Diplomarbeiten

Architektur-Diplomarbeiten Jahrgang 2020

 
Architektur-Diplomarbeiten Jahrgang 2020 14

Die Themen der Abschlussarbeiten unserer Absolvent:innen reichen von Bauen im Bestand bis hin zu Wettbewerbsentwürfen.

Hinterberg Neubau einer Alpe im Bregenzerwald von Nadine Schneider

Bauen in Zeiten der Krise. Klimawandel, Krieg und Ressourcenverschwendung führen zu Rohstoffknappheit und Lieferengpässen und stellen die Baubranche vor neue Herausforderungen. Diese weltweiten Krisen müssen uns zurück zum regionalen Bauen führen.

Der folgende Entwurf sucht nach Möglichkeiten eine der Zeit angepasste, fortschrittliche Alphütte zu errichten, ohne dabei die traditionelle Baukultur zu veruntreuen und die harmonische Landschaft zu unterbrechen.

Städtebauliche Planungsstrategien. Gendersensibles Planen und subjektives Sicherheitsempfingen im urbanen Raum von Carmen Feyrsinger

Um Lösungen gegen die Entstehung von Angsträumen finden zu können, werden verschiedene Maßnahmen am Projektbeispiel „Hauptbahnhof Innsbruck“ entwickelt und diskutiert.

Entwurfsmaßnahmen werden anhand baulicher und struktureller Eingriffe im Innenbereich des Bahnhofgebäudes gesetzt. Auch der Außenraum, bzw. das Areal am Bahnhofvorplatz, wird im Zuge des Entwurfes mitberücksichtigt, welcher anhand der Planungsprinzipien „Universal Design“ und „Gender Planning“ ausgerichtet wurde. Um die subjektive Wahrnehmung der Nutzer:innen des Bahnhofes abbilden zu können, wurden zudem eine Umfrage vor Ort und eine Online-Befragung durchgeführt. Die Ergebnisse aus den Befragungen wurden folglich in die Gestaltungsmaßnahmen aufgenommen.

Städtebauliche Planungsstrategien. Gendersensibles Planen und subjektives Sicherheitsempfingen im urbanen Raum (Carmen Feyrsinger)
Vom Sudhaus zur Markthalle. Revitalisierung des ehemaligen Sudhauses in Bad Ischl zu einer multifunktionalen Markthalle von Raphael Holzer

Die vorliegende Diplomarbeit behandelt Markthallen und Märkte mit Schwerpunkt auf Europa und schließt mit einem Entwurfsprojekt in Bad Ischl in Oberösterreich ab. Das Resultat ist eine Markthalle als Mehrzweckhalle, die aufgrund ihrer Lage und des Angebotes eine attraktive Ergänzung des Bad Ischler Stadtzentrums bietet. Dafür wird ungenutztes Potenzial herangezogen und mit Fokus auf Nachhaltigkeit, Regionalität und Natürlichkeit aufgewertet. Der Entwurf reaktiviert einen derzeitig leerstehenden Stadtteil und erfüllt diesen durch eine aktive Gestaltung wieder mit Leben.

Vom Sudhaus zur Markthalle (Raphael Holzer)
Pürstingau. Umbau eines Bauernhauses im Salzkammergut unter der Verwendung von Baustoffen aus ökologischen Rohstoffen von Lisa Vockenhuber

Ziel dieser Diplomarbeit war es die Themen Nachhaltigkeit und Altbausanierung anhand einer Altbausanierung zu vereinen. Das Bestandsgebäude wird für reine Wohnzwecke umgebaut, mit der Möglichkeit zu künftigem Mehrgenerationenwohnen. Die Baumaßnahmen aller raumabschließenden Elemente erfolgen mit ökologischen Rohstoffen.

Pürstingau (Lisa Vockenhuber)
Café des Lichts. Die Altstadt von Althofen neu erleuchten von Hemma Hartl

In dieser Diplomarbeit wird die Revitalisierung eines unter Denkmalschutz stehenden Bestandsgebäudes herausgearbeitet und veranschaulicht. Durch ein Licht- und Materialkonzept wurden der Bestand, sowie der Neubau, in ein neues Licht gerückt. Gemeinsam mit der Außenraumplanung bettet sich die Gesamtkomposition in die Silhouette der Stadt ein.

Café des Lichts (Hemma Hartl)
MurSprung. Revitalisierung eines Bestandsgebäudes in der Murauer Innenstadt von Johannes Fian

Ziel dieser Diplomarbeit war es, ein Konzept für eine Revitalisierung eines Altbestandes in der Murauer Altstadt zu entwickeln. Das Ergebnis ist der konzeptionelle Entwurf eines Wohngebäudes inklusive der Freiraumplanung, der Erstellung von Leitdetails für die Sanierung, der konzeptionellen Planung des Innenraums sowie einer ortsbildrespektierenden Fassadengestaltung.

MurSprung (Johannes Fian)
Jugendtreff neu entwickelt. Ein Jugendtreff für die Stadtgemeinde Köflach von Andreas Bernsteiner

Die vorliegende Arbeit beinhaltet die zu berücksichtigenden Grundlagen für die Errichtung eines Jugendtreffs. Der Entwurf zeigt - nach zuvor erstellten Analysen des Grundstückes und Ortes, Beschreibungen der Anbindungen und naheliegenden Einrichtungen - Idee, Konzept, Grundrisse, Ansichten und Schnitte sowie das Konzept des Freibereiches auf.

Jugendtreff neu entwickelt (Andreas Bernsteiner)
Arbeiten im Grünen. In der Stadt. Gebäudeintegrierter Obst- und Gemüseanbau als Erweiterung von Bürostrukturen, umgesetzt mit Hilfe der innovativen Dünnglastechnologie von Simon Auer

Im Zusammenhang mit den weltweiten Herausforderungen unserer Zeit, stellen der Klimawandel und seine Folgen sowie die gesellschaftlichen Veränderungen zentrale Themen dar. In diesem Sinne beschäftigt sich diese Arbeit mit der Suche nach Lösungsansätzen für die Probleme der hohen CO2-Emmissionen und dem steigenden Flächenverbrauch, von welchen auch die Lebensmittelproduktion und die damit verbundene Infrastruktur stark betroffen sind. Durch die Verbindung der beiden Themengebiete entsteht ein Konzept, in welchem Obst- und Gemüseanbau und Büroarbeit am selben Ort stattfinden und dabei beide Funktionen voneinander profitieren. Dafür wird ein Bestandsgebäude aufgewertet und zu einem zukunftsfähigen Arbeitsplatz umfunktioniert - und dabei durch einen integrierten Gewächshausbereich erweitert. Die sich ergebenden technischen und gestalterischen Anforderungen können durch den Einsatz der innovativen Dünnglastechnologie erfüllt werden.

Arbeiten im Grünen (Rendering: Simon Auer)
vielfalt vereint. Entwurf und Konzeptentwicklung eines inklusiven Lernzentrums nach dem Prinzip einer Volkshochschule von Imke Brandt

Obwohl Menschen mit Behinderungen einen so großen Teil unserer Bevölkerung darstellen, gibt es kaum Berührungspunkte zwischen den Lebenswelten der Menschen mit und ohne Behinderungen. Das Ziel dieser Arbeit ist es, architektonische und programmatische Berührungspunkte zu schaffen und dementsprechend Berührungsängste zu nehmen. Der alltägliche Umgang zwischen Menschen mit und ohne Behinderungen soll gefördert werden. Gemeinsame Interessen verbinden – das soll durch eine inklusive Volkshochschule umgesetzt werden.

vielfalt vereint (Rendering: Imke Brandt)
Grüne Vertikale. Urbane Landwirtschaft als Entwicklungskonzept für Industriebrachen am Beispiel der Rösselmühle in Graz von Teresa Dünninger

Die fortschreitende Urbanisierung und die damit einhergehende wachsende Flächeninanspruchnahme für Siedlungsgebiete sind eine große Herausforderung in der Stadtentwicklung. Die Folgen des Klimawandels wie Hitzewellen, Dürreperioden und Starkregenereignisse erfordern darüber hinaus Konzepte der Anpassung und Ressourcenschonung im Städtebau.

Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Herausforderungen und möglichen Handlungsfeldern für einen nachhaltigen Städtebau. Sie geht insbesondere der Fragestellung nach, inwieweit sich die Lebensmittelproduktion als Nutzung für brachliegende Industriebauten eignet und wie neue Funktionen zur Belebung und Entwicklung von zentrumsnahen Stadtgebieten beitragen können.

Grüne Vertikale (Rendering: Teresa Dünninger)
CIRCULAR COMMUNITYCIRCULAR COMMUNITY. Ein kreislauffähiges Gemeinschaftshaus von Simon Eder

Diese Arbeit befasst sich mit Architekturkreisläufen und zeigt auf wie diese in der Praxis angewandt werden können. Beispielhaft wird ein Entwurf eines Gemeinschaftshauses erarbeitet, welches als Treffpunkt und Tauschmarkt für eine isländische Gemeinschaft fungiert.

CIRCULAR COMMUNITYCIRCULAR COMMUNITY (Rendering: Eder Simon)
HEIMKEHR- Ein Wiederaufbauprojekt in Aleppo nach dem Krieg – Gebietsbeispiel Jabal Badro von Khuzama Hannan

Die vorliegende Arbeit präsentiert ein Projekt zum Wiederaufbau eines durch den Krieg zerstörten Viertels von Aleppo. Abgesehen von der Bedeutung des Themas für den betroffenen Stadtteil Jabal Badro liegt die Relevanz in der Einbeziehung brennender Probleme unserer Zeit – neben der Zerstörung von Bauwerken hat der Krieg in Syrien soziales Elend hinterlassen. Das bedeutet, dass seriöse Aufbauarbeit auch soziales Design als Gegengewicht zur aktuellen ökonomischen Ungleichheit in die Stadtentwicklung einbeziehen muss. Mindestens ebenso wichtig sind aber auch die globalen Problemstellungen wie Ressourcenknappheit, Umweltverschmutzung und vor allem das vielleicht größte Problem der kommenden Jahre - die Klimaveränderung.

Heimkehr (Modell: Khuzama Hannan)
LICHT AM ENDE DES TUNNELS. Ein Nachnutzungskonzept für die denkmalgeschützte Ruine der Laurenziröst in Vordernberg von Julia Hoffmann

Der Schwerpunkt dieser Arbeit ist die Beantwortung der Frage, wie die vom Verfall geplagte Ruine durch respektvolles, aber entschiedenes Eingreifen gesichert und einer neuen Nutzung zugeführt werden kann, um sie aus dem Winterschlaf des Zerfalls zu erwecken. Mittels wertschätzender Interventionen soll das Bauwerk dem heutigen Zeitgeist entsprechend angepasst und ergänzt werden, ohne die einzigartige bestehende Präsenz zu degradieren.

Licht am Ende des Tunnels (Rendering: Julia Hoffmann)
KREISLAUF MACHT SCHULE. ERWEITERUNGSBAU DER KATHOLISCHEN GRUNDSCHULE FRANKENFORST von Lukas Müller

Die Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem Thema der Nachhaltigkeit. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Lebenszyklusbetrachtung und der damit verbundenen Kreislaufwirtschaft in der Planung und Errichtung von Gebäuden. Einen eigenen Entwurfsvorschlag soll der Erweiterungsbau der katholischen Grundschule Frankenforst (KGSF) liefern.

Kreislauf macht Schule (Modell: Lukas Müller)
Siedlungsentwicklung im ländlichen Raum - Linsendorf in Kärnten 2050 von Ngoc Minh Duc Nguyen

Diese Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem Thema der Siedlungsentwicklung bei gleichzeitiger Förderung des Tourismus in Potenzialgebieten. Die Insel Linsendorf in Kärnten befindet sich in einer günstigen Lage für die touristische Entwicklung und könnte in Zukunft zu einer dauerhaften Siedlung werden.

Siedlungsentwicklung 2050 (Modell: Ngoc Nguyen)
Architektur als Gesellschaft und Gesellschaft als Architektur. Eine urbane Quartiers Entwicklungsstrategie an dem Andreas-Hofer-Platz in Graz von Markus Url

Im Rahmen des Entwurfes der vorliegenden Diplomarbeit werden städtebauliche Eingriffe unternommen, um die umgehenden Straßenmündungen in planerischen Vorgängen mit einzubeziehen. Bewegungs- und Belebungsachsen sollen so den inneren Kern der Stadt Graz erschließen. Versiegelte Flächen sollen gebrochen, mit Sauerstoff wieder angereichert und der Natur zurückgegeben werden. Bewegungs- und Belebungsachsen sollen auf diese Weise die innerstädtische Kernzone attraktiveren. Ebenso zu berücksichtigen ist die psychologische Wirkung auf die Bewohner:innen der vorhandenen urbanen Strukturierung.

Architektur als Gesellschaft und Gesellschaft als Architektur (Rendering: Markus Url)
DORF KNEIPP. FÜR EINE BEWUSSTE NATÜRLICHE KINDHEIT von Juliane Wagner

Diese Diplomarbeit beschäftigt sich mit der aktuellen gesellschaftlichen Lebensweise und den damit verbundenen bewussten und unbewussten Risiken. Das Entwurfskonzept dieser Arbeit schafft einen ganzheitlichen Ansatz für die Erziehung und Bildung von Kindern. Die Schaffung eines Bewusstseins für die eigene körperliche Gesundheit und ein bewusster Umgang mit der Natur ist die Aufgabe dieses Entwurfskonzepts.

Dorf Kneipp (Modell: Juliane Wagner)
VON RECYCLING ZU RE-USE. Entwicklung eines Fassadensystems und Implementierung in einen Entwurf von Matthias Weiner

Die folgende Arbeit setzt sich mit den Begriffen „Recycling“, „Re-use“, „Downcycling“ und „Upcycling“, sowie mit dem Thema der Kreislaufwirtschaft auseinander. Der Fokus wird dabei auf die Baubranche gelegt. An die Thematik anknüpfend erfolgt die Entwicklung eines neuen modularen und wiederverwendbares Fassadensystems. Die Entwicklung beginnt bei der ersten Materialstudie und geht über Bauteilzusammensetzungen und Modulentwicklung bis hin zu Detaillösungen. Dabei wird dieses Fassadensystem unter den notwendigen Aspekten und Anforderungen einer Baustoff- bzw. Bauteilzulassung betrachtet.