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Projekt

SHIFT2HEALTH

Development and evaluation of nutritional strategies to reduce and prevent obesity in shift workers.
SHIFT2HEALTH 1

Das EU-Projekt SHIFT2HEALTH zielt darauf ab, in den kommenden fünf Jahren den Zusammenhang zwischen Adipositas, Gesundheit und Schichtarbeit europaweit zu erforschen. Die FH JOANNEUM ist mit den Instituten Diätologie, Angewandte Produktionswissenschaften, Biomedizinische Analytik sowie Design & Kommunikation im Forschungsvorhaben vertreten.

Schichtarbeit im Fokus der Gesundheitsforschung

Der Bedarf an Forschung ist gegeben. Rund 34 Millionen Menschen in der EU arbeiten im Schichtdienst. Dabei ist oftmals nicht bekannt, dass diese Art der Arbeit mit einem erhöhten Risiko für Übergewicht und Adipositas sowie deren Folgeerkrankungen wie Herz-Kreislauferkrankungen oder Diabetes mellitus Typ 2 einhergeht. Auch der durch die Schichtarbeit gestörte Schlaf-Wach-Rhythmus führt zu Schwankungen im Hormonhaushalt und hat folglich Auswirkung auf die Gesundheit der Betroffenen.

Mit 15 Partnern aus Wissenschaft und Forschung zum Ziel

Die FH JOANNEUM forscht im Rahmen der EU-Gesundheitsausschreibung „HORIZON-HLTH-2022-STAYHLTH-01-05: Prevention of Obesity Through the Life Course“ in den nächsten fünf Jahren gemeinsam mit sechs weiteren europäischen Ländern und 14 Organisationen. Identifiziert werden sollen verhaltensbedingte und psychologische Faktoren, die zum erhöhten Adipositasrisiko bei Schichtarbeit beitragen. Dabei geht es vor allem um die ernährungsbedingten Ursachen und die Entwicklung von Strategien, um den diabolischen Kreislauf aufzubrechen.

Europaweit wird das Forschungsvorhaben von der Universität Wien unter Leitung des Ernährungswissenschaftlers Karl-Heinz Wagner koordiniert. Die Leitung an der FH JOANNEUM hat Marlies Wallner vom Institut Diätologie über. An der FH JOANNEUM werden Expert:innen aus den Bereichen Ernährung und Gesundheit, Sensorik, biomedizinische Analytik, Design, Lebensmitteltechnologie und Mikrobiologie am Projekt mitarbeiten.

„Die interdisziplinäre Zusammenarbeit bei uns im Haus hat sich bereits in vielen Projekten bewährt und gewährleistet zudem eine umfangreiche Bearbeitung von Forschungsfragen,“
Marlies Wallner

Informationsvideo zur Studienteilnahme

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Umfassende Datenerhebung in mehreren Ländern

Um einen möglichst umfangreichen Einblick in die Lebenswelt von Schichtarbeitenden zu erzielen, werden der Gesundheitssektor sowie der Industriesektor im Rahmen einer Studien genauer unter die Lupe genommen. Für die Studienteilnahme werden überwiegend weibliche Beschäftigte des Gesundheitswesens und männliche Industriearbeiter rekrutiert. Im Zentrum der Untersuchungen stehen die Darmgesundheit mit dem Mikrobiom sowie die Lebensmittelpräferenzen und das Ernährungsverhalten der Zielgruppe.

Dabei wird ein Hauptaugenmerk auf diverse Ernährungsaspekte, wie beispielsweise auf die Sensorik im Rahmen des Health Perception Labs, gelegt. Vor allem der noch wenig erforschte Bereich der Sensorik im Zusammenhang mit Schichtarbeit wird unter anderem durch das Institut Diätologie und weiteren Partnerinstitutionen abgedeckt. Auch psychologische, physiologische und soziale Faktoren sowie das Bewegungs- und Schlafverhalten werden näher beleuchtet und die Zielgruppen von Anfang an in Entwicklungen miteinbezogen.

Neben der Querschnittsstudie mit 1.000 Schichtarbeiter:innen aus Österreich, den Niederlanden, Polen, Dänemark und Deutschland werden darauf aufbauend maßgeschneiderte Ernährungs- und Verhaltensstrategien entwickelt, die sowohl für Arbeitnehmer:innen als auch Arbeitgeber:innen sowie das Gesundheitssystem von Nutzen sein sollen. Zusätzlich wird im Laufe des Projekts ein neuartiges Lebensmittel – angepasst an die Bedürfnisse der Schichtarbeiter:innen – entwickelt und erprobt.

Kick-Off Meeting an der Universität Wien. Foto: Universität Wien / Marie Vogt

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