Forschung

Peace Games

 

Das Projekt Peace Games zielt darauf ab, zur Entwicklung staatsbürgerlicher, demokratischer und sozialer Kompetenzen beizutragen, indem das volle Potenzial der Kreativität durch spielbasiertes Lernen im Rahmen des formalen und informellen Lernprozesses genutzt wird.

Im Mittelpunkt des Projekts steht die Idee, bürgerliche und soziale Schlüsselkompetenzen durch die Nutzung von Spielen, die auf Friedenserziehung ausgerichtet sind, zu entwickeln. Zu diesem Zweck will Peace Games diese Kompetenzen bei Lernenden zu stärken und gleichzeitig Lehrkräften dabei helfen, Spiele pädagogisch sinnvoll zu nutzen. Dies geschieht durch die Identifizierung, Bewertung und Unterstützung des Einsatzes relevanter Spiele − online oder face-to-face −, die bereits auf staatbürgerliche Fähigkeiten, interkulturelle Kommunikation und Konflikttransformation ausgerichtet sind. Außerdem werden Leitlinien und Ratschläge für die Entwicklung neuer „selbstgemachter“ Spiele bereitgestellt, die für bestimmte Kontexte relevant sind.

Projekttreffen zur Klassifizierung ausgewählter Spiele

Im Dezember 2021 trafen sich 17 Mitglieder des Peace-Games-Projekts online (statt vor Ort in Graz, Österreich), um die Klassifizierung von 55 ausgewählten Spielen zu diskutieren, die das Lernen und die Entwicklung von Friedenskompetenzen unterstützen. Der Spielekatalog zum Download.

Der nächste Schritt des Projekts ist die Erprobung dieser Spiele in Schulen verschiedener Länder. Das zweistufige Pilotprojekt startete Anfang 2022. Auf einen kurzen Versuch, der verschiedene Einsatzmöglichkeiten von Spielen in Schulen aufzeigt, folgt eine ausführliche Erprobung. Die aus der ersten Pilotphase gezogenen Lehren wurden auf dem Peace-Games-Treffen im April 2022 berichtet und diskutiert, gefolgt von einer spezifischen Planung der Pilotphase und einem entsprechenden Zeitplan in jedem Partnerland − Italien, Frankreich, Deutschland, Malta und Österreich. Die Pilotierung der Spiele in allen Ländern wird bis Ende Oktober 2022 fortgesetzt.

Bitte kontaktieren Sie das Team, wenn Sie über Frieden unterrichten und an einer der Pilotphasen teilnehmen möchten. Sie freuen sich darauf, mit Ihnen zu sprechen und mit Ihnen an Ihren spielbasierten Unterrichtsaktivitäten zu arbeiten.

Lesen Sie hier mehr über das Projekt http://eiplab.eu/peace-games.

Projektpartner
  • Forum of European Regions for Research, Education and Training (France)
  • International Institute for Humanitarian Law (Italy)
  • Liceo Statale « G.D.Cassini » (Italy)
  • Ministry for Education and Employment (Malta)
  • Asociación cultural Da2 Trucados (Spain)
  • Universita Degli Studi di Modena e Reggio Emilia (Italy)
  • FH JOANNEUM (Austria)
  • Evangelische Schule Neuruppin (Germany)
  • Université Côte d’Azur (France)

Ziele des Projekts:

  1. Erforschung, Analyse und Klassifizierung des verfügbaren Angebots an friedensorientierten Spielen auf der Grundlage ihrer Relevanz für den Kompetenzrahmen, der derzeit international entwickelt und getestet wird.

  2. Identifizierung bestehender Lücken durch ein umfassendes Mapping auf der Grundlage des Kompetenzrahmen und Einbindung der Spieleentwickler:innen in die Entwicklung neuer Spiele, die sich mit den identifizierten Lücken befassen, auch unter Verwendung bestehender Friedensübungen, die noch nicht als Spiel gestaltet wurden.

  3. Entwicklung einer Online-Drehscheibe, die Bildungseinrichtungen und Pädagog:innen, welche daran interessiert sind, das Potenzial von Spielen zur Erreichung von Lernergebnissen in diesem Kompetenzbereich zu nutzen, mit Informationen, Ratschlägen und Unterstützung versorgt und Indie-Game-Entwicklergemeinschaften in die Entwicklung neuer Spiele einbindet.

  4. Erprobung und Validierung der Nutzung der Online-Drehscheibe und der verfügbaren Spiele in zehn Pilotschulen in fünf Ländern sowie auf freiwilliger Basis in anderen lokalen Gemeinschaften und Organisationen der Zivilgesellschaft, die sich für die staatsbürgerliche Erziehung einsetzen.

  5. Entwicklung und Validierung eines Leitfadens zum Thema Nutzung, Einführung und Anpassung von spielbasiertem Lernen in traditionellen Bildungsumgebungen.

  6. Einzelne Lernende, die sich bereits mit Online- und Offline-Spielen beschäftigen und das Interesse und die Lebensrelevanz friedensorientierter Spiele entdecken könnten, sollen angeleitet und in einen kooperativen Kontext gestellt werden.

  7. Es sollen Lehren aus der Überprüfung und den Online-Hub-Aktivitäten gezogen werden, um die aktuelle bildungspolitische Debatte über Staatsbürgerschaft und Friedenserziehung zu unterstützen.