Die FH JOANNEUM will Menschen auf der Flucht helfen.

Menschen auf der Flucht – die FH JOANNEUM hilft

Natanja Reitner,

Was können wir tun? Mit dieser Frage beschäftigen wir uns an der FH JOANNEUM nun schon seit einigen Wochen. Es geht um die dramatische Flüchtlingssituation, es geht um Engagement, es geht um Nächstenliebe: Nicht nur wir als akademische Einrichtung wollen helfen, sondern auch wir als Menschen der Fachhochschule.

MitarbeiterInnen, Studierende, Studiengänge, Abteilungen, das Rektorat: Wir möchten Menschen auf der Flucht unmittelbar unterstützen. Dazu haben wir die Möglichkeiten, dazu entwickeln wir Ideen, dazu setzen wir Projekte um. Und zwar ab sofort.

Sofort

Unsere MitarbeiterInnen können einen ihrer Arbeitstage einer Organisation zur Unterstützung von Flüchtlingen widmen. Spendenaktionen und Sammelaufrufe von Hilfsorganisationen werden gezielt weitergeleitet und unterstützt. Für Aufnahmezentren haben wir z.B. Computerequipment und Möbel zur Verfügung gestellt.

Sehr bald

Wir ermöglichen Zugang zu Bildung. In einer Workshop-Woche stellen wir Jugendlichen zum Beispiel technische Studiengänge vor, lassen sie experimentieren, forschen und beraten sie in Fragen rund um ihre Ausbildung. Jungen Erwachsenen mit hochschulischem Hintergrund helfen wir bei der Anrechnung ihrer bisherigen Leistungen, wir öffnen Lehrveranstaltungen und bieten Deutschkurse auf akademischem Niveau an. Beratend und begleitend stellen wir den Asylsuchenden, die unsere Programme besuchen, MitarbeiterInnen beziehungsweise Studierende zur Seite.

Langfristig

Wir wollen auch auf künftige Herausforderungen in der Flüchtlingsthematik reagieren können. Integration spielt dabei eine entscheidende Rolle. Wie das funktionieren kann, sieht man jetzt schon in Bad Gleichenberg: Asylsuchende aus Syrien unterstützen seit Anfang März 2015 den Arabischunterricht an der FH JOANNEUM und motivieren die Studierenden als Native Speakers zum aktiven Sprechen. Im Gegenzug nehmen sie an den Deutschkursen für Internationale Studierende der FH JOANNEUM teil, um so schnell wie möglich die heimische Sprache zu lernen. Solche Konzepte sollen an allen unseren Standorten umgesetzt werden. Wir wollen die Türen für Menschen auf der Flucht öffnen und sie langfristig bei uns willkommen heißen.

Koordination

Die Aufgabe unsere Ideen, Konzepte und Maßnahmen zu koordinieren, haben Birgit Hernady, Leiterin der Abteilung für Internationale Beziehungen, und Dietmar Ackerl, Abteilungsleiter der Zentralen IT, übernommen. Und diese Aufgabe ist keine kleine, doch der Wille zu helfen zieht sich durch die Büros, Hörsäle und Besprechungszimmer aller drei Standorte. Unsere MitarbeiterInnen und Studierenden werden über ein internes Informationsportal über aktuelle Aktivitäten laufend informiert. Unsere aktuellen Aktionen kann man auch auf diesem Blog unter der Kategorie „Guide“ verfolgen.