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Department Technik

Industrielle Mechatronik

Im Studium
Ausstattung 8

Was ist Industrielle Mechatronik?

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Industrielle Fertigungs- und Produktionssysteme bestehen aus Mechanik, Elektronik und Software. Sie funktionieren mithilfe hochtechnischer, intelligenter Komponenten. Um diese Systeme zu planen und in Betrieb zu nehmen oder neue Komponenten zu entwickeln, ist interdisziplinäres Verständnis und technisches Know-how nötig.

Maschinenbau und Fertigungstechnik, Technische Informatik, Elektrotechnik und Elektronik sind die Säulen der industriellen Mechatronik. Das Studium vermittelt Ihnen ein breites Wissen in diesen fachlichen Kernbereichen – neue Technologien inklusive. In praktischen Laborübungen an der Hochschule vertiefen und festigen Sie ihre Kenntnisse in angewandter Mechatronik. Ab dem dritten Semester setzen Sie konkrete industrielle Aufgaben in Ihrem Ausbildungsunternehmen um. Dadurch ergibt sich eine perfekte Kombination von Theorie und Praxis.

Ganz am Puls der Zeit: Die Wahlpflichtfächer Robotik und digitale Bildverarbeitung runden Ihre fachliche Ausbildung ab. Lehrveranstaltungen im Bereich Technologiemanagement und Englisch ergänzen das technische Know-how. Im sechsten Semester verfassen Sie Ihre Bachelorarbeit während der letzten Praxisphase in Ihrem Ausbildungsunternehmen.

Als Mechatroniker:in setzen Sie Ihre Kreativität und Ihr Know-how für innovative Technologielösungen ein. Durch die Integration von Mechanik und Elektronik im Zusammenwirken mit der Software stellen Sie eine optimale Funktion von industriellen mechatronischen Systemen sicher. Ein wesentlicher Aspekt dabei ist die Einbeziehung der Anforderungen an das Testen der Software von Controllern, Steuerungen und Industrierobotern in den Entwicklungsprozess. Absolvent:innen von „Industrielle Mechatronik“ übernehmen also nicht nur eine Schnittstellenfunktion zwischen den fachlichen Teilgebieten, sondern auch zwischen Entwicklung und Anwendung.

Was lerne ich im Studium?

Der Fokus der Studienrichtung Industrielle Mechatronik im Studiengang Electronic Engineering liegt in der industriellen Fertigungs- und Produktionstechnik. Sie machen sich mit grundlegenden Elementen der Fertigungstechnik und Steuerungstechnik, aber auch mit Methoden und Werkzeugen wie Computer Aided Manufacturing vertraut. In modernen Produktionsprozessen spielen Elektronik, Antriebstechnik und Kommunikationstechnik eine immer größere Rolle, womit Sie sich ebenso intensiv auseinandersetzen. Ein Schwerpunkt wird auch auf das Testen von mechatronischen Systemen und Automotive Systems gelegt.

Maschinenbau und Fertigungstechnik

Hier stehen Produktionsabläufe der industriellen Herstellungs- und Fertigungsprozesse im Zentrum. Sie beschäftigen sich mit Fertigungsverfahren und den dafür notwendigen Maschinen, Geräten und Anlagen. Sie berechnen etwa statische und dynamische Belastungen, die bei der konstruktiven Gestaltung eine Rolle spielen. Überdies analysieren Sie thermische Prozesse in der Produktionstechnik, binden hydraulische und pneumatische Systeme in die Fertigungsanlagen ein und lernen verschiedene Werkstoffe kennen.

Elektrotechnik und Elektronik

In diesem Kernbereich werden elektrische Netzwerke, Antriebstechnik und die Elemente der elektrischen Energieversorgung behandelt. Sie messen elektrische und nichtelektrische Größen und werten die Messergebnisse aus. Sie lernen nicht nur, wie elektronische Bauelemente in mechatronischen Systemen eingesetzt werden, sondern befassen sich auch mit elektrischen Antrieben und Leistungselektronik. Überdies wenden Sie Digitaltechnik an, etwa bei der Anbindung von Sensoren, Aktoren und binären Signalen in elektronische Steuerungen.

Technische Informatik

Der Aufbau, die Funktionsweise und der Einsatz von Computersystemen, Mikrocontrollern und industriellen Steuerungen stehen in diesem Kernbereich im Mittelpunkt. Sie entwickeln Algorithmen, die Sie in Programmiersprache umsetzen, und programmieren einfache Aufgaben in einem Mikrocontrollersystem. Auch das Testen der Software ist ein Bestandteil der Laborübungen. Wie industrielle, intelligente Kommunikationssysteme in mechatronischen Anlagen implementiert werden, wird Ihnen überdies in Theorie und Praxis vermittelt.

Angewandte Mechatronik

Die Wechselwirkungen zwischen mechanischen, elektronischen und Softwaresystemen in Produktionsprozessen ist der Kernbereich der angewandten Mechatronik. Sie lernen, wie diese Systeme modelliert und in computergesteuerte Fertigungsverfahren eingesetzt werden. Außerdem befassen Sie sich mit der Analyse mechatronischer Systeme mittels Simulation. Sie können Regler parametrieren und in Betrieb nehmen und wissen über Normen und Standards in der industriellen Mechatronik Bescheid.

Technologiemanagement

In diesem Kernbereich kommen wirtschaftliche und organisatorische Inhalte ins Spiel. Sie lernen die Grundlagen der Industriebetriebswirtschaftslehre, der Investitionskostenrechnung und des Wirtschaftsrechts. Ebenso werden Ihnen Kenntnisse in Projektmanagement, sowie Anforderungs- und Qualitätsmanagement, die für die Planung mechatronischer Anlagen benötigt werden, vermittelt.

Organisation

Das Bachelorstudium ist als Vollzeitstudium organisiert. Die Lehrveranstaltungen finden in der Regel von Montag bis Freitag ganztägig an der FH JOANNEUM in Graz und Kapfenberg statt und ermöglichen ein intensives, konzentriertes Lernen.