Projekt

Campus 2050

 
Campus 2050 7

Im Wintersemester 2021/22 erarbeiteten Studierende des Masterstudiengangs „Architektur“ der FH JOANNEUM sowie des Masterstudiengangs „Smart Buildings in Smart Cities“ der FH Salzburg im Auftrag der BABEG Projekte, die sich mit der städtebaulichen Entwicklung der Zone Lavanttal unter nachhaltiger Konzeptentwicklung beschäftigen.

Die Koralmbahn wird voraussichtlich ab Ende 2025 / Anfang 2026 die Städte Graz und Klagenfurt in 45 Minuten miteinander verbinden, dabei wird St. Paul im Lavanttal zukünftig eine Schlüsselstelle am „Ausgang“ des Koralmtunnels einnehmen. Es entsteht ein Bahnhaltepunkt, in dessen Umfeld der zukünftige Wissenschaftspark Campus 2050 entstehen wird. Dieser soll wegweisend für die Positionierung und Wahrnehmung von St. Paul im Lavanttal sein.

Die Aufgabenstellung der Studierenden beider Hochschulen sah die Entwicklung eines gemischten Nutzungskonzepts vor, welches auf den drei Säulen der Nachhaltigkeit – Ökologie, Wirtschaft und Soziales – basiert. Der Campus soll ein wissenschaftliches Experimentierfeld sein und neben einem Technologiestandort auch Wissenschaftseinrichtungen, Handel, Dienstleistungen, soziale Infrastruktur, Wohnen und Freizeitangebote miteinander verbinden.

Die Ideen der gemischten Studierendengruppen basieren auf Konzepten, die zukunftsweisend zeigen, wie der Campus als ein dauerhafter Stadtbaustein von St. Paul im Lavanttal der Nutzungsstruktur eine neue Ausrichtung geben kann. Um möglichst vielschichtige Ergebnisse zu erzielen, waren an beiden Hochschulen Lehrende aus unterschiedlichen Bereichen involviert. Dazu zählen neben den städtebaulichen Lehrveranstaltungen auch die Freiraumplanung oder Vertiefungen im Bereich Nachhaltigkeit.

Workshop und Arbeitsprozess

Auf Initiative der BABEG Kärntner Betriebsansiedlungs- und Beteiligungsverband und in Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde St. Paul im Lavanttal und der RML Regionalmanagement Lavanttal GmbH wurden im Wintersemester 2021/22 städtebauliche Konzepte erarbeitet.

Den Auftakt des Projekts bildete ein mehrtägiger Workshop in St. Paul im Lavanttal, der neben der Auseinandersetzung mit der lokalen Situation besonders der Entwicklung der ersten Ideen diente.

Im weiteren Verlauf konnten die Studierenden das Projekt bis zum Abschluss digital weiterbearbeiten. Dies wurde von mehreren (Zwischen-)Präsentationen mit lokalen Stakeholder:innen begleitet.

Abschlusspräsentation über MS Teams (Foto: FH JOANNEUM)
Die Ergebnisse

Entstanden sind acht höchst unterschiedliche städtebauliche Entwürfe, die als Anregung, Impulsgeber und Grundlage für eine zukünftige Weiterentwicklung des Campus in St. Paul im Lavanttal dienen sollen. Sie setzen sich dabei bewusst mit den potenziellen Zukunftsbildern auseinander, die Methoden, Techniken und Praktiken des heutigen Wissensstandes in die Zukunft transportieren. Diese wirken teils utopisch, sind aber erforderlich, um den Blick in die Zukunft zu konkretisieren.

Publikation und Ausstellung der Projekte

Die Ergebnisse werden ab Herbst 2022 im neu eröffneten Landesmuseum Kärnten – Rudolfinum für ein Jahr ausgestellt. Parallel dazu erscheint eine Publikation.