Weiterbildung

Akademische Jugend- und Gemeinwesenarbeiterin / Akademischer Jugend- und Gemeinwesenarbeiter

Inklusive Kinder-, Jugend- und Gemeinwesenarbeit (INJUG): Akademischer Lehrgang zur Weiterbildung gem. § 9 FHStG

 
Akademische Jugend- und Gemeinwesenarbeiterin / Akademischer Jugend- und Gemeinwesenarbeiter 7

Der akademische Lehrgang „Inklusive Kinder-, Jugend- und Gemeinwesenarbeit – INJUG“ qualifiziert für eine Basis- und Frontline-Tätigkeit im Praxisfeld der Offenen Jugendarbeit, der Verbandlichen Jugendarbeit wie Arbeit in diversen Vereinen und angrenzenden Aufgabenfeldern, zum Beispiel im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe. Ziel ist die professionelle und partizipative Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien in Sozialräumen sowie im Gemeinwesen.

Der Lehrgang wird von der FH JOANNEUM Graz in Kooperation mit der Karl-Franzens-Universität Graz und dem Land Steiermark organisiert.

Akademische Jugend- und Gemeinwesenarbeiterin / Akadamischer Jugend- und Gemeinwesenarbeiter

Ausbildungsziele

Im Lehrgang werden neben der unmittelbaren Jugendarbeit auch Kinder-, Familien- und Gemeinwesenarbeit behandelt. Für die Weiterbildung wurden vier Modul-Cluster definiert, die für die Arbeit mit Jugendlichen und Familien eine akademische Basisausbildung gewährleisten.

  • Cluster 1 Methoden: Hier werden Themen wie Beratung, Umgang mit Lebenswelten und Systemen sowie Formen von Kreativität behandelt.
  • Cluster 2 Jugendthemen: Fragen rund um Identität und Entwicklung sowie rechtliche Rahmenbedingungen kennzeichnen Cluster 2.
  • Cluster 3 Theorie und Praxis: Dieser Cluster dient zur Reflexion von praktischen Erfahrungen, dem Umgang mit Nähe und Distanz sowie mit diagnostischen und theoretischen Einordnungen.
  • Cluster 4 Labor INJUG: Hier erfolgt eine Einführung in wissenschaftliches Arbeiten und die Entwicklung und Dokumentation eines eigenen Projekts.

Die Teilnehmenden erwerben grundlegendes Wissen zu Methodik, Fachthemen, Reflexionsarbeit und wissenschaftlicher Dokumentation von Fallarbeit und Projekten. Unter anderem werden folgende Kompetenzen gezielt geschult:

  • Kommunikations- und Beratungskompetenz mit Jugendlichen und ihrem Umfeld wie beispielsweise Familie, Schule, Arbeitgeber und Peer-Group
  • Fachkompetenz und rechtliches Know-how zu Jugend- und Familienthemen, Haftung und Datenschutz
  • Kompetenz zur Entwicklung von Empathie und Beziehungsarbeit
  • Kompetenz zur Erstellung von Ziel- und Entwicklungsplänen und zur Dokumentation von Betreuungen
  • Kompetenz zu interdisziplinären Kooperationen
  • Diversitätskompetenz – die Fähigkeit zum Umgang mit Vielfalt
  • Reflexionskompetenz und die Fähigkeit zum Aufbau einer ethischen Grundhaltung
  • Fähigkeit zum Einbezug von Sozialräumen, Gemeinwesen und Lebenswelten

Fakten zum Lehrgang

Akademischer Abschluss:
Akademische Jugend- und Gemeinwesenarbeiterin /
Akademischer Jugend- und Gemeinwesenarbeiter

Anzahl der Semester / Anzahl der ECTS:
3 Semester / 60 ECTS
(1 ECTS entspricht ungefähr 25 Arbeitsstunden)

Organisation: Berufsbegleitend

Unterrichtssprache: Deutsch

Anzahl der Plätze pro Jahr und Ablauf: 21 Plätze pro Durchgang

Lehrgangsgebühren: pro Semester Euro 2.600,-- / insgesamt Euro 7.800,--

Standort: Graz
FH JOANNEUM, Karl-Franzens-Universität, Räumlichkeiten des Landes Steiermark, Abteilung 6 Bildung und Gesellschaft

Bewerbungsfrist: Bewerbungen können laufend eingereicht werden

Start des Lehrgangs: 1. November 2019

Lehrgangstleitung:
Mag. (FH) Dr. Marie-Therese Sagl

Zugangsvoraussetzungen

Der akademische Lehrgang „Inklusive Kinder-, Jugend- und Gemeinwesenarbeit“ richtet sich vorrangig an Personen, die in der Jugendarbeit oder in der Kinder- und Jugendhilfe tätig sind beziehungsweise nur mit entsprechender Qualifikation tätig sein können.

Zugang zum Lehrgang :

  • Allgemeine Hochschulreife

oder

  • facheinschlägige Qualifikation, zum Beispiel 2-jähriges Kolleg für Sozialpädagogik

oder

  • Berufsausbildung (Fachschule) und drei Jahre facheinschlägige Berufserfahrung und Tätigkeit im Feld der Offenen Jugendarbeit beziehungsweise Kinder- und Jugendhilfe.

Die Prüfung der Zugangsvoraussetzungen erfolgt nach der schriftlichen Bewerbung durch die Lehrgangsleitung.

Bewerbung und Aufnahmeverfahren

  • Schriftliche Bewerbung per E-Mail an Mag. Evelin Lanz

  • Für die Bewerbung ist abzugeben:

    • ein unterzeichneter Lebenslauf
    • ein unterzeichnetes Motivationsschreiben
  • Assessment / Aufnahmegespräche:

    • vertiefte Abklärung der Motivation für den Lehrgang und Abstimmung der Erwartungen

Studienplan

Organisation

Der berufsbegleitende Lehrgang „Inklusive Kinder-, Jugend- und Gemeinwesenarbeit (INJUG)“ wird von der FH JOANNEUM in Graz in Kooperation mit der Karl-Franzens-Universität Graz und dem Land Steiermark organisiert.

Die Einteilung erfolgt nach Studiensemestern. Am Beginn des jeweiligen Semesters findet eine geblockte Unterrichtswoche statt. Ebenso kommen E-Learning und ein ausgewiesener Selbststudienanteil zum Einsatz. Präsenzphasen und betreutes E-Learning werden durch Selbstlernphasen ergänzt. Die Präsenzzeit der Kontaktstunden ist mindestens 80 Prozent und wird im Syllabus der jeweiligen Lehrveranstaltung festgelegt.

Nationale Feiertage werden berücksichtigt, ebenso gilt eine studierendenfreundliche Leitlinie in der Semesterplanerstellung beispielsweise, wenn möglich, die Berücksichtigung von Fenstertagen. Die Einteilung des Studienjahres wird am Studienbeginn rechtzeitig bekannt gegeben.

Die Präsenztage nehmen auf die besonderen zeitlichen Anforderungen aus dem Praxisfeld Rücksicht. Speziell die Offene Jugendarbeit hat an den Wochenenden den stärksten Betrieb und damit den größten Personalbedarf. Das wird bei der Planung der Unterrichtszeiten berücksichtigt: Die Lehrveranstaltungen finden daher konzentriert von Dienstag bis Donnerstag statt. Für E-Learning wird die Lernplattform Moodle genutzt. Die Aufgaben werden in den einzelnen Lehrveranstaltungen umgesetzt.

Anwesenheitspflicht bei Lehrveranstaltungen

Das pädagogische Konzept des Lehrgangs sieht vor, dass für den erfolgreichen Abschluss der einzelnen Lehrveranstaltungen eine Mindestanwesenheitspflicht von 70 Prozent beziehungsweise 90 Prozent (Cluster Theorie und Praxis) zu erfüllen ist.