Ein Inverterprüfstand dient dazu, Inverter unter definierten und reproduzierbaren Bedingungen zu testen und zu vermessen. Der Inverter wandelt dabei die von einer Batterie oder einem Akku bereitgestellte Gleichspannung in eine definierte Wechselspannung um, beispielsweise zur Versorgung eines elektrischen Antriebs. Dieser Energieumwandlungsprozess kann auch in umgekehrter Richtung erfolgen, etwa bei der Rückspeisung elektrischer Energie bei PV-Anlagen oder beim elektrischen Bremsen, dem Rekuperieren.
Der große Vorteil eines Inverterprüfstands liegt darin, dass sich elektrische und thermische Belastungen sowie realistische Betriebszustände kontrolliert im Labor nachbilden lassen. Dies kann bereits in einem frühen Entwicklungsstadium geschehen, bevor der Elektromotor oder der Akku zur Verfügung stehen, was einen Vorteil in der Gesamtfahrzeugentwicklung bringt und die Kosten reduziert. Im Gegensatz zu Messungen im Fahrzeug oder im Feldversuch sind am Prüfstand Umgebungsbedingungen, Lastprofile, Spannungen, Ströme und Temperaturen exakt steuerbar und jederzeit wiederholbar.
Der Prüfstand kann hinsichtlich Umgebungstemperatur, Feuchtigkeit und Kühlkreislaufbedingungen konditioniert werden, sodass auch extreme Einsatzbedingungen zuverlässig simuliert werden können. Des Weiteren können unterschiedliche Motortypen sowie Leistungen variabel getestet werden, ohne den Inverter an verschiedene Motoren anschließen zu müssen. Unterschiedliche Ladestände können ebenso dynamisch getestet werden wie unterschiedliche Versorgungsspannungen des Akkus.