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Projekt

Tele-Rehabilitation Kids Chance

Eine wissenschaftliche Analyse der Tele-Reha samt Wirksamkeit und Vorteile der Therapieform in Vergleich zu anderen!
Automatisch gespeicherter Entwurf 97

Die wissenschaftliche Analyse der Tele-Reha samt der Wirksamkeit und der Vorteile der Therapieform in Vergleich zu anderen etablierten Therapieformen − diesem Themengebiet widmen sich vier Masterstudentinnen von „Gesundheitsmanagement und Public Health“ im Rahmen der Lehrveranstaltung „Forschungs- und Projektarbeiten” im Auftrag der Abteilung Kids-Chance der Radkersburger Hof GmbH & Co KG.

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AUSGANGSLAGE

Die Corona-Krise stellte das Leben der Bevölkerung, aber auch des Gesundheitssystems auf den Kopf. Die Reha-Radkersburg, ein Zentrum für Gesundheit und Rehabilitation, mit seiner Einrichtung der Kids-Chance stand vor einer großen Herausforderung. Die Kids-Chance unterstützt und fördert die Selbstständigkeit von Kindern mit zerebraler oder körperlicher Einschränkung bis hin zu deren 18. Lebensjahr. Ziel ist es, die sich noch entwickelnden Fähigkeiten so zu unterstützen, dass die Kinder und Jugendlichen auch in Zukunft ein glückliches Leben führen können.

Durch die Corona-Pandemie kam es jedoch zu strengen Kontaktbeschränkungen und so war es für die Kids-Chance ab Mitte März 2020 bis Ende Juni 2020 nicht möglich, den Kindern und Jugendlichen einen Aufenthalt in der Kids-Chance zu ermöglichen. Die Situation wurde jedoch dafür genutzt, Maßnahmen zur Tele-Reha einzuführen und zu erproben. Aufgrund der positiven Resonanz seitens der Therapeutinnen und Therapeuten sowie der Angehörigen soll dieses Konzept auch nach der Corona-Pandemie nicht verloren gehen.

DAS PROJEKT

Das FPA05-Team bestehend aus Tonja Ofner (Projektleitung), Pauline Dieckmann, Kristina Hofer und Kerstin Fertala wurde im Rahmen des Masterstudiengangs „Gesundheits-, Tourismus- und Sportmanagement“ mit der Studienrichtung „Gesundheitsmanagement und Public Health“ damit beauftragt, eine wissenschaftliche Analyse der Tele-Reha durchzuführen. Im Laufe des Projekts kam es zu Gegenüberstellungen der Wirksamkeit und Vorteile der Tele-Rehabilitation zu anderen etablierten Therapieformen (stationär / ambulant / Hausbesuch), die wissenschaftlich untermauert wurden.

ZIELE

Es wurden folgende Projektziele verfolgt:

  • Erstellung einer Argumentationshilfe für die Kostenträger
  • Erarbeitung einer Legitimation für therapeutische Weiterbeschäftigung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, auch während Zeiten mit eingeschränkten Kundenkontakt
  • Konzeptionierung von Roll-out-Möglichkeiten für Kinder-Reha und Reha-Nachbetreuung

INTERVIEWS MIT EXPERTINNEN UND EXPERTEN

Im Laufe des Projekts wurden gesamt elf Interviews mit 13 Expertinnen und Experten via MS-Teams durchgeführt. Die Basis bildete ein im Vorhinein entwickelter Interview-Leitfaden und die von den Expertinnen und Experten unterzeichnete Datenschutzerklärung. Die interviewten Personen stammen aus den Bereichen E-Health, Medizin, Therapie, Forschung und Versicherung. Die Interviews wurden aufgezeichnet und die Ergebnisse daraufhin mit MAXQDA transkribiert, kategorisiert, paraphrasiert und codiert sowie anschließend mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet. Die Ergebnisse der Interviews wurden zusätzlich zur gefundenen Literatur, zur Erstellung der Fact-Sheets, die sich an den Zielen des Projektes orientieren, herangezogen.

ERGEBNISSE

  • Der Einsatz von Tele-Reha führt zu einer Erhöhung der Behandlungs- sowie Lebensqualität der Patientinnen und Patienten.
  • Tele-Reha ist leicht in den Alltag zu integrieren und stellt die einfachste Möglichkeit zur Gewährleistung einer Weiterversorgung dar.
  • Durch die lückenlose Rehabilitation kann sich der Rehabilitationsfortschritt steigern, womit mögliche Folgeschäden vermieden werden können.
  • Tele-Reha ermöglicht einen verbesserten Zugang der Versorgung, auch in ruralen Gebieten.
  • Es kommt zu Kosteneinsparungen beispielsweise durch den geringeren Bedarf an Räumlichkeiten für Behandlungen und den Entfall der Aufenthalts- und Verpflegungskosten.
  • Arbeitskräfte können auch in Zeiten mit eingeschränkten Kundenkontakt weiterbeschäftigt werden und somit die Aufrechterhaltung der Versorgung sicherstellen.
  • Kinder-Tele-Reha ermöglicht eine zugängliche, kontinuierliche Versorgung und bietet eine verbesserte Überwachung. Dadurch sinken Komorbiditäten.
  • Durch Tele-Reha-Nachsorge bleibt der Kontakt zwischen Kind und Therapeutin oder Therapeuten aufrecht:
  • Die Therapeutin oder der Therapeut kennt das Kind und seine Bedürfnisse bereits.
  • Die Kontinuität der Versorgung kann gewährleistet werden.
  • Gesteigertes Vertrauensverhältnis
  • Dem Roll-out dienen Schulungen / Onboarding von Therapeutinnen und Therapeuten sowie Patientinnen und Patienten zur Verwendung technischer Hilfsmittel.
  • Ethische, organisatorische und rechtliche Implikationen beim Roll-out werden berücksichtigt.
  • Hybride Reha-Konzepte stellen eine große Roll-out-Chance dar. Hier werden technischen Hilfsmittel in Präsenz erklärt und daraufhin zu Hause angewendet.
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