Projekt

ways4all

 

In der Projektreihe „ways4all“ wurden unter der Leitung der FH JOANNEUM vier Projekte abgewickelt, die unter Einsatz von Mobilfunktechnologien blinden Menschen die Nutzung des öffentlichen Verkehrs erleichtern sollen.

Die Orientierung an großstädtischen Knotenpunkten des öffentlichen Verkehrs ist nicht einfach. Ungleich höher ist jedoch der Aufwand für blinde und sehbehinderte Personen, sich an Bahnhöfen oder U-Bahn-Stationen, wo mehrere Linien aufeinandertreffen, zurechtzufinden. Nicht nur die günstigste Route durch die Gebäude, sondern auch Informationen über Anschlüsse und etwaige Verspätungen gewünschter Verkehrsmittel sind vielfach nicht einfach zugänglich.

Alle Öffi-Infos auf einer blindengerechten App

Nach EU-Richtlinien sollen bis 2016 alle deutschen Verkehrsunternehmen in der Barrierefreiheit aufrüsten. Bis 2022 müssen Betreiber des öffentlichenPersonennahverkehrs (ÖPNV) für vollständige Barrierefreiheit sorgen. Ähnliche Fristen gelten für Österreich. Hier setzte das Projekt ways4all an, das sich zum Ziel setzte, Informationen im ÖPNV und die Navigation durch Bahnhöfe mittels einer App, die auf die Bedürfnisse von Blinden und Sehbehinderten abgestimmt ist, aufs Smartphone zu bringen.

Das umfangreiche Projekt erstreckte sich insgesamt über sechs Jahre und war in vier Teilprojekte untergliedert:

  • Das Teilprojekt ways4all beschäftigte sich mit dem Routing im Öffentlichen Verkehr (ÖV) und der Indoor-Navigation.

  • NAVCOM beschäftigte sich mit der Kommunikation zum ÖV-Fahrzeug und der Indoor-Navigation.

  • ways4all complete beschäftigt sich mit Navigation (Indoor und GPS) und dem User-Interface.

  • ways4me fasste die Ergebnisse von ways4all in einem abschließenden Projekt zusammen. Themen: In- und Outdoor-Navigation, die Abfrage von Verkehrsinformationen, die Kommunikation mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Ticketkauf sowie intuitive Bedienung einer barrierefreien App für Mobilgeräte.