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Interdisziplinäre Zusammenarbeit in Architektur und Bauingenieurwesen – Bauen im Takt

DI (FH) Marianne Alb, 25. März 2026

Unsere Sponsoren ©FH JOANNEUM/ Hasler

Unter dem Motto „Bauen im Takt“ bot der Ball der Technik Anfang des Jahres den feierlichen Rahmen für den Auftritt der FH JOANNEUM, bei dem das Institut Architektur und Bauingenieurwesen einen eigens für den Anlass entwickelten modularen Ausstellungstisch präsentierte, auf dem Modelle aus interdisziplinären Projektarbeiten der Studierenden aus Architektur und Bauingenieurwesen gezeigt wurden.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Im Sinne der Kreislaufwirtschaft entstand im Rahmen einer Lehrveranstaltung die Aufgabe, ein veränderbares und anpassungsfähiges Gebäude aus Holz zu entwickeln, das sich sowohl funktional als auch inhaltlich weiterentwickeln kann. Der Entwurf sollte Erweiterungen, Aufstockungen und Reduktionen ermöglichen und zugleich so konzipiert sein, dass seine Bauteile nach einem vollständigen Rückbau wiederverwendet werden können.

Die Lehrveranstaltung wurde als interdisziplinäres Projekt gemeinsam mit Studierenden der Masterstudiengänge Architektur (ARC) und Bauingenieurwesen (BMI) durchgeführt. Dabei arbeiteten die Studierenden der Lehrveranstaltung „Entwerfen 2“ (ARC) mit jenen der Lehrveranstaltung „Holzbausysteme“ (BMI) zusammen: Während die ARC-Studierenden die Pavillonentwürfe entwickelten, wurden die entsprechenden Tragkonzepte vom Studiengang BMI ausgearbeitet. Die in dieser Präsentation gezeigten Projekte wurden im Rahmen eines Wettbewerbs von einer externen Jury bewertet.

Betreuung

Schmied, Wolfgang

Leb, Jakob

Pansinger, Michael

Wallner-Novak, Markus

 

Jury

Kaschnig, Peter

Herischko, Gregor

Poschner, Verena

Wakonig-Lüking, Tim

Wallner-Novak, Markus

 

Preisträger:innen:

1. Plätze:

Grafe, Anton Jakob & Juli, Mara

Eiselt, Vanessa & Monsberger, Corina

3. Platz.

Fedortchouk, Konstantin & Hachemeyer, Tessa

Anerkennung:

Hofmann, Nina & Huber, Franziska

 

Interview: Zusammenarbeit, Herausforderungen und zukunftsfähige Architektur

Im Interview sprechen der Studiengangsleiter Wolfgang Schmied, Markus Wallner Novak sowie Studierende über Zusammenarbeit, Herausforderungen und die Bedeutung anpassungsfähiger Architektur für die Zukunft.

Wie war die Zusammenarbeit der Studierenden des Masters ARC und BMI und was war der Mehrwert?

Corina: „Die Zusammenarbeit zwischen den Studierenden hat insgesamt gut funktioniert. Am schwierigsten war es eigentlich, unsere Terminkalender aufeinander abzustimmen. Gegen Ende, besonders beim Aufbau, lief dann aber alles richtig rund – die Abstimmung hat gut funktioniert und alle haben super zusammengearbeitet. Der große Mehrwert lag vor allem darin, dass unterschiedliche Perspektiven und Kompetenzen zusammengekommen sind, was dem Projekt insgesamt echt gutgetan hat.”

Wie hat sich aus dem Gewinnerprojekt eines adaptiven Ausstellungsgebäudes das Möbelstück für den Ball der Technik entwickelt?

Wolfgang Schmied: „Der erste Preis des Wettbewerbs war die Grundlage. Ausgehend von diesem Konzept wurde von mir ein Ausstellungsmöbel entworfen und gemeinsam mit den Preisträgerinnen planerisch umgesetzt.”

Wie können wir im Bauwesen zur Ressourcenschonung beitragen? 

Markus Wallner Novak: „Die Strategien zur Ressourcennutzung in Österreich sind:

Narrowing – eine Verschlankung des Ressourcenverbrauchs durch intelligente Planung und Vorfertigung.

Slowing – die längere und flexiblere Nutzung von Gebäuden; das betrifft auch das Wettbewerbsthema der in unterschiedlichen Konfigurationen wiederholt aufbaubaren Pavillons.

Closing– das Schließen der Stoffkreisläufe durch Wiederverwendung auf Bauteil-, Komponenten- oder Materialebene.

Wie viel Zeit wurde für Planung und Ausführung aufgewendet?

Josef: „Sagen wir so: Der Zeitplan war ambitioniert – die Motivation dafür umso größer.”

Was war an dem Projekt die größte Herausforderung?

Corina: „Die größte Herausforderung bei dem Projekt war definitiv die finale Umsetzung. Vieles hat deutlich länger gedauert als ursprünglich geplant und war in der Praxis auch komplizierter als erwartet. Gerade in dieser Phase hat sich gezeigt, dass einige Dinge kniffliger sind, wenn man sie tatsächlich umsetzt und nicht nur theoretisch plant.”

Miniaturmodell Siegerprojekt ©FH JOANNEUM/ Hasler

Unser Team ©FH JOANNEUM/ Hasler

Miniaturmodell ©FH JOANNEUM/ Hasler

Ausstellungstisch ©FH JOANNEUM/ Hasler

Projektleitung (vlnr. Wallner-Novak, Schmied, Wallner-Kleindienst, Alb) ©FH JOANNEUM/ Hasler

Projektleiter mit Studierendenteam ©FH JOANNEUM/ Hasler

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