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Presse

30 Jahre Fahrzeugtechnik an der FH JOANNEUM: Mobilität gestalten – gestern, heute und morgen

Foto: FH JOANNEUM / Hannah Wasserfaller

Mit dem Studienjahr 2026/27 begeht das Institut Fahrzeugtechnik der FH JOANNEUM in Graz sein 30-jähriges Bestehen. Seit dem Start der ersten Studierenden im Oktober 1996 hat sich das Institut zu einer der führenden Ausbildungsstätten für Mobilitätstechnologien entwickelt. Bei einer Festveranstaltung am 26.06.2026 blickten Mitarbeitende, Lehrende, Studierende, Absolvent:innen sowie Partner aus Wirtschaft, Industrie und Gesellschaft auf drei erfolgreiche Jahrzehnte zurück.

Die Entwicklung des Instituts ist eng mit dem Mobilitätsstandort Steiermark verbunden. In unmittelbarer Nähe zu zahlreichen Unternehmen der Automobil- und Zulieferindustrie profitieren Studierende von einer praxisnahen Ausbildung und einem starken Netzwerk aus Industrie und Forschung. „Dass das Studium in Graz angesiedelt wurde, war kein Zufall. Die Steiermark ist bis heute einer der bedeutendsten Automobil- und Mobilitätsstandorte Europas. Unsere Studierenden lernen und forschen mitten im Mobilitätscluster und profitieren von einer engen Zusammenarbeit mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen“, erklärte Kurt Steiner, Leiter des Instituts Fahrzeugtechnik / Automotive Engineering beim Jubiläumsfest. Diese enge Verbindung zur Industrie eröffnet Studierenden Möglichkeiten für Praktika, Forschungsprojekte und Abschlussarbeiten und schafft gleichzeitig einen direkten Wissenstransfer zwischen der FH JOANNEUM und Unternehmen.

Vom klassischen Fahrzeugbau zur vernetzten Mobilität – österreichweit einzigartig

Die Ausbildung am Institut vereint die Disziplinen Maschinenbau und Elektrotechnik. Im Laufe der Jahre wurden die Inhalte konsequent um Mechatronik, Softwareentwicklung und Informatik erweitert. „Seit dem Bestehen des Instituts durchlebt die Fahrzeugtechnik eine atemberaubende Dynamik. Die Wertschöpfung in der Automobilindustrie wurde in dieser Zeit einem tiefgreifenden Wandel unterzogen. Der Übergang zur Elektromobilität und Software-definierten Fahrzeugen verschob den traditionellen Fokus, mechanische Komponenten verloren an Bedeutung, während Batteriezellentechnologie und digitale Dienste in das Zentrum rücken, und unsere Lehrinhalte haben mit diesem Wandel Schritt gehalten“, so Kurt Steiner.

Und auch die Studienstruktur entwickelte sich: In den ersten 15 Jahren wurden jährlich rund 60 Studierende in einem achtsemestrigen Diplomstudium zum Dipl.-Ing. (FH) ausgebildet, ab 2011 wurde das Studium in ein sechssemestriges Bachelor- und viersemestriges Masterstudium umgewandelt, das zum akademischen Grad Dipl.-Ing. führt. Im Studienjahr 2025/26 gibt es 190 Studierende im Bachelor Fahrzeugtechnik / Automotive Engineering und 80 Studierende im Master. Insgesamt haben bisher mehr als 2000 Studierende ihr Studium am Institut abgeschlossen – viele von ihnen prägen heute die Mobilitätsbranche im In- und Ausland.

Rennsport als Innovationslabor

Ein sichtbares Aushängeschild der praxisnahen Ausbildung ist das Formula-Student-Team Joanneum Racing Graz. Seit seiner Gründung entwickeln, konstruieren und fertigen Studierende in interdisziplinären Teams der FH JOANNEUM eigene Rennautos und treten damit gegen Hochschulen aus aller Welt im Wettbewerb Formula Student an. Das Team zählt heute zu den erfolgreichsten Formula-Student-Mannschaften Europas und hat sich insbesondere in der Klasse der elektrisch angetriebenen Fahrzeuge einen Spitzenplatz erarbeitet.

Forschung als Motor für Innovation

Parallel zur Lehre hat sich das Institut Fahrzeugtechnik / Automotive Engineering als Forschungs- und Entwicklungspartner der Mobilitätsindustrie etabliert: Im Mittelpunkt stehen innovative Fahrzeugkonzepte und nachhaltige Mobilitätslösungen – von der virtuellen Fahrzeugentwicklung über Simulation und Erprobung bis hin zu Gesamtfahrzeugtests. Aktuelle Forschungsarbeiten beschäftigen sich unter anderem mit der Elektrifizierung von Antriebssträngen, Brennstoffzellentechnologien, autonomem Fahren, Künstlicher Intelligenz in Fahrzeuganwendungen sowie der Analyse von Lithium-Ionen-Batterien. So untersucht das Projekt VibraShock innovative Methoden zur Erkennung innerer Schäden in Batteriesystemen und leistet damit einen Beitrag zur Sicherheit und Zuverlässigkeit von Elektrofahrzeugen.

Als jüngstes Vorhaben in Richtung Elektromobilität realisiert das Institut einen modernen Inverterprüfstand. Mit dieser Investition werden die Prüf- und Testmöglichkeiten im Bereich leistungselektronischer Systeme gezielt erweitert und die Voraussetzungen für innovative Entwicklungs- und Validierungsprozesse in Lehre und Forschung geschaffen. Die Forschungsergebnisse fließen direkt in die Lehre ein und stärken gleichzeitig die Innovationskraft des Mobilitätsstandorts Steiermark.

Im Rahmen der Festveranstaltung wurden auch die Fahrzeugverband-Fachhochschulpreise für hervorragende Bachelor- und Masterarbeiten an Absolvent:innen des Instituts verliehen.

Blick in die Zukunft

Die Jubiläumsveranstaltung war nicht nur Anlass für einen Rückblick, sondern auch für den Blick nach vorne. Die Mobilitätsbranche befindet sich mitten in einer grundlegenden Transformation. Elektrifizierung, Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und neue Mobilitätskonzepte verändern Fahrzeuge und deren Entwicklung.

Die Geschäftsführung der FH JOANNEUM Martin Payer und Corinna Engelhardt-Nowitzki dazu: „30 Jahre Studiengang Fahrzeugtechnik stehen für 30 Jahre Innovation, Exzellenz und zukunftsorientierte Ausbildung. In einer Zeit tiefgreifender Veränderungen in der Mobilitätsbranche, die von Digitalisierung, Vernetzung und Nachhaltigkeit geprägt ist, kommt der Ausbildung hochqualifizierter Fachkräfte eine zentrale Bedeutung zu. Unsere Hochschule versteht sich seit drei Jahrzehnten als Impulsgeberin für technologische Entwicklung und praxisnahe Innovation. Der Studiengang Fahrzeugtechnik hat Generationen von Absolvent:innen hervorgebracht, die heute die Mobilität von morgen in Industrie, Forschung und Entwicklung aktiv mitgestalten. Unsere Aufgabe ist es, Studierende bestmöglich auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten und gemeinsam mit unseren Partnern aus Wirtschaft und Forschung innovative Lösungen zu entwickeln. Das Institut Fahrzeugtechnik / Automotive Engineering wird auch künftig eine wesentliche Rolle dabei spielen, die Zukunft der Mobilität aktiv mitzugestalten.”

Foto: FH JOANNEUM / Wasserfaller

Foto: FH JOANNEUM / Wasserfaller

Foto: FH JOANNEUM / Wasserfaller

Foto: FH JOANNEUM / Wasserfaller

Foto: FH JOANNEUM / Wasserfaller

Foto: FH JOANNEUM / Wasserfaller

Foto: FH JOANNEUM / Wasserfaller

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