Ein wichtiger Meilenstein ist erreicht: Der Aufbau des neuen Inverter-Prüfstands am Institut Fahrzeugtechnik / Automotive Engineering der FH JOANNEUM ist offiziell abgeschlossen. Es erfolgte die formelle Übergabe und der Start in den Probebetrieb der Anlage.
Meilenstein für die angewandte Forschung in der Steiermark
Der Inverter-Prüfstand ist eine strategische Investition in die Forschungsinfrastruktur des Automotive Testing Lab der FH JOANNEUM. Die hochmoderne Anlage ermöglicht die präzise, reproduzierbare Charakterisierung und Qualifizierung von Invertern unter realitätsnahen elektrischen und thermischen Bedingungen und das bereits in frühen Entwicklungsphasen, noch bevor Elektromotor oder Akkumulator verfügbar sind.
Leistungsumfang des Prüfstands
Der Inverter-Prüfstand bietet ein breites Spektrum an Prüf- und Messleistungen:
- Charakterisierung, Funktions- und Leistungstests für HEV, PHEV und BEV sowie HV-Ladesysteme
- Unterstützte Motortypen: PMSM, ASM, EESM und SRM
- Akkreditierte Wirkungsgradmessung nach ISO 21782
- Verlustanalysen sowie Verlustkennlinienfelder
- Thermische Untersuchungen und Kühlleistungsbewertung
- Dauerlauftests und Lebensdaueruntersuchungen
- Funktions- und Sicherheitsprüfungen (z. B. Schutzfunktionen, Abschaltverhalten, Isolationswächter)
- Testung bis zur Leistungsgrenze sowie Misuse-Tests
- Validierung unterschiedlicher Regelungsstrategien
Einzigartiger Vorteil: Kombination mit Antriebsstrangprüfstand
Ein besonderer Vorteil des Prüffelds liegt in der Möglichkeit, Inverter in Kombination mit realen Motoren zu testen. Zusätzlich zum neuen Inverter-Prüfstand steht ein Antriebsstrangprüfstand mit Batterieemulator zur Verfügung. Diese Kombination ermöglicht es, Weiterentwicklungen an Inverter und Motor zielgerichtet und schnell voranzutreiben.
Aufträge und Anfragen ab sofort willkommen
Interessierte Unternehmen und Forschungseinrichtungen können sich direkt an das Institut wenden, um den konkreten Prüfbedarf zu besprechen und individuelle Angebote zu erhalten. Kontaktperson dafür ist DI (FH) Dr. Andreas Kerschbaumer.