Am 20.11.2025 wurde Graz zur Bühne für nationale und internationale KI-Experten. Unter anderem referierten Alexander Pröll, Karl-Theodor zu Guttenberg und Ramin Hasani. Vonseiten der FH JOANNEUM nahmen die KI-Experten Wolfgang Granigg und Klaus Gebeshuber teil. Martin Payer, kaufmännischer Geschäftsführer der FH JOANNEUM, zählte zu den Begrüßungsrednern des TIS 2025.
Die Vertreter der mitveranstaltenden Hochschulen – Universität Graz, Technische Universität Graz, JOANNEUM RESEARCH und FH JOANNEUM – machten geschlossen deutlich, dass Wissenschaft der entscheidende Motor für technologische Innovation ist. Forschung, technologischer Transfer und die Ausbildung qualifizierter Fachkräfte schaffen jenen Standortvorteil, der Österreich aktuell gut positioniert. Zugleich mahnten sie eine realitätsnahe Regulierung ein, die Innovation ermögliche und nicht behindere.
Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll hob die Bedeutung der österreichischen Deklaration hervor, die von allen EU-Mitgliedsstaaten ratifiziert wurde. Er betonte die Notwendigkeit einer kooperativen europäischen Strategie, eines deutlichen Bürokratieabbaus und einer Stärkung technologischer Eigenständigkeit. EU-Kommissarin Henna Virkkunen unterstrich die Rolle von Investitionen und Rechtssicherheit, um Europas Wirtschaft in eine führende Position zu bringen.
In der Debatte um Europas technologische Souveränität wurden Herausforderungen klar benannt: Karl-Theodor zu Guttenberg kritisierte die übermäßige Risikoaversion der EU, während Harald Leitenmüller (Microsoft) für pragmatische Kooperationen und smarte Regulierung plädierte. Taiwan-Expertin Josie-Marie Perkuhn forderte einen stärkeren und zugleich praktikableren Umgang mit europäischen Daten, begleitet von internationalen Partnerschaften.
Am Nachmittag präsentierten Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus Österreich und Deutschland sieben konkrete KI-Use-Cases – von smarter Dokumentenautomatisierung über simulationsbasierte Prognosemodelle bis hin zu KI in der Raumfahrt. Eindrücklich wurde gezeigt, wie technologische Lösungen bereits heute Effizienz schaffen, Wissen zugänglich machen und komplexe Entscheidungen erleichtern. Zu den Vortragenden bei den KI-Use-Cases zählten Wolfgang Granigg und Klaus Gebeshuber.
Der Technology Impact Summit ist eine gemeinsame Initiative von Universität Graz, Technische Universität Graz, JOANNEUM RESEARCH und FH JOANNEUM. Die Think-Tank-Veranstaltung bietet eine einzigartige Plattform, auf der die neuesten Entwicklungen und Trends eingehend diskutiert und reflektiert werden und baut Brücken zwischen Wissenschaft, Technologie und Anwendung. Hohe Prägnanz wird durch Diskussionen in Form von Oxford-Style Debates, Präsentationen von Use Cases in Form von „Lightning-Talks“ oder der „Impact Gallery“ gewährleistet.