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Projekte und Aktionen mit Mehrwert – für Geflüchtete und die gesamte Hochschule

 
Menschen auf der Flucht – die FH JOANNEUM hilft

Menschen auf der Flucht – die FH JOANNEUM hilft

Seit Herbst 2015 haben viele Hochschulen in Österreich Programme und Hilfsmaßnahmen für Geflüchtete gestartet. Die FH JOANNEUM hat sich jedoch im Gegensatz zu vielen dieser Projekte bewusst für einen anderen Ansatz entschieden: Unser Ziel ist es, mit der Initiative „Menschen auf der Flucht - die FH JOANNEUM hilft“ und der breiten Palette an Projekten einen Mehrwert nicht nur für Geflüchtete, sondern für die gesamte Hochschule zu generieren.

Zurzeit umfassen die Maßnahmen im Rahmen der Initiative folgende Bereiche:

Bereich Zulassung zum Studium

Für junge Erwachsenen mit hochschulischem Hintergrund haben wir ein vereinfachtes Zulassungsverfahren eingeführt: Mehr Informationen zur Bewerbung und Studium. Am Ende dieser Seite können Sie über den Link auch eine Übersicht als pdf herunterladen.

Bereich Sprache und Deutsch als Fremdsprache
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der FH JOANNEUM boten in den Studienjahren 2015/16 sowie 2016/17 ehrenamtlich Deutschkurse für unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge an.
  • Asylsuchende unterstützen den Arabischunterricht an der FH JOANNEUM in Bad Gleichenberg als Native Speaker.
  • Geflüchtete nehmen außerdem kostenlos an unseren Deutsch- und Kulturkursen an allen drei Standorten (Graz, Kapfenberg und Bad Gleichenberg) teil und werden dadurch in die authentische Studierendenrealität eingebunden. Sie erhalten dafür bei erfolgreichem Abschluss wie alle ein Zeugnis mit Note und ECTS-Punkten.
  • Am FH eigenen ÖSD-Prüfungszentrum haben Geflüchtete zudem die Möglichkeit kostenlos international anerkannte ÖSD-Prüfungen auf allen Niveaustufen abzulegen.
Bereich Interkulturalität und Projekte

Das Programm R.U.D.I. („respectful, united, diverse, intercultural“) mit Schwerpunkt auf interkultureller Kommunikation und Kompetenz bringt teilnehmende Geflüchtete und FH-Studierende im Austausch von Ideen, Sprachen und Kulturen in variierenden Lehrveranstaltungen näher zusammen. Auch in diesen Lehrveranstaltungen erhalten sie dafür bei erfolgreichem Abschluss ein Zeugnis mit Note und ECTS-Punkten.

  • Das Projekt „Kultur- und IntegrationsbotschafterInnen“ (KIBo) im Jahr 2017 im Rahmen der Kooperation zwischen dem Archäologiemuseum Schloss Eggenberg (UMJ, Abteilung Archäologie & Münzkabinett) und der Abteilung Internationale Beziehungen an der FH JOANNEUM machte TeilnehmerInnen vertraut mit der Vergangenheit, der Geschichte und der Kultur der Steiermark und seinen Nachbarregionen. Dieses Projekt stärkte Wissen und Kompetenzen in vielerlei Hinsicht. Zudem ermöglichte es neben einer Vertiefung der sprachlichen Kenntnisse die Entdeckung kultureller Unterschiede und Ähnlichkeiten zwischen der „alten“ und der „neuen“ Heimat und die Begegnung mit Menschen und Mythen in Zeit und Raum.

  • Workshops wie „Feste und Partys – wie Menschen feierten und feiern“ im Archäologiemuseum Schloss Eggenberg (Mai 2017) vermitteln Menschen aus unterschiedlichen Kulturen Themen, die sonst so alltäglich erscheinen. Dabei kommen auch interaktive Elemente dem gemeinsamen Lernprozess entgegen (z. B. Töpfern, Kochen etc.).

  • Studierende und Geflüchtete präsentieren im Rahmen der Lehrveranstaltung Cultural Diversity /Cultural Evenings ihre Heimatländer: Dies unterstreicht die kulturelle Diversität an der FH JOANNEUM und regt zur Reflexion und Diskussion über Interkulturalität an.

  • Im Sport versteht man sich auch, wenn man nicht dieselbe Sprache spricht! Deshalb eignen sich unsere sportlichen Veranstaltungen besonders gut dafür, interkulturelle Barrieren zu überwinden: Sei es beim Eislaufen, Kegeln oder beim Golf-Schnupperkurs, bei einer mehrtägigen Wanderung, einem Tanzworkshop oder beim Semesterkurs für die brasilianische Kampfkunst Capoeira - unsere sportlichen Events bieten eine Vielzahl an Möglichkeiten, die eigenen Talente zu entdecken.

Bereich Ausstellungen und Vorträge
  • Die an der FH JOANNEUM öffentlich zugängliche Ausstellung „Menschen in Zeit und Raum“ des Archäologiemuseums Schloss Eggenberg bietet BesucherInnen die Möglichkeit zu erkennen, wie viel Potenzial, Lebensfreude, Eifer, Lern- und Gestaltungswillen in jungen geflüchteten Menschen steckt, die so hoffnungsfroh und meist unter widrigsten Umständen nach Österreich gekommen sind.
  • Bei den Vortragsreihen FLUCHT.weg.EU sowie FLUCHT.ort.AT diskutierten Expertinnen und Experten am Podium aktuelle Fragen zu den Themen Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft.
  • In Kooperation mit ICOM Österreich und dem Archäologiemuseum Schloss Eggenberg fand der Vortrag „Die verlorenen Schätze der Menschheit im Krisenherd Nahost“ an der FH JOANNEUM statt, in dem auf die Gefahren für das kulturelle Erbe in den Kriegsgebieten eingegangen wurde.
Bereich Finanzierung

Zur Finanzierung der zahlreichen Projekte wurde ein Spendenkonto im Herbst 2015 eingerichtet, in das auch die Erlöse des jährlichen karitativen Bücherflohmarkts der Bibliothek der FH JOANNEUM fließen.

Bereich Bildung und Weiterbildung
  • Den vom AMS geförderten und der Abteilung Internationale Beziehungen initiierten sowie durchgeführten Deutschkurs „2B2“ („to B2“ für „zum Niveau B2“) schlossen 13 anerkannte Geflüchtete nach 208 Unterrichtseinheiten von Ende April bis Ende Juli 2017 erfolgreich ab. Das ÖSD-Sprachzertifikat B2 konnten 10 Personen positiv ablegen.
  • Ab dem Sommersemester 2019 wird in Kooperation mit dem Wiener Startup refugees{code} Geflüchteten ein maßgeschneidertes Ausbildungsprogramm im Bereich der Software-Entwicklung angeboten. Ziel des sechsmonatigen, von der Universität Harvard entwickelten Programms, ist es, Flüchtlinge dabei zu unterstützen, Fähigkeiten als ProgrammiererIn zu entwickeln bzw. auszubauen, um ihre Chancen am Arbeitsmarkt zu verbessern. Informatikstudierende der FH JOANNEUM unterstützen sie dabei als Tutoren und erhalten dafür ECTS-Punkte. Nach Abschluss der theoretischen Grundlagen ist ein dreimonatiges Praktikum an Partnerfirmen geplant.

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