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ERP, IoT und CPS

Natanja C. Pascottini, 07.März 2018
ERP, IoT und CPS

© FH JOANNEUM / Marija Kanizaj

Nach monatelangen Umbauarbeiten wurde es nun fertiggestellt: unser Smart Production Lab. Aber worum geht es dort überhaupt und was bedeuten ERP, IoT und CAD eigentlich? Für alle, die nicht fließend Industrie 4.0 sprechen, hier das Fremdwörter- und Abkürzungsverzeichnis.

Smart Production: Die Vernetzung von der Produktionsumgebung, intelligenten Produkten und dem Menschen – die einzelnen Maschinen sind miteinander verbunden und können aufeinander für den individuellen Produktionsablauf reagieren. So werden Prozesse optimiert und kostengünstiger.

Industrie 4.0: Die sogenannte vierte industrielle Revolution, auf welche die Nummer verweist, zeichnet sich durch Individualisierung (selbst in der Serienfertigung) beziehungsweise Hybridisierung der Produkte (Kopplung von Produktion und Dienstleistung) und die Integration von Kundinnen, Kunden, Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartnern in Geschäfts- und Wertschöpfungsprozesse aus. Wesentliche Bestandteile sind eingebettete Systeme sowie (teil-)autonome Maschinen, die sich ohne menschliche Steuerung in und durch Umgebungen bewegen und selbstständig Entscheidungen treffen, und Entwicklungen wie 3D-Drucker. (Springer Gabler Verlag (Herausgeber), Gabler Wirtschaftslexikon, Stichwort: Industrie 4.0, online im Internet: http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/-2080945382/industrie-4-0-v3.html)

Horizontale IT-Integration: Das Integrieren digitaler Kommunikationsprozesse vom Lieferanten über das eigene Unternehmen zu Kundinnen und Kunden.

Vertikale IT-Integration: Das Integrieren digitaler Kommunikationsprozesse vom Managementsystem in die Produktion und wieder zurück.

ERP: Enterprise-Resource-Planning – Ein Enterprise-Resource-Planning-System (ERP-System) unterstützt sämtliche in einem Unternehmen ablaufende Geschäftsprozesse. Es enthält Module für die Bereiche Beschaffung, Produktion, Vertrieb, Anlagenwirtschaft, Personalwesen, Finanz- und Rechnungswesen etc., die über eine gemeinsame Datenbasis miteinander verbunden sind. (Springer Gabler Verlag (Herausgeber), Gabler Wirtschaftslexikon, Stichwort: Enterprise-Resource-Planning-System, online im Internet:
http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/17984/enterprise-resource-planning-system-v13.html)

EDI: electronic data interchange / Elektronischer Datenaustausch.

E-Procurement: Elektronische Beschaffung – die Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen unter Nutzung des Internets sowie anderer Informations- und Kommunikationssysteme wie EDI- und/oder ERP-Systeme.

IoT: Internet of Things – das Internet der Dinge. Die Verbindung und Vernetzung von physischen und virtuellen Gegenständen mithilfe von Informations- und Kommunikationstechnologien.

CPS: cyber-physische Systeme – Software und Mechanik (Geräte, Maschinen, Roboter) sind miteinander in Echtzeit verbunden, beispielsweise über das Internet.

Hyperlocation: Hyperlokalität – Geräte und Objekte sind digital vernetzt und örtlich lokalisierbar, beispielsweise durch GPS.

CAD: computer-aided Design – EDV-unterstützte, virtuelle Konstruktion von Produkten, die dann im weiteren Produktionsprozess physisch umgesetzt werden kann.

FabLab: Fabrication Laboratory – offene Werkstatt für Interessierte, in der man Zugriff auf Produktionsinfrastruktur wie beispielsweise 3D-Drucker, Laser-Cutter, CNC-Maschinen, Pressen zum Tiefziehen oder Fräsen hat, um Prototypen selbst herstellen zu können.

Next-Gen-Lab: Das SAP Next-Gen-Lab versteht sich als Plattform für Co-Innovation, um Universitäten, dessen Forscherinnen, Forscher und Studierende mit Unternehmen und Start Ups zu verbinden. Als offenes Netzwerk bieten die aktuell hundert weltweit mit SAP Technologien ausgerüsteten Labs einen Raum für Lösungen reeller Herausforderungen der Industrie durch innovative Methoden wie zum Beispiel Design Thinking oder Business Model Innovation. Die Studierenden werden dabei bereits in ihrer Ausbildungszeit mit jenen Kompetenzen ausgestattet, um erfolgreich die Zukunft von morgen zu gestalten.

Security Lab: Labor, in dem sich Forscherinnen, Forscher, Lehrende und Studierende mit der Sicherheit von sensiblen Daten, Netzwerken und Systemen auseinandersetzen.

AR: Augmented Reality / erweiterte Realität – computerunterstütze Erweiterung der Wahrnehmung, zumeist durch virtuelle, visuelle Information (Bilder, Videos, Simulationen von Gegenständen). Bekanntes Beispiel: Pokémon Go!

Big Data: Datenmengen in der Ära der Digitalisierung, deren Verarbeitung Fachwissen und Struktur braucht, um sie sinnvoll auswerten zu können.

Additive Manufacturing: Additive Fertigung – Verfahren zur kostengünstiger Fertigung von Produkten auf Basis von 3D-Konstruktionsdaten. Durch das Ablagern von Material, zumeist feines Metall-, Kunststoff- oder Verbundwerkstoffpulver, wird ein Bauteil schichtweise aufgebaut.

Use Case: Anwendungsfall – das nach außen sichtbare Verhalten eines Systems wird aus Sicht der Nutzerinnen und Nutzer beschrieben.

Realtime-Reporting: Rund-um-die-Uhr-Berichterstattung durch ein Netzwerk. Daten und Berichte werden im Allgemeinen online über eine Konsole oder ein Panel ausgetauscht, wo Managerinnen, Manager, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Status jederzeit nach den aktuellsten Ergebnissen überprüfen können.

LEAN 4.0: Lean Management 4.0 / schlankes Management – Denkprinzipien, Methoden und Verfahrensweisen zur effizienten Gestaltung der gesamten Wertschöpfungskette industrieller Güter in Zeiten der Industrie 4.0.

Advanced Analytics: Erweiterte Analysen – breite Palette an Analysen, die Unternehmen einen besseren Einblick in ihre Daten ermöglichen sollen. Einige dieser Techniken umfassen maschinelles Lernen, vorrausschauende Analysen (predictive analytics), Standortanalysen, Big-Data-Analytics und Location Intelligence (siehe Hyperlocation).

Automatisierungspyramide: stellt die verschiedenen Ebenen der Produktionssteuerung in der industriellen Fertigung dar.

Digitaler Zwilling: virtuelle Abbildung einer Maschine oder Anlage auf Basis eines computergestützten Modells, welche für verschiedene Zwecke verwendet werden kann. Teils wird auch der Begriff „digitaler Avatar“ verwendet. (Springer Gabler Verlag (Herausgeber), Gabler Wirtschaftslexikon, Stichwort: Digitaler Zwilling, online im Internet:
http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/-2045879713/digitaler-zwilling-v2.html)

Service Engineering: Dienstleistungsbau – die systematische Entwicklung und Gestaltung von Dienstleistungen unter Verwendung geeigneter Modelle, Methoden und Werkzeuge.

SCM: Supply Chain Management / Wertschöpfungs- und Lieferketten Management – Aufbau und die Verwaltung aller Flüsse von Rohstoffen, Bauteilen, Halbfertig- und Endprodukten und Informationen über den gesamten Wertschöpfungsprozess, ausgehend von der Rohstoffgewinnung über die Veredelungsstufen bis hin zum Endverbraucher.

Tipp

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite zum Labor und in der Presseaussendung.

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