Event

Ungewissheiten in der psychologischen Wahrnehmung und medizinischen Bildgebung

Ringvorlesung zu „Facetten der Ungewissheit"

 

Von März bis Juni 2019 findet an der FH JOANNEUM in sieben Themenblöcken eine Ringvorlesung zu Facetten der Ungewissheit statt. Am 21. Mai 2019 geht es um Ungewissheiten in der Wahrnehmungsambiguität in der Psychologie sowie in der medizinischen Bildgebung aus der Sicht der Radiologietechnologie.

Ungewisse Daten treten in vielen Bereichen auf. Ungenaue Messwerte, streuende Messergebnisse, unsichere Modellannahmen, vage Informationen oder unpräzise Aussagen sind nur einige Beispiele dafür. Sowohl bei der Planung, Berechnung, Produktion sowie bei Steuerungsprozessen als auch bei Entscheidungen müssen variable und unscharfe Daten berücksichtigt und ausgewertet werden. Die interdisziplinäre Ringvorlesung behandelt in sieben Blöcken verschiedene Facetten der Ungewissheit. Sie gibt einen Überblick über verschiedene Wahrnehmungen der Ungewissheit, wie sie insbesondere in anwendungsorientierten Wissenschaften auftreten, und zeigt Methoden des Umgangs mit ihnen auf. Die Ringvorlesung am 21. Mai 2019 wird vom Institut Radiologietechnologie der FH JOANNEUM veranstaltet und dreht sich um folgende Themen:

Zur Psychologie der Unbestimmtheit: Ambivalenz und Ambiguität (Gerhard Benetka, Dekan der Fakultät für Psychologie an der Sigmund Freud Privatuniversität)

Der Vortrag gibt zunächst eine Übersicht über den Umgang mit Unbestimmtheit, Ambivalenz und Ambiguität in der Psychologie und führt schließlich in ein ursprünglich wahrnehmungspsychologisch argumentiertes Konzept der Persönlichkeitsforschung ein: in das Konzept der Ambiguitätstoleranz.

Aspekte der Ungewissheit in der medizinischen Bildgebung aus der Sicht der Radiotechnologie (Helmut Ritschl, Leiter des Instituts Radiologietechnologie an der FH JOANNEUM)

Das Berufsfeld der Radiologietechnologie beschäftigt sich mit konventionellen radiologischer Diagnostik, Nuklearmedizin und Strahlentherapie. Diese Bereiche werden von technologischen Entwicklungen und Systemen zur maschinellen Datenanalyse vorangetrieben. Nicht absehbare technologische Entwicklungen und immer effizientere Daten-Analyse-Systeme bringen Unsicherheiten im Berufsfeld. Beispiele sind die Verunsicherung der Patientinnen und Patienten, eine Veränderung des Handlungsfeldes bis hin zum Verlust des beruflichen Handlungsfeldes. In dem Kurzvortrag werden diese Herausforderungen exemplarisch erläutert und diskutiert.

Peter Wilhelmer, Abteilungsleiter für Qualitätsentwicklung und -management, sowie Bernhard Plé, Professor für Soziologie und Empirische Sozialforschung an der FH JOANNEUM, moderieren das Event.

Wir laden Sie dazu herzlich ein und bitten um Anmeldung bis 14. Mai 2019 unter evelin.lanz@fh-joanneum.at.