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Kevin studiert Gesundheits- und Krankenpflege: Vom Roten Kreuz in den Pflegeberuf

Sophie Kappel, 03. Juni 2026

Kevin Hatzl studiert Gesundheits-­ und Krankenpflege im zweiten Semester an der FH JOANNEUM am neuen Gesundheitscampus Kapfenberg. Vier Jahre beim Roten Kreuz, eine Familie in der Pflege und der Wille, Menschen wirklich zu helfen: Kevin wusste früh, wohin sein Weg führt. Im Interview erzählt er, wie aus dem Zivildienst eine Berufung wurde.

Vom Rettungswagen in den Hörsaal

Nach der Matura an einer HLW absolvierte Kevin seinen Zivildienst beim Roten Kreuz. Daraus wurden vier Jahre als Rettungssanitäter und Einsatzfahrer. Pflege war schon lange sein Alltag, bevor er sich für das Studium entschied. „Meine Partnerin und meine Schwiegermutter sind beide seit Jahren in der Pflege tätig. Das ist ein sehr sinnvoller Beruf.“ Als bekannt wurde, dass in Kapfenberg ein neuer Gesundheitscampus entsteht, entschied sich Kevin für das Studium Gesundheits- und Krankenpflege an der FH JOANNEUM. Er kommt aus der Gegend, das Studium überzeugte mit Praxisorientierung und  Berufserfahrung in Form von zehn Praktika.

Wenn die Simulationspuppe plötzlich erbricht

Die Simulationstrainings sind für Kevin das Herzstück des Studiums. Schon im ersten Semester steht man im Skills- und Simulationslab und übt an realistisch gestalteten Szenarien. Eines blieb besonders in Erinnerung: „Beim Üben des Bettwäschewechsels hat die Simulationspuppe plötzlich angefangen zu erbrechen. Das hat mich kurz schockiert.“ Er lacht. „Aber wir haben das gemeistert.“ Genau das schätzt Kevin: Theorie und Praxis gehen hier Hand in Hand. Hier wird kein Wissen für später aufgespart, sondern in echten Situationen angewendet, die einen von Anfang an vorbereiten.

Familiär, persönlich, modern

Der Gesundheitscampus Kapfenberg hat erst im Herbst 2025 seine Türen geöffnet und bringt eine Aufbruchsstimmung mit, die man sofort spürt. Die Studierendenzahl ist überschaubar, die Atmosphäre persönlich. „Die Gemeinschaft am Campus ist sehr familiär”, sagt Kevin. Man kennt sich vom ersten Tag an, Lehrende sind direkt ansprechbar, und Freundschaften entstehen schnell. Kevin erlebt den Campus als Ort, an dem man keine Nummer ist, sondern einen Namen hat. Wer nach einer Zeit im Berufsleben wieder an eine Hochschule zurückkehrt, schätzt genau das: „Die größte Herausforderung war, das Lernen wieder zu lernen. Mit Lerngruppen haben wir das gemeistert.“

Ein Hörgerät ist kein Hindernis

Kevin trägt Hörgeräte und spricht offen darüber. Als es im Skills- und Simulationslab mit den Trainings-Headsets, die für die Kommunikation im Simulationstraining notwendig sind, zu Anpassungsschwierigkeiten kam, reagierten die Lehrenden sofort: Gemeinsam fanden sie eine Lösung, damit Kevin vollständig am Unterricht teilnehmen und keinen Nachteil haben würde. Sein Rat an andere Studierende, die mit einer Beeinträchtigung ins Studium starten: „Auf alle Fälle studieren gehen. Die FH JOANNEUM ist offen und unterstützend. Wer selbst eine Beeinträchtigung kennt, bringt oft besonders viel Empathie mit – und die ist in der Pflege das Wichtigste.“ Noch liegen vier Semester vor ihm, doch die Richtung steht fest: Am liebsten möchte er in der stationären Pflege arbeiten, in der Psychiatrie oder in der Kinder- und Jugendheilkunde. Sein Ziel ist es, Menschen im Heilungsprozess bestmöglich zu begleiten.

Mehr Geschichten aus dem Studienalltag

In unserem Blog teilen Studierende ihre Erfahrungen an der FH JOANNEUM – authentisch und praxisnah. Von Projektarbeiten über Auslandsaufenthalte bis zum Campusleben. Du möchtest noch mehr über das Leben an der FH JOANNEUM erfahren? Hier findest du weitere inspirierende Beiträge aus der Reihe:

➡️Nico studiert Journalismus und Public Relations (PR)

➡️Antonia studiert Physiotherapie

➡️Eva studiert Gesundheits-, Tourismus- und Sportmanagement

 

💡Gesundheits- und Krankenpflege: Alle Infos zum Studiengang

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