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Presse

25 Jahre Soziale Arbeit an der FH JOANNEUM

25 Jahre Soziale Arbeit an der FH JOANNEUM feierten Martin Payer, Marie-Therese Sagl, Elke Heinrichs (Gemeinderätin Graz), Corinna Engelhardt-Nowitzki und Uwe Trattnig (Departmentleiter Bauen, Energie, Gesellschaft). Foto: FH JOANNEUM / Hannah Wasserfaller

Das Institut Soziale Arbeit der FH JOANNEUM feierte am 9. Oktober 2026 sein 25-jähriges Bestehen. Das Jubiläum brachte rund 250 Studierende, Absolvent:innen, Lehrende, Mitarbeitende und Praxispartner:innen zusammen und bot Gelegenheit, auf die Entwicklung zurückzublicken und aktuelle sowie zukünftige Herausforderungen der Sozialen Arbeit zu diskutieren.

Als der Diplomstudiengang Sozialarbeit mit Schwerpunkt Sozialmanagement 2001 im Zuge der Akademisierung der Sozialen Arbeit an der FH JOANNEUM startete, war Soziale Arbeit im Fachhochschulsektor eine junge Disziplin. Die Akademisierung hat nachhaltig einen wichtigen Professionalisierungsschub ausgelöst: „Seit 25 Jahren steht das Institut Soziale Arbeit der FH JOANNEUM für die erfolgreiche Verbindung von Wissenschaft und Praxis. Durch die Akademisierung der Sozialen Arbeit 2001 wurde die Qualität der Ausbildung gestärkt und die Grundlage geschaffen, um gesellschaftliche Herausforderungen mit wissenschaftlich fundierter fachlicher Kompetenz und innovativen Lösungsansätzen zu bewältigen. Damit leisten wir einen wesentlichen Beitrag für eine Gesellschaft, die professionelle Unterstützung in diesem Bereich mehr denn je braucht“, betonten Martin Payer, kaufmännischer Geschäftsführer der FH JOANNEUM, und Corinna Engelhardt-Nowitzki, Rektorin und wissenschaftliche Geschäftsführerin der FH JOANNEUM, bei der Feier.

Was vor 25 Jahren mit 35 Bachelorstudienplätzen begann, ist heute ein Institut mit 22 Mitarbeitenden, 250 Bachelor- und 50 Masterstudierenden, angewandter Forschung, nationalen und internationalen Kooperationen sowie einem breiten Netzwerk an Praxispartner:innen. Jährlich starten mittlerweile rund 90 Studierende im Bachelor– und gleichnamigen Masterstudiengang Soziale Arbeit. Sie alle lernen, gesellschaftliche Entwicklungen kritisch zu analysieren und zugleich konkrete Lösungen für die Praxis zu entwickeln. Die Verbindung von wissenschaftlicher Fundierung und Handlungskompetenz prägt die Ausbildung am Institut. Forschungsprojekte wie Diverse Courses, das sich mit Vielfalt und Teilhabe beschäftigt, zeigen dabei die thematische Bandbreite. Zuletzt hat die Studie Morde in Österreich, die im Auftrag des Bundesverband Gewaltschutzzentren Österreich am Institut Soziale Arbeit durchgeführt wurde, österreichweit für Aufmerksamkeit gesorgt.

Soziale Arbeit für die Gesellschaft von morgen

Die Verknüpfung von Theorie und Praxis zeigt sich auch in den Studierendenprojekten des Bachelor- und Masterstudiums: Gemeinsam mit Organisationen aus dem Sozialbereich entwickeln Studierende Projekte zu sozialen Fragestellungen, die sich jährlich vor einem Fachpublikum an der FH JOANNEUM präsentieren. Die Projekte reichen von Palliativversorgung und Jugendhilfe bis zu Fragen von Inklusion und sozialer Teilhabe. Absolvent:innen der Sozialen Arbeit sind aufgrund ihrer fachlichen Kompetenzen in allen Bereichen des Sozialwesens gefragt.

„25 Jahre Soziale Arbeit an der FH JOANNEUM sind 25 Jahre gemeinsamer Entwicklung. Unsere Studierenden bringen neue Perspektiven und Ideen ein und setzen sich schon während des Studiums mit konkreten gesellschaftlichen Herausforderungen auseinander“, stellte auch Marie-Therese Sagl, Leiterin des Instituts Soziale Arbeit, bei der Jubiläumsfeier fest. Zu den Gratulant:innen bei der Feier im Audimax der FH JOANNEUM in Graz zählte Gemeinderätin Elke Heinrichs, die in Vertretung der Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr Grußworte überbrachte.

Ein Blick in die Zukunft

Ein Thema bei der Jubiläumsfeier waren die gesellschaftlichen Veränderungen, die auch neue Aufgaben für die Soziale Arbeit mit sich bringen: Digitalisierung und Künstliche Intelligenz eröffnen Möglichkeiten für Beratung und Unterstützung, werfen aber auch Fragen nach digitaler Teilhabe und Datenschutz auf. Gleichzeitig stellen soziale Ungleichheit, demografischer Wandel, Klimakrise und gesellschaftliche Polarisierung die Profession vor Herausforderungen. Marie-Therese Sagl: „Die Soziale Arbeit muss künftig noch stärker in der Lage sein, technologische und gesellschaftliche Veränderungen kritisch zu begleiten. Es geht nicht nur darum, neue Technologien anzuwenden, sondern auch darum, ihre Auswirkungen auf Menschen und soziale Beziehungen zu verstehen. Unsere Aufgabe in der Ausbildung ist es, Studierende darauf vorzubereiten, mit diesen Veränderungen professionell umzugehen und gleichzeitig den Menschen und seine Lebenswelt im Mittelpunkt zu behalten.“

Zum Jubiläum ist im Verlag der FH JOANNEUM der Sammelband „25 Jahre Soziale Arbeit an der FH JOANNEUM. Profession, Ausbildung und Forschung“ mit 24 Beiträgen von Autor:innen aus dem Bereich Soziale Arbeit erschienen. Er blickt auf die Entwicklung von Studium, Lehre und Forschung zurück und richtet den Blick zugleich auf die Zukunft der Profession. Die Beiträge beschäftigen sich unter anderem mit Professionalisierung, Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz, sozialer Ungleichheit, Anerkennung, Diskriminierung, Peer-Arbeit, Trauma sowie Kinder- und Jugendhilfe und Kinderschutz. Der Sammelband ist digital frei verfügbar über: https://doi.org/10.60588/3d6h-zh51.

Foto. FH JOANNEUM / Hannah Wasserfaller

Foto. FH JOANNEUM / Hannah Wasserfaller

Foto. FH JOANNEUM / Hannah Wasserfaller