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International Week: Sustainable Cities and Communities

Das wohl kürzeste Auslandssemester der Welt FH JOANNEUM, 25. Mai 2022
Kurztripp nach Belgien; Das kürzeste Auslandssemester der Welt; Mit Erasmus+ nach Belgien; International week in Belgien

Im Rahmen des Erasmus+ Programmes nahmen elf Studierende und ein Dozent des Masterstudienganges „Energy and Transport Management“ an der „International Week – Sustainable Cities and Communities“ in Hasselt, Belgien teil und knüpften internationale Kontakte fürs Leben.

Die Möglichkeit im Zuge der Ausbildung ein Auslandssemester oder -praktikum zu absolvieren ist gut bekannt und im Rahmen eines Studiums an der FH JOANNEUM nicht nur möglich, sondern auch empfohlen. Weniger bekannt ist dagegen die Möglichkeit einer durch ERASMUS+ geförderten „Kurzzeitmobilität“. Dabei handelt es sich um eine Art des Studienaustausches, aber in der verkürzten Dauer von fünf bis 30 Tagen. Daher ist dieses Fomat auch ideal für Studierende, die aufgrund ihrer Lebensumstände Österreich nicht für ein ganzes Semester verlassen können oder möchten. Als Teil eines sogenannten „Blended Intensive Programmes“ (BIP) konnten Studierenden des Masterstudiengangs „Energy and Transport Management“ die Kurzzeitmobilität nutzen, um bei einer International Week der UCLL Hogeschool in Hasselt (Belgien) mit anderen europäischen Hochschüler:innen aktuelle Herausforderungen zu diskutieren.

Sustainable Cities and Communities

Die International Week rund um das spannende und topaktuelle Thema „Sustainable Cities und Communities“ fand zwischen 14. und 18. März an mehreren Hochschulen gleichzeitig statt und beinhaltete neben einer Woche in physischer Präsenz auch die Vor- und Nachbereitung via Onlinekommunikation. Neben dem Gastgeber der UCLL und der FH JOANNEUM, waren auch die Free University of Bozen-Bolzano (Italien), KU Leuven, Haute École Léonard de Vinci (Belgien), Polytechnic Institute Of Portalegre (Portugal), Universitat de Girona, Universidad de Mayores (Spanien) und Hanzehogeschool Groningen (Niederlande) mit Studierenden oder Vortragenden beteiligt.

Die abwechslungsreiche Woche beinhaltete Fachvorträgen, Firmenpräsentationen und Begleitprogramm, doch das Kernstück waren die Projektarbeiten der Studierenden, welche in Kleingruppen bearbeitet wurden. Dafür wurden bereits im Vorfeld Teams mit vier bis fünf Teilnehmenden gebildet, die am letzten Tag ihre Ergebnisse präsentieren durften. Die vorgegebenen und durch jeweils eine/n Vortragende/n betreuten Themen waren:

  • Nachhaltigkeit in unterschiedlichen Industrien
  • Second-life-Konzepte für Batterien aus Elektrofahrzeugen
  • Energieeffizienz von Gebäuden
  • Veränderungen im Elektrizitätsnetz für flächendeckende E-Mobilität in Smart Cities
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University Colleges Leuven-Limburg – Campus Diepenbeek. Foto: Ivo Sabor

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Kleingruppen beim Arbeiten: Viele moderne Projekträume stehen den Studierenden für Projektarbeiten zur Verfügung. Foto: Ivo Sabor

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Kleingruppen beim Arbeiten Foto: Martijn Kiers

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Die Ergebnisse wurden vor den Kommilitonen und einer Fachjury präsentiert. Foto: Martijn Kiers

Lokales und Internationales

Im gut organisieren Wochenplan kamen auch außeruniversitäre Veranstaltungen nicht zu kurz. Am Ende des ersten Tages etwa, wurde eine umfangreiche Schnitzeljagd durch die Innenstadt von Hasselt organisiert, die die Teilnehmenden an alle bedeutenden Plätze führte. Die Stadt im Nord-Osten von Belgien, in der Provinz Limburg, ist geprägt von typischen Klinkerfassaden. Freunden moderner Mobilitätslösungen fallen sofort einige Unterschiede zur typisch österreichischen Stadt auf. So gibt es ein gut ausgebautes Netz an Fahrradstraßen, die mit einem österreichischen Fahrradweg nur wenig gemein haben. Zudem werden einige abgetrennte Busspuren und Umfahrungen genutzt, um den öffentlichen Verkehr rasch an PKWs vorbeizulassen. Der historische Stadtkern mit einem Durchmesser von etwa 800 Metern ist als Fußgängerzone gänzlich der aktiven Mobilität gewidmet. Doch auch die Universität, die etwas außerhalb des Stadtkerns liegt, ist durch den öffentlichen Verkehr gut angebunden.

Bei der International Week wurde neben dem intellektuellen Austausch auch für das leibliche Wohl gesorgt. So führte eine interessante Führung die Teilnehmenden durch das lokale Gin-Museum, bei der natürlich auch eine Verkostung nicht fehlen durfte. Vor allem im 19. Jahrhundert war der sogenannte Jenever die wichtigste Einnahmequelle der Stadt. Darauf, dass der Jenever dort bis heute nach traditioneller Art gebrannt wird, ist man nach wie vor sehr stolz, weshalb jährlich im Oktober das Jenever-Festival gefeiert wird. Neben der Verkostung von lokalen Spezialitäten hatten dann die Gäste ihrerseits beim “European aperitif” die Gelegenheit, ihre Länder und nationale Speisen zu präsentieren. Auch dabei galt das Motto “Probieren vor Studieren”. Die Highlights waren neben österreichischen Naschereien, spanischen Wurst- und Käseprodukten und belgischem Bier die guten Gespräche, die man in der lockeren Atmosphäre führen konnte.

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Klassisches belgisches Essen ist nicht gesund, aber lecker! Foto: Ivo Sabor

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Ein Besuch im Jenever-Museum ist ein Pflichttermin in Hasselt. Foto: Ivo Sabor

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Die Gäste durften auch ihre Esskultur präsentieren. Verkostung inklusive. Foto: Ivo Sabor

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Die belgische Stadt präsentiert sich mit gut ausgebauten Fahrradstraßen. Foto: Martijn Kiers

Resümee der International Week

Eine International Week bietet die Chance eine neue Bildungsinstitution mit unterschiedlichen Lerninhalten und Arbeitsweisen kennenzulernen. Dadurch wird ein Vergleich mit der eigenen Organisation möglich, der einerseits die gut funktionierenden Arbeitsabläufe erkennbar macht und auch jene Bereiche aufdeckt, wo eventuell Verbesserungspotenzial besteht. Man sollte seine eigenen Arbeitsmethoden nie als selbstverständlich hinnehmen, sondern immer für Verbesserungen und Änderungen offenstehen.

Die International Week ist, wenn man sie ernst nimmt, nicht entspannend, sondern verlangt einiges ab. Aber wenn man das Ergebnis der Woche sieht: wie Studierende aus verschiedenen Ländern zusammenkommen, Freundschaften entstehen und neben der inhaltlichen Wissensvermittlung auch Raum für soziale Veranstaltungen und kulturellen Austausch bleibt und man sich als Gastdozent für die Woche wie ein echtes Mitglied der gastgebenden Universität fühlt, dann lohnt es sich der Aufwand auf jeden Fall.
DI Martijn Kiers
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Martijn Kiers bei einem seiner Vorträge zum Thema ‘Mobility opportunities within Smart Cities’. Foto: Ivo Sabor

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Auch die Vortragenden verkosteten allerlei mitgebrachte Spezialitäten. Foto: Ivo Sabor

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Team Österreich. Foto: Ivo Sabor

Tipp

Lust auf einen Auslandsaufenthalt bekommen? Sowohl im Bachelorstudiengang „Energie-, Mobilitäts- und Umweltmanagement“ als auch in den Mastervertiefungen „Energy Technologies “ und „Mobility Technologies“ kann man ein freiwilliges Auslandssemester an einer unserer zahlreichen Partnerhochschulen absolvieren. Dazu berät gerne das Team des International Office.

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