr familiär.”

Projekte, die begeistern

Selinas Lieblingsprojekt war Exhibition Design im zweiten Bachelor-Semester. „Das war das erste Mal, dass ich das Gefühl hatte: Ich bin umgeben von Creatives, die extrem viel an den Tisch bringen.” Ein besonderer Moment war die Semesterausstellung. „Der ganze Raum ist gefüllt mit Projekten. Man denkt sich: Wir haben das einfach gemacht! Man ist ein bisschen stolz auf sich selbst.”

Für Valerie war die Teilnahme an Klanglicht unvergesslich. „Da steht ein 6 Meter hoher Turm in einer Kirche, und deine Animation läuft auf diesen LEDs. Du siehst tausende Menschen, die begeistert sind von dem, was wir als Studierende auf die Beine gestellt haben.”

Verschiedene Ziele, gleiche Leidenschaft

Selina möchte zunächst in einer Agentur arbeiten und sich dann selbstständig machen. „Mit meiner Arbeit würde ich gerne coole Sachen machen, die die Welt ein bisschen verbessern. Das Thema Accessibility interessiert mich sehr. Design hat unheimlich viel Potenzial, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.”

Valerie arbeitet bereits in der Medienagentur “Moving Stills” und möchte ihre beiden Welten verbinden. „Was ich gerne machen würde, ist Wissensvermittlung auf ästhetisch ansprechende Weise – Wissenschaftskommunikation. Wissen sammeln und dann grafisch ansprechend rüberbringen.”

Neue Studienstruktur ab Wintersemester 2026/2027

Ab dem Wintersemester 2026/2027 gibt es Änderungen in der Struktur von zwei Design-Masterstudiengängen an der FH JOANNEUM. Die bisherigen Vertiefungsrichtungen bleiben inhaltlich erhalten, werden aber neu aufgeilt in zwei Masterstudiengänge:

Die Inhalte und Schwerpunkte der Vertiefungsrichtungen bleiben dabei bestehen – sie werden lediglich anders organisiert. Für alle, die sich für ein Design-Studium an der FH JOANNEUM interessieren, bedeutet das: mehr Fokus auf die jeweilige Spezialisierung von Anfang an.

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In unserem Blog teilen Studierende ihre Erfahrungen an der FH JOANNEUM – authentisch und praxisnah. Von Projektarbeiten über Auslandsaufenthalte bis zum Campusleben.

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