Seit 1995 ist das Marienstüberl ein Ort, an dem Menschen in schwierigen Lebenssituationen täglich eine warme Mahlzeit, Lebensmittel und Ruhe finden. Dass eine Einrichtung wie diese auch noch drei Jahrzehnte nach ihrer Gründung benötigt wird, bildet den Ausgangspunkt des Projekts. Die zentrale Frage lautet:
“Warum brauchen wir seit 30 Jahren das Marienstüberl in Graz?”
Ziel der Zusammenarbeit war es, das Marienstüberl aus unterschiedlichen Perspektiven sichtbar zu machen und gleichzeitig kritisch zu hinterfragen, warum wir in einem wohlhabenden Land wie Österreich noch eine Armenausspeisung brauchen. Der Fokus lag nicht darauf, ein Jubiläum zu feiern, sondern das Spannungsfeld rund um Armut, Lebensmittelverschwendung und soziale Verantwortung in Graz zu beleuchten.
Unter der Leitung von Wolfgang Kühnelt entstand in diesem Semester ein breites Set an Corporate-Publishing-Formaten. Die Studierenden recherchierten Hintergründe und entwickelten digitale Inhalte, führten Interviews und erzählten in verschiedenen Ausrichtungen von der wichtigen Arbeit der Freiwilligen, von alltäglichen Abläufen und der Bedeutung des Marienstüberls in der Stadt Graz.
Ein besonderes Erlebnis war die praktische Mitarbeit vor Ort. Eine Gruppe der Studierenden kochte gemeinsam einen Tag lang im Marienstüberl und erhielt somit Einblicke in die Abläufe und die intensive Arbeit, die hinter jeder Mahlzeit steckt.