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Kurzmitteilung

Weltpremiere mit Drohne

Automatisch gespeicherter Entwurf 67

Die Octocopterdrohne der FH JOANNEUM wurde unter anderem bei Minusgraden, einer Windstärke von knapp 80 km/h sowie typischen Vereisungssituationen der bemannten Luftfahrt getestet. Foto: Rail Tec Arsenal

AIRlabs Austria hat den weltweit ersten Vereisungstest mit einer 25-Kilogramm-Drohne durchgeführt.

AIRlabs Austria hat den weltweit ersten Vereisungstest mit einer 25-Kilogramm-Drohne durchgeführt.

Fallen die Temperaturen im Winter unter null Grad bleiben zivile Drohnen am Boden, da sie vereisen und außer Kontrolle geraten können. In Zukunft soll sich das ändern, denn Drohnen sollen auch bei sehr kaltem Wetter zum Einsatz kommen, beispielsweise bei Lawinensprengungen im hochalpinen Gelände. Das Drohnenforschungslabor AIRlabs Austria arbeitet mit seinen Partnern an Lösungen für wintertaugliche autonome Fluggeräte: Eine Woche lang wurden im November 2020 Drohnentests im Klima-Wind-Kanal Wien von Rail Tec Arsenal gemacht, darunter der weltweit erste Vereisungstest mit einer zivilen 25-Kilogramm-Octocopterdrohne. Dieser Versuch wurde unter standardisierten Vereisungsbedingungen der bemannten Luftfahrt durchgeführt.

Holger Friehmelt, Institutsleiter von Luftfahrt / Aviation der FH JOANNEUM und Technisch-Wissenschaftlicher Direktor von AIRlabs Austria: „Wir konnten im Klima-Wind-Kanal ganz nah an realen Fragestellungen testen, denn erst die entsprechende Witterungsbeständigkeit ermöglicht viele Drohnenanwendungen.“ Wolfgang Hassler, der eine Arbeitsgruppe zum Thema Vereisung am Luftfahrtinstitut leitet, ergänzt: „Dies wird ein immer wichtiger Vorteil gegenüber dem internationalen Mitbewerb und wird es auch in Zukunft für zahlreiche weitere österreichische Drohnenentwicklungen bis hin zum Flugtaxi sein.“

Tests tragen zur Flugsicherheit von Drohnen bei

Bei den Versuchen im Klima-Wind-Kanal hat sich gezeigt, welche Komponenten der Drohne beziehungsweise des Antriebes besonders anfällig für witterungsbedingte Ausfälle sind und daher für den realen Einsatz verbessert werden müssen. Die Testergebnisse werden von AIRlabs Austria für den weiteren Kompetenzausbau für zivile Drohnentests angewendet. Sie fließen aber auch in die Forschungsarbeiten des Take-Off-Projekts JOICE – Joint Austrian In-flight Icing Research Venture 2020+ ein. Auch bei diesem Projekt ist die FH JOANNEUM Konsortialführer.

AIRlabs Austria wird vom Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) im Rahmen des Programms Take Off gefördert. Das AIRlabs-Austria-Konsortium arbeitet an der Errichtung, der Planung und der Durchführung von zivilen Drohnentests in Österreich und besteht aus 25 Konsortialpartnern aus allen Teilen Österreichs. Die operative Durchführung liegt bei der AIRlabs Austria GmbH. Die Betriebsstufen 1 und 2 sehen Indoor-Drohnentests in definierten Testräumen im Innenbereich vor, die Betriebsstufen 3 bis 6 werden verschiedene Outdoor-Tests in abgesicherten Lufträumen ermöglichen.

Tipp

Weitere Informationen über AIRlabs Austria finden Sie auf der Projektseite.

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