Im Zentrum standen interkulturelle Fallbeispiele, die in internationalen und interdisziplinären Teams bearbeitet wurden. Der Fokus lag auf Reflexion, Dialog und dem Verständnis unterschiedlicher Werte und Kommunikationsmuster im Gesundheits- und Bildungsbereich. Das Event war dabei bewusst als aktiver Austausch gestaltet, bei dem Teilnehmende auch eigene Innovationen aus ihren beruflichen Kontexten einbrachten.
Manuel Pfeilstecher widmete sich dem Thema Mental Health im Kontext aktueller Entwicklungen im Gesundheitswesen. Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels wurde die Bedeutung nachhaltiger Versorgungsansätze hervorgehoben. Dabei standen insbesondere Chancen und Risiken der Digitalisierung sowie von KI-Anwendungen im psychosozialen Bereich im Fokus, ebenso wie deren potenzielle Auswirkungen auf Versorgungsqualität und Arbeitsbedingungen.
Thomas Findling präsentierte einen Beitrag zur Versorgung von Menschen mit Demenz und beleuchtete die Herausforderungen der häuslichen Pflege durch informelle Angehörige. Im Fokus stand der komplexe Entscheidungsprozess rund um eine mögliche Pflegeheimaufnahme sowie dessen Auswirkungen auf Lebensqualität, Familie und Versorgung. Auf Basis einer meta-ethnografischen Analyse wurden zentrale Einflussfaktoren und deren Relevanz für Praxis und Angehörigenunterstützung diskutiert.
Insgesamt zeigte das 15. Health@World Event eindrucksvoll, wie wichtig internationale Zusammenarbeit, interkulturelle Kompetenz und innovative Ansätze sind, um den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen im Gesundheitswesen erfolgreich zu begegnen.