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Kunst im öffentlichen Raum oder „Warum hat der Eingang Zähne?“

Julia Czipoth, 31. Januar 2018
Die Strandbar im Keller ist Kunst

Wenn man eines Morgens die Fachhochschule durch einen riesigen Monstermund betreten muss, dann stecken mit großer Wahrscheinlichkeit Studierende des Bachelor-Studiengangs „Informationsdesign“ dahinter. In der Lehrveranstaltung „Szenografische Intervention“ produzieren sie aufregende Kunstwerke im öffentlichen Raum.

„Der Raum wird über den berechenbaren Punkt hinaus erfasst, bespielt, gelassen und neu aufgenommen“. So beschreibt die Lehrveranstaltungsinformation die Inhalte des Seminars „Szenografische Intervention“. Für die „Informationsdesign“-Studierenden bedeutet das, öffentliche Räume, wie beispielsweise den Kellervorraum oder das Stiegenhaus, kunstvoll umzugestalten und unerwartet kreativ zu machen. Nach einer intensiven Planungsphase, während dieser verschiedenste Projekte ausprobiert und durchgedacht wurden, kristallisierten sich nach und nach szenografische Umgestaltungen heraus, welche auch tatsächlich umgesetzt werden konnten. Die Studierenden hatten dabei nur begrenzte Mittel zur Verfügung, denn die Projekte mussten auch finanziert werden.

Ein paar Stunden Sonne
Der Umstand, dass der Kellervorraum in einem der Gebäude der FH JOANNEUM ebenfalls als öffentlicher Raum gilt, spielte Linda Walch und dem Rest ihrer Projektgruppe direkt in die Hände. „Wir wissen nicht mehr wirklich, wie wir auf die Idee gekommen sind. Es gab einen “Was wäre wenn”-Moment und von da an hat sich das Projekt mehr oder weniger verselbstständigt“, beschreibt Walch die Entstehung ihres Projekts. Die Idee war geboren und kurz darauf erstrahlte der triste Bereich unter der Treppe in sommerlichem Flair. Die Materialien wurden teilweise im Baumarkt besorgt und teilweise in Facebookgruppen gratis geliehen. Das Ziel des Projekts, zu zeigen, wie sehr man einen kleinen Raum in nur kurzer Zeit verändern kann, wurde wie geplant umgesetzt. Nur das Beseitigen der rund 300 Kilogramm Sand war dann doch ein weitreichenderes Unterfangen, als zuerst angenommen.

Photo: FH JOANNEUM

Im Keller entstand dank 300 Kilogramm Sand eine Wohlfühloase.

Rein in die Höhle des Löwen
Auch Projekte im ganz großen Rahmen konnten erfolgreich umgesetzt werden. Einen kompletten Torbogen in einen Monstermund zu verwandeln, ist so ein großer Rahmen. Genau in diesen speziellen Anforderungen lag der Reiz für eine weitere Projektgruppe. Nach dem Durchforsten des FH-Geländes auf der Suche nach Inspiration, stand die Idee fest. Das Anbringen der einzelnen Teile war nicht so einfach wie gedacht und auch das fertige Ergebnis war etwas anders, als zuvor in Photoshop simuliert. Das tat der Euphorie aber keinen Abbruch, als der Eingang in seinem neuen Monsterlook erstrahlte und dem einen oder anderen Studierenden den sonst verregneten Morgen versüßte.

Photo: FH JOANNEUM

Der Monstermund begrüßte Studierende am einem sonst verregneten Morgen.

Die verschiedenen Projekte wurden nach kurzer Zeit größtenteils wieder entfernt, da sie im öffentlichen Raum nicht auf Dauer Bestand haben konnten. Die Studierenden sind aber zufrieden und auch die Lehrenden am Bachelor-Studiengang „Informationsdesign“ sind stolz auf die Ergebnisse.

Weitere Projekte:

Die Strandbar im Keller ist Kunst 9

Der Traumraum. (Foto: Angelika Thon)

Die Strandbar im Keller ist Kunst 10

Der versunkene Balkon (Foto: FH JOANNEUM)

Die Strandbar im Keller ist Kunst 8

Kommunikaphon (Foto: FH JOANNEUM)

Die Strandbar im Keller ist Kunst 6

Spacetrip (Foto: Angelika Thon)

Tipp

Die Bewerbung für den Bachelor-Studiengang „Informationsdesign“ ist bis zum 28. Mai 2018 möglich.

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