Event

Dimensionen der Rechtsunsicherheit

Ringvorlesung zu „Facetten der Ungewissheit"

 

Von März bis Juni 2019 findet an der FH JOANNEUM in sieben Themenblöcken eine Ringvorlesung zu Facetten der Ungewissheit statt. Am 18. Juni 2019 geht es um Rechtssicherheit und -ungewissheit im internationalen Vergleich.

Ungewisse Daten treten in vielen Bereichen auf. Ungenaue Messwerte, streuende Messergebnisse, unsichere Modellannahmen, vage Informationen oder unpräzise Aussagen sind nur einige Beispiele dafür. Sowohl bei der Planung, Berechnung, Produktion sowie bei Steuerungsprozessen als auch bei Entscheidungen müssen variable und unscharfe Daten berücksichtigt und ausgewertet werden. Die interdisziplinäre Ringvorlesung behandelt in sieben Blöcken verschiedene Facetten der Ungewissheit. Sie gibt einen Überblick über verschiedene Wahrnehmungen der Ungewissheit, wie sie insbesondere in anwendungsorientierten Wissenschaften auftreten, und zeigt Methoden des Umgangs mit ihnen auf. Die Ringvorlesung am 18. Juni 2019 wird vom Institut International Management veranstaltet und bespricht folgende Themenkomplexe:

Dimensionen der Rechts(un)sicherheit im internationalen Vergleich (Doris Kiendl, Leiterin des Instituts International Management an der FH JOANNEUM)

  • Welche Faktoren wirken sich darauf aus, ob die Rechtsordnung eines Landes „Gewissheit“ im Sinne von „Rechtssicherheit“ erzeugt?
  • In welchen Ländern gibt es auffällige Unterschiede?
  • Was folgt daraus für Unternehmen, wenn sie in Ländern Geschäfte machen, in denen eine hohe Rechtsunsicherheit besteht – wie können sich die Unternehmen absichern?
  • Welche Ansätze gibt es, um global mehr Rechtssicherheit zustande zu bringen?

Rechtssicherheit und Ungewissheit (Andreas Thomasser)

Ideal wäre, wenn die Rechtsunterworfenen (also wir alle) wissen können, was sie rechtlich erwartet; also, wie Gerichte und Behörden in unseren Angelegenheiten voraussichtlich/höchstwahrscheinlich entscheiden; wie im Staat die Gewalten der Rechtsetzung, der Verwaltung und der Rechtsprechung miteinander funktionieren. Das hohe Gut der Rechtssicherheit, dessen Erreichungsgrad zumeist direkt mit dem der Rechtsakzeptanz korreliert, wird von vielen geradezu beschworen. Von denen, die Gesetze (also spezielle Normen) schaffen, und von nahezu allen anderen, die mit dem Recht zu tun haben (etwa Anwalt-, Beamten- sowie Richterschaf), aber auch von der Politik im Allgemeinen. Jedoch: Anspruch und Wirklichkeit klaffen ganz (un)schön auseinander.

Moderiert wird das Event von Bernhard Plé, Professor für Soziologie und Empirische Sozialforschung an der FH JOANNEUM, und Peter Wilhelmer, Leiter der Abteilung Qualitätsentwicklung und -management.

Wir laden Sie dazu herzlich ein und bitten um Anmeldung bis 11. Juni 2019 unter evelin.lanz@fh-joanneum.at.