LIGHT UP! Aufstockung mit Holz 2
Wohnhausanlage Pantucekgasse (Foto: Katharina Makoru)

LIGHT UP! Aufstockung mit Holz

Katharina Makoru,

Studierende des Masterstudiengangs „Architektur“ haben sich im Wintersemester 2019/2020 im Rahmen eines Wettbewerbs mit dem innerstädtischen Verdichtungspotential am konkreten Beispiel von drei Wohnbauten der Stadt Wien aus den 1960er Jahren auseinandergesetzt.

Der Wettbewerb setzte sich mit dem innerstädtischen Verdichtungspotential von drei Wohnbauten der Stadt Wien aus den 1960er Jahren auseinander. Daraus entwickelte sich die Aufgabenstellung, wonach eine zweigeschossige Aufstockungsvariante aus Holz aufgezeigt werden sollte. Der österreichweite Wettbewerb wird von proHolz Austria in Kooperation mit der Stadt Wien und Wiener Wohnen organisiert.

Die Grundvoraussetzung der Auslobung war eine Systemlösung aus Holz oder Holzhybridbauweise (Kombination aus Holz und Beton), welche unter Umständen auch auf andere Objekte übertragen werden könnte. Dabei sollte nicht nur das Augenmerk auf Nutzungsflexibilität und leistbaren Wohnraum gelegt werden, sondern auch den Bewohnerinnen und Bewohnern des Bestandes ein Mehrwert geboten werden.

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Kick-off in Wien

Um sich mit der Aufgabenstellung und der Thematik des Verdichtungspotential näher auseinanderzusetzen, erfolgte im Herbst 2019 eine Exkursion nach Wien. Nach einem anfänglichen Kick-off an der TU Wien konnten die Wohngebäude in den unterschiedlichen Gemeindebezirken eigenständig besichtigt und eine Entscheidung darüber getroffen werden, für welches der drei Objekte man eine Lösung entwickelt wollte.

Zusätzlich wurden unterschiedliche Gebäude vor Ort besichtigt:

Nach den Besichtigungen in Wien begann der eigentliche Entwurfsprozess. Im Laufe dessen wurden vor allem die folgenden Fragen häufig thematisiert: Wie kann man den Wohnraum möglichst flexibel nutzen? Durch welche Maßnahmen kann man eine barrierefreie Erschließung ermöglichen? Welchen Mehrwert kann man den Bewohnerinnen und Bewohnern des Bestandes durch die Aufstockung bieten? Und wie kann das System auf andere Objekte übertragen werden?

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Da es sich um einen interdisziplinären Wettbewerb handelte, kam es zu einer Zusammenarbeit mit Studierenden des Masterstudiengangs „Baumanagement und Ingenieurbau“ der FH JOANNEUM sowie des Bachelorstudiengangs „Holztechnologie und Holzbau“ der FH Salzburg Campus Kuchl. Um nicht nur die ortsgebundene Trennung zu überwinden, sondern auch ein erstes persönliches Kennenlernen zu ermöglichen, wurde Ende 2019 ein Workshop-Wochenende in Graz abgehalten.

Workshop in Graz (Foto: FH JOANNEUM)

Nach einem anfänglichen Kennenlernen und den Präsentationen der Entwurfsideen wurden Teams gebildet und der Entwurf hinsichtlich des Tragwerkes und Detaillösungen besprochen. Innerhalb der zwei Tage wurden die Entwürfe durch Materialien, Aufbauten, technische Lösungen aber auch auf Probleme konkretisiert, welche in den weiteren Wochen noch gelöst werden sollten.

Abgabephase

Die Entwurfsideen wurden in den weiteren Semesterwochen detailliert ausgearbeitet, Lösungen für vorhandene Probleme gesucht und das Ende des Semesters kam immer näher. Die Zusammenarbeit erfolgte über Telefonate, E-Mails und unzählige Nachrichten. Die Plakate wurden gestaltet, die Nächte wurden immer kürzer und schlussendlich erfolgte eine gemeinsame Schlusspräsentation sowohl in Graz als auch für einige Studentinnen und Studenten an der FH Kuchl.

Es bleibt spannend

Aufgrund von Covid-19 wurde die Wettbewerbsabgabe auf Ende Juni 2020 verschoben. Die Preisverleihung wird am 13. Oktober 2020 stattfinden. Wir sind gespannt!

Hinweis:

Katharina Makoru ist Studentin des Masterstudiengangs "Architektur" der FH JOANNEUM Graz. Jetzt noch bis 17. August 2020 für das Masterstudium "Architektur" bewerben!